Keine Ausflüge in Residenzen mehr – Kremlchef befürchtet Putsch
Will Ex-Verteidigungsminister Schoigu Putin entthronen?

Wladimir Putin soll sich zunehmend in geheime Bunker zurückziehen. Dafür gibt es laut einem europäischen Geheimdienst gleich mehrere Gründe.
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Wladimir Putin fürchtet offenbar, Opfer eines Putsches werden.
Foto: AP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Wladimir Putin zieht sich in geheime Bunker zurück, Sicherheitsmassnahmen verschärft
  • Europäischer Geheimdienst warnt vor Staatsstreich durch Putin-treuen Sergei Schoigu
  • Keine Ausflüge in pompöse Residenzen mehr für Kremlchef
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Marian NadlerRedaktor News

Wladimir Putin (73) präsentiert sich gerne als starker Mann. Aktuell soll der russische Präsident aber Putschangst haben und vermehrt Zeit in seinen geheimen Bunkern verbringen. Das berichten CNN und die «Financial Times» übereinstimmend unter Berufung auf Informationen eines europäischen Geheimdienstes.

Die Sicherheitsmassnahmen im Umfeld des Kremlchefs seien drastisch erhöht worden, heisst es. Hintergrund ist offenbar nicht nur eine Welle von Attentaten auf hochrangige russische Militärangehörige, sondern auch die Angst vor einem Staatsstreich. Die Liste der aktuellen Probleme, darunter die durchwachsene Wirtschaftslage, wachsende Anzeichen von Widerstand aus der russischen Bevölkerung und Rückschläge im Ukraine-Krieg, ist lang und soll zu Unruhe in der Moskauer Machtzentrale führen.

Die vielen Probleme des Kremls

Der Unmut wächst im Inland, die russische Öffentlichkeit spürt zunehmend die Kosten des Krieges. Regelmässige Internetausfälle und das Verbot von beliebten Messengern wie Whatsapp und Telegram haben selbst die Putin-treuen Grossstädter verärgert.

Der als Putin treu geltende ehemalige russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu (70) wird von dem Geheimdienst sogar «mit dem Risiko eines Staatsstreichs in Verbindung gebracht, da er innerhalb des militärischen Oberkommandos weiterhin erheblichen Einfluss ausübt». Wirkliche Beweise für diese These soll der Nachrichtendienst aber nicht vorbringen.

Keine Ausflüge in Residenzen mehr

Was genau wurde also unternommen, um Putin noch besser zu schützen? Köche, Leibwächter und Fotografen, die mit dem Präsidenten zusammenarbeiten, dürfen angeblich keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr benutzen. Besucher des Kremlchefs müssen zwei Kontrollen durchlaufen, und seine engsten Mitarbeiter dürfen nur Mobiltelefone ohne Internetzugang verwenden.

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Weiter wurde die Anzahl der Orte, die Putin regelmässig besucht, drastisch reduziert. Ausflüge zu seinen Residenzen in der Region Moskau und zum Sommeranwesen in Waldai wurden gestrichen. Das soll auch für Putins Familie gelten. Stattdessen soll sich Putin teils wochenlang in modernen Bunkern in Krasnodar am Schwarzen Meer aufhalten.

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