Kopfschütteln bei US-Richter
Deutscher Tourist reicht Gaga-Klage wegen scharfer Salsa ein

Ein deutscher Tourist sorgte vor dem Gericht von Manhattan für Unverständnis. Faycal M. verklagte ein Taco-Restaurant wegen scharfer Salsa auf 78'860 Franken Entschädigung. Sein angeblicher Schock endete vor Gericht chancenlos. Andere Kläger hatten mehr Glück.
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Faycal M. legte dem Gericht ein Beweisfoto vor, das ihn mit geröteter Zunge zeigt.
Foto: US District Court for the southern district of NY

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Deutscher Tourist schockiert über scharfe Sosse
  • Richter schmettert Klage wegen mittelscharfer Salsa ab
  • Weitere kuriose Klagen gegen amerikanische Unternehmen
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Wiebke KöhneRedaktorin Newsdesk

Er erhoffte sich 100'000 Dollar (78'860 Franken) von der scharfen Salsa: Der deutsche Tourist Faycal M.* hat in den USA eine Gaga-Klage gegen einen Taco-Laden eingereicht. Das berichtet «Bild». Da der aus Baden-Württemberg stammende Kläger zu Hause keine Möglichkeit hätte, Tacos zu essen, stattete er dem «Los Tacos No. 1» in New York einen Besuch ab.

Laut Gerichtsakten traten bei Faycal M. nach der Schlemmerei Magenkrämpfe, Durchfall und eine brennende Zunge auf. Er machte die grüne Salsa dafür verantwortlich und warf dem Restaurant vor, ihn auch ohne Nachfrage nicht explizit vor der «gefährlichen» Schärfe gewarnt zu haben. Die hohe Summe verlangte er für den «sehr grossen körperlichen und geistigen Schock», den er wegen der mexikanischen Spezialität erlitt.

Abneigung gegen Gewürze und Aromen ist seine eigene Bürde

Doch auch das Beweisbild seiner geröteten Zunge, das der Deutsche dem Gericht von Manhattan vorlegte, prallte an Richter Dale E. Ho ab. Einerseits habe er die falsche Sosse verklagt. Bei der Grünen handelte es sich um die mittelscharfe. Die Rote, die als scharf gekennzeichnet war, habe er scheinbar vertragen.

Des Weiteren soll Salsa scharf sein. Es gäbe nichts, was darauf hindeuten würde, dass die Salsa von Los Tacos «unnormal scharf» wäre. Demzufolge sei die Abneigung gegen Gewürze und Aromen ein persönliches Problem des Klägers, nicht aber das der Gesellschaft. Der Richter schmetterte die Klage kurzerhand ab. Immerhin setzte der Tourist nach dem Vorfall seine Ferien wie geplant fort und konnte auch weiterhin normal essen. 

Auch wenn die Kasse diesmal nicht klingelte, andere kuriose Klagen kosteten Unternehmen in den USA schon Millionen. Blick listet Fälle auf, über die man nur den Kopf schütteln kann.

Das intime Tee-Debakel

Nachdem ein Fahrer eines Lieferwagens im Februar 2020 an einem Drive-in bei Starbucks Tee bestellte, landete dieser auf seinem Schoss. Der angebliche Grund: Der Angestellte habe den Tee im To-Go-Behälter zu schlecht fixiert. Weil sich der Lieferant folglich mehreren Eingriffen im Intimbereich unterziehen musste, verklagte er die Kaffeekette auf 44 Millionen Franken. Das Gericht gab ihm recht.

Chicken-Nuggets waren zu heiss

Im US-Bundesstaat Florida verklagte eine Mutter McDonald's, weil sich ihre kleine Tochter an ihrem «Happy Meal» verletzt hatte. Die Chicken Nuggets seien zu heiss gewesen und hätten zu einer Verbrennung am Bein der Kleinen geführt. Da McDonald's versäumt hätte, den passenden Warnhinweis zu geben, forderten sie Schadenersatz. Das Gericht stimmte einer Summe von 689'000 Franken zu.

Red Bull verleiht (keine) Flügel

Bereits ein Klassiker unter den skurrilen Klagen: 2014 verklagte ein US-Amerikaner den Energy-Drink-Hersteller Red Bull. Das Getränk würde seine Leistungsfähigkeit nicht, wie in der Werbung versprochen, steigern. Das Getränkeunternehmen akzeptierte die Klage, um einem teuren Gerichtsverfahren zu entkommen. Insgesamt kostetet die Lüge 11,4 Millionen Franken.

* Name bekannt 

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