Darum gehts
- Ein Regionalzug mit 186 Passagieren entgleiste am Freitag nahe Oissel, Frankreich
- Eine 18-Jährige wurde schwer verletzt, 43 weitere leicht verletzt
- Zug fuhr 140 km/h, 140 Feuerwehrleute im Einsatz nach Unfall
Ein Regionalzug mit 186 Fahrgästen an Bord ist am Freitagabend in Frankreich auf der Strecke zwischen den Städten Rouen und Caen entgleist. Bei dem Vorfall nahe der Stadt Oissel wurden 44 Personen verletzt. Das berichtet «Le Parisien» unter Berufung auf die zuständige Staatsanwaltschaft.
Den Angaben zufolge befand sich eine Frau (18) nach der Entgleisung in kritischem Zustand, 43 weitere Passagiere wurden wegen leichterer Verletzungen behandelt.
140 Feuerwehrleute im Einsatz
Zum Unfall kam es gegen 19.45 Uhr. Wie «Le Parisien» unter Berufung auf Polizeikreise schreibt, war der Zug mit 140 Kilometern pro Stunde unterwegs, als er gegen einen Metallgegenstand auf den Gleisen prallte. Ein beim Lokführer durchgeführter Drogentest soll negativ ausgefallen sein.
«Plötzlich gab es ein paar Stösse, dann wurde es nach drei Sekunden immer heftiger», erzählte ein Augenzeuge dem Radiosender ICI Normandie. Der Augenzeuge wurde von seinem Sitz gerissen. «Die Fenster zersplitterten teilweise, und Steine von den Gleisen flogen in den Waggon. Es war wirklich schockierend, ich zittere immer noch.»
Der französische Verkehrsminister Philippe Tabarot (55) gab an, dass 140 Feuerwehrleute zum Einsatzort entsandt worden seien, um Verletzten und Reisenden Hilfe zu leisten. Die Staatsanwaltschaft Rouen hat die Ermittlungen übernommen. Es kam zu erheblichen Störungen im Zugverkehr in der Region.