Darum gehts
- Restaurants in der Schweiz und Österreich verlangen kuriose Gebühren für einfache Dienstleistungen
- 10 Franken für Fensterplatz in Feusisberg, 4 Franken für Serviette in Bern
- Trattoria Rotes Haus in Brugg: 3 Franken für geteilte Pizza
Kuriose Gebühren in Gastrobetrieben sind längst keine Seltenheit mehr. Diese Woche berichtete ein Österreicher auf Instagram, dass er in einem Lokal in der Stadt Klagenfurt 30 Cent bezahlen musste, damit seine Pizza in Stücke geschnitten wurde.
Die Zeitung «Heute» recherchierte weiter und fand ein Lokal in Österreich, das fürs Schneiden sogar happige 1.90 Euro verlangt. Gleich viel muss bezahlen, wer einen zusätzlichen Teller verlangt. Immerhin ist die Gebühr transparent auf der Speisekarte ausgewiesen.
Das Restaurant rechtfertigte die Gebühr gegenüber der Zeitung damit, dass für die genannten Leistungen Mehrkosten für Service und Personal entstehen, die man den Kunden also lediglich weiterverrechnet. Ohnehin könnten die Besucher selber entscheiden, ob sie das Angebot in Anspruch nehmen wollen oder nicht.
Auch in der Schweiz fallen in einigen Restaurants Gebühren an, bei denen die meisten Gäste nur den Kopf schütteln dürften.
3 Franken fürs Teilen einer Pizza im Aargau
Wer sich eine Pizza teilt, muss in der Trattoria Rotes Haus in Brugg AG drei Franken extra zahlen. «Es geht um die Existenz des Lokals», verteidigt der Pizzaiolo die Gebühr. Zudem gebe es für Gäste mit weniger Hunger ohnehin eine kleinere Pizza, die auch drei Franken günstiger als die grosse sei.
Sicht auf den Zürichsee? Das macht 10 Franken
Das thailändische Restaurant Loy Fah in Feusisberg SZ ist dank seiner atemberaubenden Aussicht auf den Zürichsee ein beliebter Ort für Gäste, die etwas Spezielleres suchen. Dabei ist nicht nur das Essen etwas teurer – wer einen direkten Blick auf den Zürichsee möchte, dem werden für den Fensterplatz 10 Franken zusätzlich verrechnet.
4 Franken für dreckige Serviette in Bern
Das Restaurant Bonbec in der malerischen Berner Altstadt bietet verschiedene Curry-Gerichte an. Auch auf dem Menü: 4 Franken – nicht aber für ein indisches Gericht, sondern für Personen, die nach dem Essen die Leinenserviette in den dreckigen Teller legen.
Ein Dessertlöffel in Luzern für 10 Franken
Ein Gast wollte sich mit seiner Begleitung ein Schoggi-Mousse teilen. Er staunte nicht schlecht, als ihm das Restaurant Taube in Luzern dafür satte 10 Franken verrechnen wollte. Kurzerhand verzichtete er auf den wohl teuersten Dessertlöffel der Schweiz. Auf Blick-Anfrage erklärte das Restaurant, dass es sich um einen Fehler gehandelt habe.