Trump fordert «bedingungslose Kapitulation» des Iran
Von Natalie Zumkeller, Redaktorin am News-Desk
Im Krieg mit dem Iran will US-Präsident Donald Trump nach eigener Darstellung kein Abkommen mit dem Land abschliessen. Stattdessen müsse es auf eine «bedingungslose Kapitulation» hinauslaufen, forderte er auf seiner Plattform Truth Social.
«Danach und nach der Auswahl eines grossartigen und akzeptierbaren Führers (oder Führern) werden wir und viele unserer wunderbaren und sehr mutigen Verbündeten und Partner unermüdlich daran arbeiten, den Iran vom Rande der Zerstörung zurückzuholen und ihn wirtschaftlich grösser, besser und stärker als je zuvor zu machen.»
An Anlehnung an seinen eigenen Wahlspruch, «Make America Great Again», fügt er an, auch der Iran werde wieder «grossartig» werden. «Der Iran wird eine grossartige Zukunft haben. Make Iran Great Again!»
Bund soll Benzinpreise drosseln
Von Marian Nadler, Redaktor am Newsdesk
Wegen des Kriegs im Nahen Osten drohen die Benzinpreise zu explodieren. Die SVP fordert deshalb vom Bund einen Teilverzicht auf die Mineralölsteuer. SVP-Nationalrat Rémy Wyssmann (58) will einen entsprechenden Vorstoss noch diese Woche einreichen. Er liegt Blick vor.
Iran-Krieg wird für die Schweiz zum diplomatischen Minenfeld
Von Marian Nadler, Redaktor am Newsdesk
Die neue Eskalation im Nahen Osten stellt auch die Schweiz vor Herausforderungen. Diese sind in erster Linie diplomatischer Natur. Die Neutralität schreibt der Schweiz vor, Kriegsparteien Truppen- oder Waffentransporte durch den eigenen Luftraum zu untersagen. Bislang halten sich die Amerikaner daran. Könnte sich das ändern? Was dann?Mein Kollege Daniel Ballmer hat das Schweizer Dilemma hier zusammengefasst.
Liefert Russland dem Iran Geheimdienstinformationen zu US-Zielen?
Von Sandra Marschner, Redaktorin am Newsdesk
Mischt nun auch der Kreml im Iran-Krieg mit? Laut einem Bericht der «Washington Post» soll Russland dem Iran Geheimdienstinformationen liefern, um US-Streitkräfte anzugreifen. Die «Washington Post» bezieht sich dabei auf Aussagen mehrerer Beamter, die mit Geheimdienstinformationen betraut seien.
Russland soll demnach dem Iran Zielinformationen liefern, um amerikanische Streitkräfte im Nahen Osten anzugreifen. Konkret gehe es dabei um die Standorte amerikanischer Kriegsschiffe und Flugzeuge im Nahen Osten. Die Beamten werten dies als ersten Hinweis darauf, dass ein weiterer wichtiger Gegner der USA – wenn auch indirekt – an dem Krieg beteiligt sei.
Bestätigt ist dieser Bericht weder von den russischen noch den US-Behörden. Der US-Verteidigungsminister Pete Hegseth wurde in dieser Woche nach einer Botschaft an Russland und China befragt. Diese zählen zu den mächtigsten Unterstützern des Iran. Doch Hegseth entgegnete, dass er keine Botschaft habe und dass die Nationen «hier keine Rolle spielen».
Israel greift Chameneis unterirdischen Bunker an
Von Sandra Marschner, Redaktorin am Newsdesk
Eigenen Angaben zufolge hat die israelische Armee den unterirdischen Militärbunker des getöteten Staatsoberhaupts und Religionsführers Ajatollah Ali Chamenei angegriffen. Der unterirdische Komplex befinde im Zentrum Teherans unter iranischen Regierungsgebäuden, teilte das israelische Militär mit.
Chamenei war vor beinahe einer Woche bei den US-israelischen Luftangriffen getötet worden. Der Angriff auf den Komplex schwäche «die Führungs- und Kontrollfähigkeiten des Regimes» weiter, so das israelische Militär.
Die Iranische Revolutionsgarde gab ihrerseits neue Raketenangriffe auf US-Stützpunkte im Golf und auf israelische Ziele bekannt. Laut der Iranische Revolutionsgarde seien israelische Ziele wie der «Ben Gurion Flughafen, Haifa und Tel Aviv» getroffen worden. Israel hat die Angriffe bisher nicht bestätigt.
So macht Blick den Fakten-Check
Von Alexander Terwey, Stv. Teamlead Newsdesk
Meterhohe Rauchsäulen sind auf einem Video zu erkennen. Der Clip verbreitet sich wie ein Lauffeuer in den sozialen Netzwerken. Die Rede ist von einem brennenden Flughafen in Teheran. Doch stimmt das wirklich? Dieser Tage kursieren viele Videos im Netz, die eine Szene aus dem Iran-Krieg zeigen sollen, bei denen aber Zeit- oder Ortsangabe nicht stimmen.
Hat sich die Szene doch etwa schon vor Jahren abgespielt? Brennt nicht der Flughafen, sondern ein anderes Gelände? Mein Kollege Rafael Pfister erklärt in seinem Factchecker-Video, wie wir bei Blick falsche Angaben zu Videos aus dem Kriegsgebiet entlarven.
Iran meldet Angriff auf Öltanker vor Kuwait
Von Sandra Marschner, Redaktorin am Newsdesk
Eigenen Angaben zufolge soll die iranische Armee einen Öltanker vor der Küste Kuwaits attackiert haben. Laut dem staatlichen Rundfunk stehe das Schiff in Flammen. Bilder auf Social Media zeigen eine Beschädigung an der Backbordseite. Die britische Behörde United Kingdom Maritime Trade Operations bestätigte, dass es dort eine Explosion gegeben habe.
Die iranischen Revolutionsgarden behaupteten zunächst, dass es sich um einen US-amerikanischen Tanker gehandelt habe. Der tatsächlich gehört der Tanker «Sonangol Namibe» zur Reederei Sonangol Marine Services und fährt unter der Flagge der Bahamas.
Iranischer Verteidigungsrat droht mit Angriffen in Kurdistan
Von Sandra Marschner, Redaktorin am Newsdesk
Ali Akbar Ahmadian, Militäroffizier und Mitglied des iranischen Verteidigungsrates droht mit Angriffen im irakischen Kurdistan. Gegenüber der Nachrichtenagentur Mehr hat Ahmadian gewarnt, dass der Iran gross angelegte Angriffe in Kurdistan durchführen könnte, wenn die lokalen Behörden nicht hart gegen die von ihm als «von den USA und Israel unterstützte Rebellengruppen» bezeichneten Gruppen vorgehen, die angeblich einen Einmarsch in den Iran planen würden.
Ahmadian betonte, dass der Iran bisher nur US-amerikanische und israelische Stützpunkte sowie separatistische Gruppen ins Visier genommen habe. Nun warnte er jedoch die Verantwortlichen in Kurdistan, dass alle Einrichtungen im irakischen Kurdistan ins Visier genommen werden könnten, wenn solche Gruppen über die Region operieren oder in den Iran eindringen dürften.
Israel verstärkt Luftangriffe im Libanon
Von Sandra Marschner, Redaktorin am Newsdesk
Auch am Freitag steht der Himmel über dem Nahen Osten nicht still. Bereits in der Nacht hatte Israel seine Luftangriffe im Süden des Libanon verstärkt. Berichten lokaler Medien zufolge wird die Region auch am Freitagmittag wieder kräftig beschossen. Ziel der Angriffe sind Einrichtungen der Hisbollah-Miliz.
Die iranische Armee gab auf Telegram hingegen bekannt, dass der Iran die US-Stützpunkte in Kuwait in den letzten Stunden «in grosser Zahl» angegriffen habe. Mit weiteren Angriffen will man in den nächsten Stunden fortfahren, hiess es weiter in der Nachricht.
Die bisherige Bilanz des Krieges liefert ein tragisches Bild: Laut den staatlichen Medien beider Länder seien durch die US-amerikanisch-israelischen Angriffe seit Kriegsbeginn mehr als 1200 Menschen im Iran und mehr als 120 im Libanon getötet worden. Laut Israels Gesundheitsministerium seien im Land über 1600 Verletzte in Spitälern behandelt worden.
USA schicken offenbar ihre schwersten Bomber los
Von Alexander Terwey, Stv. Teamlead Newsdesk
Im Krieg gegen den Iran betreiben die USA erheblichen materiellen Aufwand. Flugzeugträger, Kampfjets, Raketen – der militärische Einsatz im Nahen Osten kostet die Vereinigten Staaten Hunderte Millionen, wenn nicht gar Milliarden.
Nun will die US-Luftwaffe einem Bericht zufolge ihre schwersten Bomber einsetzen. Wie die britische «Daily Mail» schreibt, bereite sich die Trump-Administration auf einen grossen Angriff vor. Es werde erwartet, dass amerikanische Tarnkappenflugzeuge innert weniger Stunden auf britischen Stützpunkten eintreffen werden. Laut Bericht befinden sich die Bomber auf dem Weg nach Diego Garcia auf den Chagos-Inseln und zum RAF-Stützpunkt Fairford in Gloucestershire.
Neben B-2-Bombern, den teuersten Kampfflugzeugen der Welt, sollen auch B-1- und B-52-Bomber verlegt worden sein.
Weiter berichtet «Daily Mail», dass Quellen angedeutet hätten, dass der Samstag der Tag der Entscheidung über eine neue grosse Operation sein könnte – also genau eine Woche nach Beginn der «Operation Epic Fury».
Die B-2-Bomber sind in der Lage, die mehr als 13 Tonnen schweren, bunkerbrechenden GBU-57-Bomben zu transportieren. Meine Kollegin Janine Enderli hat diese extrem schweren Bomben im vergangenen Jahr genauer beleuchtet. Ihren Artikel findest du hier.