Darum gehts
- Zeckenplage auf der Insel Vir bedroht Urlauber und Tiere an Stränden
- Gefährliche Krankheiten wie Fleckfieber und Borreliose fordern Spitalaufenthalte
- 10 Prozent der Erkrankten riskieren neurologische Schäden und Hirnhautentzündung
Alarm im Ferien-Paradies! Tausende Schweizerinnen und Schweizer zieht es im Sommer nach Kroatien – doch jetzt droht Gefahr. Auf der beliebten Ferieninsel Vir (nahe Zadar) wütet eine aggressive Zeckenart.
Das Problem an der Küste ist die braune Hundezecke. Diese Art vermehrt sich rasant im hohen Gras und dichten Gebüsch nahe der Strände. Das fiese Tier bedroht nicht nur Vierbeiner: Es überträgt das gefährliche Mittelmeer-Fleckfieber. Die bakterielle Infektion löst beim Menschen heftiges Fieber, extreme Kopf- und Gliederschmerzen aus.
«Einige Kollegen erholen sich nur schwer»
Wer den Strand verlässt und ins waldige Landesinnere reist, entkommt den Blutsaugern nicht. Allein in der Region Koprivnica wurden in diesem Jahr bereits mehrere schwere Fälle von Borreliose registriert – darunter bei einem dreijährigen Kind.
Besonders hart trifft es die Einheimischen im Forst. Der kroatische Förster Stjepan Kuzmić warnt im TV-Sender HRT: «Einige Kollegen erholen sich nur schwer. So ein kleines Tier, aber so bösartig!»
Die Gefahr ist real: Den Opfern drohen dauerhafte Nervenschäden oder eine lebensgefährliche Hirnhautentzündung (Meningitis). Während die einheimischen Waldarbeiter fast alle gegen dieses FSME-Virus geimpft sind, reisen viele Touristen völlig schutzlos an.
So kannst du dich schützen
- Bei Ausflügen nicht durch hohes Gras oder dichtes Gebüsch laufen.
- Geschlossene Schuhe und lange, helle Kleidung tragen (darauf sieht man die Zecken schneller).
- Vor jedem Trip in die Natur grosszügig Insektenschutzmittel nutzen.
- Nach dem Ausflug den eigenen Körper und die Haustiere sofort gründlich nach Krabblern absuchen.