Bei diesen Symptomen musst du zum Arzt
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Von Zecke gebissen?Bei diesen Symptomen musst du zum Arzt

Gefahr auf der Sommerreise
Ferienreisende aufgepasst! In diesen Regionen wüten Zecken

In beliebten Ferienregionen in Italien verbreiten sich Zecken aktuell besonders rasant. Auch andere Länder kämpfen mit den fiesen Blutsaugern. Hier erfährst du, wo du besser gut aufpasst und wie du dich schützen kannst.
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Alarm im Ferienparadies! In beliebten Ferienregionen breiten sich Zecken aktuell besonders rasant aus.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Zeckenplage in beliebten Ferienregionen wie Norditalien und Kroatien.
  • 67 FSME-Fälle 2025 in Italien, 693 in Deutschland, bis zu 700 jährlich in Litauen.
  • Schweiz: 200–350 FSME-Fälle jährlich, Schutz durch Kleidung und Insektenschutz wichtig
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Sandra MarschnerRedaktorin News-Desk

Die Sonne strahlt, der Süden ruft – doch im Sommerparadies droht nun Gefahr. In einigen beliebten Ferienregionen breiten sich aktuell Zecken besonders rasant aus. So vermelden norditalienische Gebiete wie Trentino-Südtirol, Venetien und Friaul-Julisch Venetien derzeit deutlich mehr Zecken als üblich um diese Jahreszeit. 

Auch das Risiko, an der von Zecken übertragbaren Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) zu erkranken, ist in den letzten Jahren in diesen Regionen gestiegen, wie Zahlen des obersten italienischen Gesundheitsinstituts (ISS) zeigen. Nach jüngsten Daten sind im vergangenen Jahr 67 Fälle von FSME vermeldet worden. 2020 waren es noch 21 FSME-Fälle. In der an die Schweiz angrenzenden Region Piemont wurde in den letzten Jahren zudem ein Anstieg der Lyme-Borreliose-Fälle beobachtet. 

Neben Norditalien kämpfen weitere Ferienländer mit den fiesen Blutsaugern. Blick hat für dich die Übersicht, wo ein besonders hohes Zeckenrisiko droht. 

Kroatien

Auf der beliebten Ferieninsel Vir (nahe Zadar) wütet derzeit eine aggressive Zeckenart – die braune Hundezecke. Diese Art vermehrt sich rasant im hohen Gras und dichten Gebüsch nahe der Strände. Das fiese Tier überträgt das gefährliche Mittelmeer-Fleckfieber. Die bakterielle Infektion löst beim Menschen heftiges Fieber, extreme Kopf- und Gliederschmerzen aus. Allein in der Region Koprivnica wurden in diesem Jahr bereits mehrere schwere Fälle von Borreliose registriert – darunter bei einem dreijährigen Kind.

Österreich

Bei unseren östlichen Nachbarn findet sich ein wahres Paradies für Zecken – denn das ganze Land gilt als FSME-Risikogebiet. Besonders hoch ist das Risiko im Burgenland, in Kärnten, der Steiermark und Oberösterreich sowie in den Donauauen in Niederösterreich. 

Anfang Juni haben Forscher der Meduni Wien erstmals das Vorkommen des Alongshan-Virus in Österreich nachgewiesen. 2017 wurde das durch Zecken übertragene Virus erstmals in China entdeckt. Hinweise auf das Vorkommen des Virus gibt es inzwischen bereits in mehreren europäischen Ländern, darunter Deutschland, Finnland, Frankreich und die Schweiz.

Süd- und Mitteldeutschland

Auch in Deutschland gibt es aktuell 185 FSME-Risikogebiete, vor allem in den südlich gelegenen Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern. Doch auch in Südhessen, in Teilen Thüringens, Sachsens, im südöstlichen Brandenburg sowie im östlichen Sachsen-Anhalt finden sich Risikogebiete. Auch in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen finden sich einzelne Risikogebiete. Das Robert Koch-Institut (RKI) verzeichnete im vergangenen Jahr 693 FSME-Erkrankungen – ein neuer Höchstwert. 

Osteuropa und Baltikum

In Osteuropa sind die blutsaugenden Spinnentiere ebenfalls verbreitet. Besonders in waldreichen Regionen Polens, in der Slowakei und Tschechien ist das Risiko für Zecken hoch. In Tschechien werden jährlich im Schnitt zwischen 600 und 750 FSME-Fälle gemeldet. Damit gehört das Land europaweit zu den absoluten Hochrisikogebieten. Auch die baltischen Staaten gelten als Risikogebiete. In Litauen werden jährlich bis zu 700 FSME-Fälle gemeldet – die Inzidenz liegt mit 25 Fällen pro 100'000 Einwohner damit hoch. 

Skandinavien

Im Sommer kann es verlockend sein, sich für etwas gemässigtere Temperaturen nach Norden zu richten. Doch auch in Skandinavien steigen die FSME-Fallzahlen seit Jahren. Die Zecken breiten sich durch die immer milderen Winter stetig weiter aus. Besonders in Schweden sind die Spinnentiere stark verbreitet. Die Hauptrisikogebiete liegen an der Ostküste (besonders die Region um Stockholm und die Schären), an den grossen Seen (Mälaren, Hjälmaren, Vänern und Vättern) sowie auf den Inseln Gotland und Öland. Jährlich werden im Schnitt 400 bis 600 FSME-Fälle gemeldet. 

So schützt du dich vor Zecken

Nicht nur auf der Sommerreise droht Zeckengefahr. Auch auf der Liegewiese in der Badi oder beim Waldspaziergang vor der eigenen Haustür lauern die fiesen Blutsauger. Abgesehen vom Tessin gilt die Schweiz als FSME-Risikogebiet. Jährlich werden meist zwischen 200 und 350 Infektionen gemeldet. Umso wichtiger ist es daher, sich gut zu schützen. Das Universitätsspital Zürich empfiehlt: 

  • Bei Ausflügen nicht durch hohes Gras oder dichtes Gebüsch laufen.
  • Geschlossene Schuhe und lange, helle Kleidung tragen (darauf sieht man die Zecken schneller).
  • Vor jedem Trip in die Natur grosszügig Insektenschutzmittel nutzen.
  • Nach dem Ausflug den eigenen Körper und die Haustiere sofort gründlich absuchen. Besonders häufig finden sich Zecken in warm-feuchten oder dünnhäutigen Körperregionen wie Kniekehlen, der Innenseite der Oberschenkel, Leiste, Hals und Nacken sowie in den Achselhöhlen.
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