USA versenkt ein Dutzend iranische Minenleger
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Auf wichtiger Wasserstrasse:USA versenkt ein Dutzend iranische Minenleger

Irans explosive Seeblockade
Beisst sich Trump an diesem bunten Strauss von Wasserminen die Zähne aus?

US-Geheimdienste warnen: Der Iran legt offenbar Seeminen in der Strasse von Hormus. Die Meerenge ist eine der wichtigsten Öltransportrouten der Welt – eine längere Blockade könnte die Energiepreise weltweit nach oben treiben.
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Laut Berichten US-amerikanischer Medien hat der Iran Seeminen in der Strasse von Hormus platziert.
Foto: Imago

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Iran legt laut US-Geheimdiensten erstmals Minen in der Strasse von Hormus
  • 20 Prozent des weltweiten Ölbedarfs wird durch diese Meerenge transportiert
  • CNN berichtet von einem Dutzend platzierter Minen
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Die Strasse von Hormus ist einer der wichtigsten Knotenpunkte für den Ölexport nach Asien, Westeuropa und in die USA. Wird sie blockiert, entstehen Ölengpässe. 20 Prozent des gesamten Ölbedarfs werden auf Schiffen durch diese Meerenge transportiert, die im Norden der Iran kontrolliert, wie die «Kronen Zeitung» berichtet. Hierzulande bedeutet das, dass die Preise für das Heizen mit Öl oder Gas als auch beim Sprit fürs Auto in die Höhe schnellen werden. 

Dieses Szenario trifft nun ein, denn der Iran hat laut Berichten von US-Geheimdiensten erstmals Seeminen platziert – gemäss CNN bereits ein Dutzend davon. Die USA haben keine grossen Mittel, die Minen zu entschärfen – eine heikle Pattsituation für den Präsidenten Donald Trump (79).

Angst und Schrecken vor Minen ist keine neue Strategie

Die Verminung soll vor allem abschrecken. Ziel ist, durch die blosse Drohung mit Minen Angst zu erzeugen und eine Durchfahrt so zu verhindern. Die eingesetzten Kriegsmittel sind keine neue Strategie für den Iran. Sie wurden bereits im sogenannten Tanker-Krieg 1980 eingesetzt. 

Irans Arsenal lässt sich in grobe Kategorien einteilen: Treibminen, Ankertauminen, Grundminen, moderne Steigminen und Haftminen.

Die verschiedenen Minenarten

Die einfachsten Varianten sind Treibminen. Wie der Name verrät, treiben sie frei auf der Wasseroberfläche oder knapp darunter. Ihre Bewegung wird durch Wind und Strom bestimmt. Sie lassen sich einfach durch kleinere Boote platzieren.

Ankertauminen hingegen arbeiten gezielter aufgrund ihrer Platzierung. Mit einem Gewicht sind sie fest im Boden verankert, schweben an einer Kette oder einem Tau befestigt, aber einige Meter unter der Meeresoberfläche. Werden die Minen von einem Schiff berührt, detoniert die Sprengladung und hinterlässt ein Loch im Rumpf der Schiffe.

Die unterschiedlichen Minentypen im Überblick.
Foto: Blick Visuals

Das grosse Fragezeichen um die Seeminen

Grundminen schlummern auf dem Meeresgrund und werden bei indirektem Kontakt ausgelöst. Das können Druckveränderungen im Wasser, Geräusche der Schiffsschrauben oder magnetische Signale sein. Moderne Raketen- oder Steigminen ruhen wie Grundminen auf dem Meeresboden. Erkennen sie jedoch ein potenzielles Ziel, torpedieren sie sich mit einer rasanten Geschwindigkeit zur Oberfläche. Haftminen sind Sprengkörper, die eingesetzt werden, um Schiffe durch Anheften zu zerstören, und werden von Tauchern angebracht.

Über wie viele Minen der Iran verfügt, ist ungewiss, berichtet Ntv. Auch über die Art der Minen wird derzeit spekuliert. Experten würden jedoch davon ausgehen, dass der Iran vorwiegend Treibminen einsetzt. Fest steht jedoch: Der Iran verfügt über ein grosses Arsenal.

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