Darum gehts
- US-Luftwaffe setzt B-1-, B-2- und B-52-Bomber ein
- B-2-Bomber kosten 2,1 Milliarden Dollar und sind schwer sichtbar
- Reichweite reicht für 37-Stunden-Einsätze gegen Iran
Im Krieg gegen den Iran plant die US-Luftwaffe einem Bericht zufolge, ihre schwersten Bomber einzusetzen. Gemeint sind die B-1-, B-2- und B-52-Bomber. Während Letzterer als furchteinflössendste Kriegswaffe seit dem Kalten Krieg gilt, bezeichnet das Magazin «The Atlantic» den B-2-Stealthbomber als «das wohl exotischste strategische Flugzeug der Welt». Alle drei Bomber haben unterschiedliche Funktionen und dennoch einen gemeinsamen Nenner: Sie gelten als die fliegenden Giganten der US-Luftwaffe.
Was sind die Unterschiede?
Der B-1B Lancer kann gemäss der US-Luftwaffe schnell grosse Mengen an präzisen und weniger präzisen Waffen gegen jeden Gegner überall auf der Welt und jederzeit einsetzen. Seine nach hinten geschwenkte Flügelstellung wird typischerweise bei hohen Unterschall- und Überschallgeschwindigkeiten genutzt und verbessert die Manövrierfähigkeit. Er gilt als äusserst vielseitiges Mehrzweck-Waffensystem.
Der B-2-Bomber hingegen kann gemäss der US-Luftwaffe sowohl konventionelle als auch nukleare Waffen einsetzen. Gemäss der Luftstreitkräfte kann der B-2 auch gegen zuvor als undurchdringlich geltende Verteidigungssysteme eingesetzt werden. Im Iran sind viele Stellungen von Teherans Streitkräften tief unter der Erde verborgen – und somit ein Fall für den B-2.
Der B-52 Stratofortress zählt indes zu den ältesten Bombern der US-Armee. Laut der US-Luftwaffe kann er nukleare oder präzisionsgelenkte konventionelle Waffen tragen und verfügt laut der US Air Force über eine verheerende Mischung an Bewaffnung – darunter Bomben, Minen und Raketen.
Der B-2-Bomber fliegt praktisch ohne Limit
Der Star des Trios bleibt der B-2-Tarnkappenbomber, der modernste und unauffälligste Langstreckenbomber im Arsenal der US-Luftwaffe. Pro Stück kostet er satte 2,1 Milliarden Dollar – eine Summe, die so hoch ist, dass lediglich 21 Exemplare produziert wurden. 19 davon seien heute gemäss «The Atlantic» in Amerika stationiert. Laut dem «Handelsblatt» besitzt nur das US-Militär die Tarnkappenbomber des Typs B-2, die besonders für feindliche Radarsysteme schwer sichtbar sind. Bereits während des Angriffs im Juni 2025 auf Irans Atomanlagen wurden die Tarnkappenbomber verwendet, um eine 13-Tonnen-Bunkerbrecherbombe abzufeuern.
Die Eigenschaften des B-2 Tarnkappenbombers wurden für interkontinentale Einsätze konzipiert – entsprechend gewaltig ist seine Leistungsfähigkeit. Laut dem Online-Magazin «Simple Flying» ist die Antwort auf die Frage, wie lange die Bomber ohne Pause fliegen können komplex. Grund dafür sei, dass die Eigenschaften der B-2 Bomber geheim seien. Laut Daten der US-Luftwaffe kann ein B-2 Bomber ohne Luftbetankung etwa 9600 Kilometer fliegen. Wie weit diese Reichweite inklusive Luftbetankung gehen kann, zeigte sich etwa bei 37-stündigen Einsätzen gegen Ziele im Iran.