Jetzt ermittelt Frankreich
Schweizer betrieb grosse Webseite zur Kinderprostitution

Frankreich ermittelt gegen Sexemodel, eine Plattform zur Kinderprostitution. Der Betreiber ist ein Schweizer, der damit jedes Jahr Millionen verdiente.
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Der Schweizer unterhielt die grösste Webseite für Prostitution in ganz Frankreich.
Foto: Shutterstock

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Französische Ermittlungen gegen Plattform Sexemodel wegen minderjähriger Mädchen eingeleitet
  • Betreiber aus der Schweiz, lebt in Dubai, verdient jährlich 20 Mio Euro
  • 20'000 minderjährige Prostituierte in Frankreich, Opferzahlen verzwanzigfacht in 10 Jahren
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Fabrice ObristRedaktor News

Die Plattform Sexemodel enthält Profile von hunderten Mädchen, die als Erwachsene ausgegeben werden. Bei ihrem Gewicht wird «dünn» aufgeführt, ein Codewort dafür, dass sie noch Minderjährige sind.

Mittlerweile wurde die Seite umbenannt. Nach einer Meldung der französischen Politikerin Sarah El Haïry (37) hat Frankreichs Staatsanwaltschaft nämlich eine Ermittlung eingeleitet, wie France Inter berichtet.

Schweizer Behörde helfen mit

Beim Betreiber der Plattform soll es sich um einen Schweizer handeln, der in Dubai lebt und damit bisher jährlich rund 20 Millionen Euro verdiente. Es ist die grösste Webseite für Escort-Anzeigen in ganz Frankreich.

Das mit Sexemodel verbundene Unternehmen hat seinen Sitz in der Schweiz. Aus diesem Grund haben die französischen Ermittler laut France Inter ihre Schweizer Kollegen um Hilfe gebeten. Diese sollen Beweise zur Unterstützung der Ermittlungen sammeln.

In der Vergangenheit hat sich die Schweiz auch schon weniger kooperativ gezeigt. So sollen die Behörden hierzulande die Vollstreckung eines internationalen Haftbefehls gegen den Mann verweigert haben.

«Aushängeschild ist diese Seite»

Gemäss Hilfsorganisationen sind derzeit mindestens 20'000 Minderjährige in Frankreich in der Prostitution tätig. Die Zahl der von der Polizei registrierten Opfer soll sich demnach in nur zehn Jahren verzwanzigfacht haben.

«Alle Kinder werden auf dieser Seite verkauft. Der Laden, das Aushängeschild, ist diese Seite», erklärt Anwalt Michel Amas (61) im Gespräch mit France Inter. «Es gibt alle Möglichkeiten, dem ein Ende zu setzen, und doch geschieht nichts; unsere Kinder werden weiterhin über diese Netzwerke verkauft.»

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