Für schlappe 20 Millionen
In Irland kannst du ein ganzes Dorf kaufen

Das «Village at Lyons» in Irland, einst von Ryanair-Gründer Tony Ryan restauriert, steht für 20 Millionen Euro zum Verkauf. Das Luxusdorf bietet 47 Schlafzimmer, eine Wassermühle und eine Kirche – ein Traum für Investoren.
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In Irland steht das «Village at Lyons» für rund 20 Millionen Euro zum Verkauf.
Foto: sothebysrealty

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Irisches Luxusdorf «Village at Lyons» steht für 20 Mio. Euro zum Verkauf
  • Enthält 47 Schlafzimmer, eine Kirche und historische Wassermühle
  • 1990er-Restaurierung durch Ryanair-Gründer Tony Ryan, Eigentümerwechsel 2016
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Gina Grace ZurbrüggRedaktorin News

In Irland steht das «Village at Lyons» für rund 20 Millionen Euro zum Verkauf. Die Luxusanlage umfasst restaurierte Steinhäuser, einen Pub, eine Kirche, eine historische Wassermühle und schlappe 47 Schlafzimmer, wie es auf der Website des Auktionshauses Sotheby’s heisst. Beschrieben wird es als «lebendiges Stück irischen Kulturerbes». 

Das «Village at Lyons» liegt idyllisch an einem Kanal in sanfter Hügellandschaft und ist trotz seiner ruhigen Lage gut an Dublin angebunden. Der Spaziergang durch den Ort dauert zwar kaum eine Viertelstunde.

In den 1990er-Jahren liess Ryanair-Gründer Tony Ryan (†71) das Ensemble aufwendig restaurieren und zu neuem Glanz führen. Seit 2016 ist Finanzinvestor Barry O’Callaghan (57) Eigentümer und betreibt vor Ort das Luxushotel «Cliff at Lyons». Nun steht es erneut zum Verkauf. Es ist nicht das erste Mal, dass ein ganzes Dorf unter den Hammer kommt. 

Verlassenes Dorf durch Tourismus wiederbelebt

Das historische Dorf Póvoa Dão liegt in der Region Centro in Portugal im Tal des Flusses Dão und gilt bei der lokalen Bevölkerung als «Juwel» der Region. Der geschätzte Wert beträgt rund 1,7 Millionen Euro.

Auf etwa 100 Hektar finden sich Häuser im traditionellen Beira-Baixa-Stil, teils verfallen, sowie eine Kapelle, ein Restaurant, Gartenanlagen und ein Tennisplatz. Laut Auktionshaus Leilosoc bietet das Dorf zudem direkten Zugang zum Fluss Dão mit Flussstränden und Aussichtspunkten.

«Wir haben bereits etwas Fantastisches erreicht: Man spricht wieder über Póvoa Dão», sagt Rui Mendes, Präsident des Gemeinderats von Silgueiros, gegenüber «Euronews». Das Dorf wurde 1995 umfassend saniert und touristisch belebt, später nach einer Insolvenz erneut verkauft und wurde nun im Dezember 2025 wieder versteigert. Ziel der Gemeinde ist es, dass Póvoa Dão wieder dauerhaft belebt wird.

Dorf für den Preis einer Wohnung

Alwine in Brandenburg war früher ein Zuhause für Arbeiter im nahe gelegenen Braunkohletagebau. In der kleinen Siedlung lebten einst rund 15 Mieter. 2017 wurde das Dorf zwangsversteigert – für lediglich 140'000 Euro. Bei der Auktion gab ein anonymer Käufer telefonisch das einzige Gebot für die abgelegene Siedlung mitten im Wald ab. 

Der tiefe Preis hatte Gründe: In Alwine stehen sechs Häuser, viele davon mit Renovationsbedarf und kaum Zukunftsperspektiven in der Region. Zwar führt eine Buslinie am Dorf vorbei, eine Haltestelle gibt es jedoch nicht.

Auch heute leben noch etwa 15 Mieter dort, darunter Erika Kühne (79) und Paul Urbanek (71). Ihre Hoffnungen an den neuen Besitzer formulierten sie gegenüber dem «Spiegel» klar: «Dass er ein bisschen was macht; dass er das Dach neu deckt; dass er den Schimmel beseitigt oben, wo die Gauben sind; dass wir vernünftige Dachrinnen bekommen.»

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