Darum gehts
- Iran und USA schaffen Gesprächskanal
- Iran lehnt Atominspektionen laut Aussenamtssprecher ab, Trump widerspricht
- Trump will Strasse von Hormus offen halten und iranische Gelder über US-Treuhandkonto freigeben
Nach dem Beginn der Verhandlungen auf dem Bürgenstock scheint ein erster Konsens zwischen dem Iran und den USA gefunden worden zu sein. So wurde unter anderem ein Gesprächskanal eingerichtet, der Missverständnisse und Zwischenfälle in der Strasse von Hormus vermeiden soll. Auch die Lage im Libanon war ein zentrales Gesprächsthema. Nun soll innerhalb von 60 Tagen ein Rahmenabkommen ausgehandelt werden, das den Weg zu einem langfristigen Frieden ebnen soll.
US-Vizepräsident JD Vance (42) erklärte zudem später, dass der Iran Kontrollen durch die Internationale Atomenergiebehörde wieder zulassen würde. Doch der iranische Aussenamtssprecher Ismail Baghaei betonte am Dienstag, dass solche Inspektionen derzeit nicht vorgesehen seien: «Wir hatten kein Treffen mit dem Generaldirektor der Internationalen Atomenergieorganisation, und wir planen auch nicht, dass die Organisation die beschädigten iranischen Nuklearanlagen inspiziert».
«Der Iran hat Atominspektionen voll und ganz zugestimmt»
Nun hat sich US-Präsident Donald Trump (80) mit einem neuen Statement auf seiner Plattform Truth Social gemeldet und widerspricht der Darstellung aus Teheran. Am Dienstagmittag schrieb Trump: «Der Iran hat voll und ganz zugestimmt, auch auf lange Sicht (unendlich!!!) Atominspektionen auf höchstem Niveau zuzulassen. Dies wird «nukleare Ehrlichkeit» gewährleisten. Hätten sie dem nicht zugestimmt, gäbe es keine weiteren Verhandlungen!»
Trump äusserte sich auch zur Lage in der Strasse von Hormus. Diese werde offen gehalten, jedoch gründlich durch die USA überwacht. «Auf der Grundlage dieser und anderer bedeutender Zugeständnisse seitens des Iran habe ich zugestimmt, die Strasse von Hormus OFFEN zu halten, ohne weitere Seeblockade. Alle Schiffe bleiben jedoch in Position, sollte es notwendig werden, die Blockade wieder einzuführen, was zum jetzigen Zeitpunkt jedoch höchst unwahrscheinlich erscheint.»
Eingefrorene iranische Gelder fliessen in US-Treuhandkonto
Auch zu den eingefrorenen iranischen Geldern äusserte sich der US-Präsident. Die Freigabe soll dabei klar in amerikanischer Hand liegen und auch der eigenen Wirtschaft zugutekommen. «Das Geld und/oder die Sanktionsgelder, die das US-Finanzministerium freigibt, fliessen in ein von den USA kontrolliertes Treuhandkonto und werden für den Kauf von Lebensmitteln und medizinischen Hilfsgütern verwendet, die ausschliesslich aus den Vereinigten Staaten stammen, darunter Mais, Weizen und Sojabohnen von unseren grossartigen amerikanischen Landwirten.»
Trump betonte dabei: «Dies sind Dinge, die der Iran dringend benötigt. Es handelt sich um eine humanitäre Krise, und ich halte es für notwendig, JETZT zu helfen, bevor es zu spät ist. Am Schluss zeigte er sich optimistisch: «Die Gespräche verlaufen gut!»