HIV-Epidemie auf Fidschi
So steht es um die Infektionszahlen in der Schweiz

Fidschi kämpft mit einem dramatischen Anstieg der HIV-Infektionen und hat den nationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Besonders alarmierend ist die Situation bei Schwangeren. Blick erklärt dir, warum die Situation hierzulande eine ganz andere ist.
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Wegen steigender HIV-Infektionen wurde auf Fidschi der nationale Notstand ausgerufen.
Foto: AFP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Fidschi-Inseln rufen wegen rasant steigender HIV-Fälle den Notstand aus
  • Nur 39 Prozent der 9000 Infizierten kennen ihren HIV-Status
  • 2024: 1093 neue Fälle bis September, dreimal mehr als 2023
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Pauline BouillonRedaktorin News Desk

Die HIV-Zahlen auf den Fidschi-Inseln explodieren. Die Regierung hat den nationalen Notstand ausgerufen. Gesundheitsminister Ratu Atonio Lalabalavu spricht von einer Epidemie: Jeder 60. Bewohner sei infiziert.

In den vergangenen 15 Jahren hat sich die Zahl der HIV-Infektionen laut «UNAIDS» verzwölffacht. Rund 9000 Menschen sollen derzeit mit HIV leben. Besonders problematisch: Nur 39 Prozent wissen von ihrer Infektion, lediglich 22 Prozent erhalten die notwendige Behandlung.

Zahlen steigen seit zwei Jahren

Die Fallzahlen steigen seit zwei Jahren massiv an: Von Januar bis September 2024 wurden 1093 neue Infektionen registriert – dreimal so viele wie im Vorjahreszeitraum. Im Januar 2025 folgte schliesslich die offizielle Erklärung des Ausbruchs.

Die Regierung will nun mehr HIV-Tests anbieten und den Zugang zu Medikamenten verbessern. Auch Drogenabhängige sollen kostenlos saubere Spritzen und Therapien erhalten. Besonders alarmierend ist die Situation bei Schwangeren: Laut «Fiji Times» seien zwei von 100 Schwangeren HIV-positiv. 2025 wurden 59 Babys mit HIV geboren, von denen 18 vor ihrem ersten Geburtstag starben.

So ist die Lage weltweit betrachtet

Laut UNAIDS sind 2025 weltweit etwa 41 Millionen Menschen mit HIV infiziert. Allein vergangenes Jahr soll es rund 1,3 Millionen Neuinfektionen gegeben haben. 570'000 verstarben an einer Aids-Erkrankung. 

Das Drama: Antivirale Medikamente hätten diese Todesfälle verhindern können. Doch vielen Infizierten fehlt das Wissen über ihre Ansteckung oder der Zugang zu den rettenden Medikamenten.

Immerhin: Rund 75 Prozent der Betroffenen befinden sich aktuell in Behandlung. Erfolgreiche Behandlungen haben dafür gesorgt, dass die Rate der Neuinfektionen seit dem Höchstwert in den 90er-Jahren um 65 Prozent zurückging. 

Kein Anstieg bei HIV-Infektionen in der Schweiz

In der Schweiz gibt es momentan keinen Anstieg an Infektionen mit dem HI-Virus. Im Gegenteil: 2024 gingen die Infektionsfälle im Vergleich zum Vorjahr runter, wie der Jahresbericht des BAG zeigt. In den 90er-Jahren gab es laut Aids-Hilfe Schweiz noch durchschnittlich 1300 Neuinfektionen jährlich. 2024 lag der Wert bei 318. 

Erfreulich ist auch, dass nicht nur Behandlungen, sondern auch Prävention in der Schweiz genutzt werden. Auch die Präexpositionsprophylaxe (PrEP) hat dazu beigetragen, dass die Zahl der HIV-Infektionen gesunken ist. Bis Dezember 2024 haben sich mindestens 6968 Männer mit erhöhtem HIV-Risiko durch PrEP vor einer Infektion geschützt.

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