Darum gehts
- Ein Brite (21) schenkt Freundin (29) Gaming-PC für knapp 2700 Franken, sie trennt sich am nächsten Tag
- Freunde enthüllten: Freundin plante Trennung seit Monaten, nutzte ihn aus
- In der Schweiz sind Geschenke unter Paaren meist nicht rechtlich rückforderbar
Für den neuen Computer die Beziehung ausgedehnt: Ein Liebesdrama aus Grossbritannien spaltet gerade die Meinungen auf Reddit. Der junge Brite (21) hinter dem Post sucht verzweifelt nach juristischem Rat. Nach drei Jahren Beziehung machte er seiner Freundin (29) ein teures Geburtstagsgeschenk. Und sie machte am darauffolgenden Tag einfach mit ihm Schluss. Darf er das Präsent zurückverlangen?
Bereits im Voraus soll sie ihm gesagt haben, welchen Computer sie sich von ihm wünschte. «Sie hat mich regelrecht darum angefleht», schreibt der Brite in einem Kommentar. Sogar die bevorzugte Marke soll sie angegeben haben. Für den Gaming-PC gab er umgerechnet knapp 2700 Franken aus – eine stolze Summe. Als sie sich dann von ihm trennte, fiel er aus allen Wolken.
Der Brite macht sich wenig Hoffnungen
Weil die Trennung so überraschend kam, forschte der junge Mann genauer nach. Über gemeinsame Freunde musste er dann schmerzlich feststellen, dass sie die Aktion bereits seit Monaten geplant hatte. Demnach hatte sie nur noch auf das Geburtstagsgeschenk gewartet, um ihn dann abzusägen. Autsch! Er sei noch nie in seinem Leben so ausgenutzt worden, so der 21-Jährige.
Er macht sich keine grossen Hoffnungen, den Computer je zurückzukriegen. Er nennt die Erfahrung eine «teure Lektion». In den Kommentaren meinten jedoch einige, die Frau habe ihn bewusst getäuscht, indem sie weiterhin die liebende Freundin spielte. Das sei eine Form des Betrugs und in Grossbritannien juristisch anfechtbar.
Geschenkt ist geschenkt
Geschenke, die während Beziehungen oder gar Ehen gemacht wurden, führen häufiger zu komplizierten Fällen vor Gericht. In der Schweiz können sogenannte Gelegenheitsgeschenke unter Paaren im Normalfall nicht zurückverlangt werden.
Nur in Ausnahmefällen, zum Beispiel, wenn der Beschenkte eine schwere Straftat gegenüber dem Schenker begangen hat, kann ein Gericht anders entscheiden. Zudem gilt eine Spezialregel für Verlobungsgeschenke, etwa Verlobungsringe. Diese kann man bei einer geplatzten Hochzeit zurückverlangen.
Frank T. hatte keine Chance
Wie schwierig es ist, ein verschenktes Objekt nach einer gescheiterten Ehe zurückzubekommen, musste auch der Thurgauer Frank T.* erfahren. Im Jahr 2022 berichtete Blick über seinen Fall. Im Sommer 2015 hatte er sich gemeinsam mit seiner damaligen Frau einen Oldtimer für 7500 Franken gekauft. In den darauffolgenden Jahren hatte das Paar ganze 30'000 Franken in die Restaurierung gesteckt.
Weil seine Frau ihn betrogen hatte, verliess er sie im Jahr 2018. Nach der Trennung verkaufte sie das Auto ohne sein Wissen. Letztendlich kam es zu einem Prozess vor dem Bezirksgericht, in dem die Noch-Ehefrau von Frank T. angab, er habe ihr das Auto zuvor geschenkt. Da die Eheleute keine schriftliche Vereinbarung über das Auto getroffen hatten, endete der Prozess mit einem Freispruch für die Frau. Obendrauf erhielt sie noch eine Entschädigung.
* Name geändert