Zwei Soldaten erschossen
Israel demoliert nach Anschlag Häuser im Westjordanland

Nach einem Angriff auf einen israelischen Checkpoint kündigt Benjamin Netanyahu neue Massnahmen im Westjordanland an. Das Militär riegelt bereits die Stadt Hebron ab.
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Das israelische Militär begann am Freitag mit der Zerstörung «illegaler Bauten» in Hebron.
Foto: AFP

Darum gehts

  • Bei Angriff auf einen Checkpoint starben zwei israelische Soldaten, drei weitere wurden verletzt
  • Netanjahu erwägt Sperren um Hebron und Halhul
  • Das Militär zerstört Gebäude in Hebron, Bewohner können das Gebiet über drei Kontrollpunkte verlassen
Gabriel Knupfer
Gabriel KnupferRedaktor News

Kurz vor den israelischen Parlamentswahlen eskaliert die Gewalt: Bei einem Angriff auf einen Checkpoint starben am Freitag zwei israelische Soldaten, drei weitere wurden verletzt. Die Einsatzkräfte erschossen die beiden Hamas-Terroristen vor Ort. Nun reagiert Israel mit voller Härte.

Premier Benjamin Netanyahu (77) kündigte zunächst die vollständige Abriegelung des Westjordanlandes an. Später ruderte er etwas zurück, wie der Sender CNN berichtet. Er werde eine Absperrung um die Städte Hebron und Halhul in Betracht ziehen.

Gebiet «vollständig umgestalten»

Im Visier des israelischen Militärs steht insbesondere die Stadt Hebron, von wo die Terroristen gekommen waren. Netanyahu erklärte, das Militär werde das Gebiet des Anschlags gewaltsam räumen und «vollständig umgestalten».

Das Militär hat bereits mit der Zerstörung «illegaler Bauten» begonnen. Diese seien ein Sicherheitsrisiko. Laut der Armee können Bewohner das Gebiet über drei Kontrollpunkte verlassen. Wer verdächtig ist, wird den Sicherheitskräften übergeben.

Am 27. Oktober wählt Israel ein neues Parlament. Premier Netanyahu will weiter regieren und versucht sich als Hardliner in Sicherheitsfragen zu positionieren.

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