Hohe Busse und Billet weg
Schweizer (32) für tödlichen Crash in Neuseeland verurteilt

Ein Schweizer wurde in Neuseeland wegen eines tödlichen Verkehrsunfalls verurteilt. Er muss rund 6000 Franken Busse bezahlen und erhält ein Fahrverbot von 18 Monaten.
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Aufnahme aus dem Gerichtssaal: Gregor B. ging das Geschehene sichtlich nahe.
Foto: IAIN MCGREGOR / POOL

Darum gehts

  • Schweizer Gregor B. verurteilt nach tödlichem Unfall in Neuseeland November 2025
  • Entschuldigung bei Opferfamilie und Anerkennung persönlicher Schuld im Gerichtssaal
  • 6000 Franken Strafe, 18 Monate Fahrverbot, Wiedergutmachung zugesagt
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Mattia JutzelerRedaktor News

Der Schweizer Gregor B.* (32) ist nach einem tödlichen Unfall nahe der Ortschaft Sheffield in Neuseeland schuldig gesprochen worden. Am Freitag verurteilte ihn das Bezirksgericht Christchurch zu einer Geldstrafe von umgerechnet rund 6000 Franken. Ausserdem darf der 32-Jährige für 18 Monate nicht hinters Steuer.

Vor Gericht entschuldigte sich Gregor B. erneut bei der Familie der 68-jährigen Grossmutter Sally D.**, die im November bei dem tödlichen Unfall starb. «Es tut mir aus tiefster Seele und aus tiefstem Herzen sehr, sehr leid für den Fehler, den ich am 19. November begangen habe», sagte B. laut «The Press» mit zitternden Händen im Gerichtssaal. «Ich weiss nur eins: Ich kann niemandem ausser mir selbst die Schuld geben.»

«Schreckliche Tragödie»

B. zeigte sich ausserdem dankbar dafür, dass er persönlich bei der Familie von Sally D. um Vergebung bitten konnte. «Es bricht mir das Herz, zu wissen, dass ich so viel Leid verursacht habe.» Ausserdem bedankte er sich bei den Institutionen Neuseelands, die ihn «mit so viel Freundlichkeit» behandelt hätten.

Sally D. erlag nach dem Crash im November noch am Unfallort ihren schweren Verletzungen. Sie war frontal mit dem Auto von Gregor B. kollidiert. Zwei weitere Personen mussten mit mittelschweren Verletzungen ins Spital gebracht werden. 

Schon Anfang Dezember gab der Anwalt von Gregor B. vor dem Bezirksgericht Christchurch im Namen seines Mandanten ein Schuldgeständnis ab. «Dieser Fall ist eindeutig eine schreckliche Tragödie», sagte er.

Der Schweizer zeigte sich gegenüber dem Gericht bereit, Wiedergutmachung zu leisten, einschliesslich einer Entschädigungszahlung für den emotionalen Schaden an die Familie der Verstorbenen.

*Name geändert 

**Name bekannt 

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