Darum gehts
- Swiss-Flug LX16 landete Montag in Bangor wegen Rauchentwicklung durch Ladebox
- Eingeklemmte Kopfhörer-Ladebox verursachte Hitze und Rauch im Flugzeug
- Swiss verbietet Powerbanks an Bord wegen Brandgefahr durch Lithium-Batterien
Wegen einer kleinen Ladebox für Kopfhörer musste der Swiss-Flug LX16 am Montagabend einen Notfallcode absetzen. Eigentlich hätte die Maschine von Zürich nach New York fliegen sollen. Weil es in der Kabine aber plötzlich zu einer starken Rauchentwicklung kam, musste das Flugzeug nach Maine ausweichen und auf dem Flughafen Bangor landen.
Anschliessend wurde ein Technikteam der Swiss nach Bangor entsandt, um das Flugzeug zu inspizieren. «Unsere Spezialisten haben dort die Ursache des Rauchs bereits ermitteln können», schreibt die Fluggesellschaft jetzt in einer Mitteilung. Eine Ladebox für Kopfhörer sei in einen Sitz gerutscht und dort eingeklemmt worden. «Dadurch wurde das Gerät beschädigt, es kam zu Hitze und daraus entstand Rauch.»
Einschränkungen für Powerbanks an Bord
Für elektrische Geräte mit Lithium-Batterien, insbesondere Powerbanks, gelten an Bord eines Flugzeugs strenge Regeln. Sie können überhitzen und einen Brand verursachen. Der Gebrauch von Powerbanks, auch solcher kleinen Ladeboxen, ist an Bord von Swiss-Flugzeugen darum seit Anfang Jahr nicht mehr gestattet.
«Im Fall von LX16 hat es sich «nur» um eine kleine Ladebox mit vergleichsweise tiefer Akkukapazität gehandelt», heisst es in der Mitteilung der Swiss weiter. «Richtige Powerbanks haben deutlich mehr Kapazität. Eine Beschädigung oder Fehlfunktion kann in so einem Fall wesentlich gravierendere Folgen haben.»
Die Fluggesellschaft weist ihre Fluggäste darauf hin, dass sie eine Mitverantwortung für die Sicherheit an Bord tragen. «Wir müssen uns darauf verlassen können, dass sie sich strikt an die Powerbank-Regeln halten.»