«Die macht mich fertig, diese Frau»
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Vermieterin Helen Widmer:«Die macht mich fertig, diese Frau»

«Es ist wieder typisch Kuscheljustiz»
Miet-Drama in Stallikon ZH macht Leser hässig

Die Deutsche Ursula P. lebt, ohne Miete zu zahlen, seit geraumer Zeit in der Wohnung eines Rentner-Ehepaars. Die Geschichte sorgte für jede Menge Kommentare. Unsere Community sieht vor allem ein Problem – und will Gesetzesreformen.
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In dieser Wohnung lebt Ursula P. derzeit.
Foto: zVg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Ursula P. schuldet einem Ehepaar aus Stallikon ZH 32'000 Franken Mietzahlungen
  • Seit Juni 2025 zahlt sie nichts mehr, trotz rechtsgültiger Kündigung
  • Fall sorgt für Debatte: 2 Jahre Streit, Wohnung bleibt unzugänglich
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Natalie ZumkellerRedaktorin News

32'000 Franken! So viel schuldet Ursula P.* (61) ihren Vermietern, dem pensionierten Ehepaar Widmer aus Stallikon ZH. Seit über zwei Jahren lebt die Deutsche in der 3,5-Zimmer Maisonette-Wohnung der Widmers. Von Beginn an zahlte P. die Miete nur unregelmässig – ab Juni 2025 dann plötzlich gar nicht mehr.

Für Peter (81) und Helen Widmer (82) beginnt ein nervenzehrender Rechtsstreit. Trotz rechtsgültig gekündigter Wohnung bleibt P. – und lebt nun gratis dort. Die beiden Eigentümer dürfen die Wohnung nicht einmal besichtigen. Ein Verfahren zur Räumung ist vor dem Obergericht hängig. P. bezieht mittlerweile Sozialhilfe, ob die offenen Mietrechnungen beglichen werden können, ist fraglich.

Der Fall sorgt in der Blick-Community für Diskussionen – vor allem der Mieterschutz sei zu hoch, kritisiert man in den Kommentaren.

«Schwieriger Spagat» des Schweizer Mietrechts

«Mieterschutz ist gut und Recht. Wer aber drei Monate die Miete nicht zahlt, sollte sofort ausziehen müssen, ohne dagegen Einspruch erheben zu können», heisst es etwa von Hermann Oberholzer. Auch Nicole Lighty stimmt ihm zu. Mieterschutz sei wichtig und richtig, nicht aber «wenn der Mieter sich nicht an den Vertrag hält. In solchen Fällen sollte schneller gehandelt werden, bevor der Schaden noch grösser ist.»

Für Marcel Tobler ist der Fall klar. Es sei wieder «typisch Kuscheljustiz», schreibt er in den Kommentaren. Felix Egli betont, das Schweizer Mietrecht probiere einen «schwierigen Spagat» zu machen: «Den Schutz des existenziellen Gutes ‹Wohnen› für den Mieter auf der einen Seite und den Schutz des Eigentumsrechts des Vermieters auf der anderen Seite.» Nichtsdestotrotz sei es Zeit, das Mietrecht zugunsten der Vermieter zu überholen.

Isabelle Raemy weiss, wie sich die Widmers fühlen müssen. «Ich fühle mit!», schreibt sie. Sie habe einen ähnlichen Fall erlebt. «Uns ist es genauso ergangen! Zuletzt noch Schaden, alles zugemüllt. Die Mieterin bei uns war weg und wir durften die Wohnung während Monaten nicht räumen. Alles gammelte vor sich hin, Kühlschrank voller Lebensmittel, Pfannen mit Inhalt!»

«Pauschalisierungen sind fehl am Platz»

Silvia Bernet versteht den Frust. «Ich verstehe die Kommentare und das es für diese Vermieter eine extreme Situation ist. Leider ist dies kein Einzelfall, da müsste man an die Gesetze ran, die sowas ermöglichen.» Für sie ist klar: «Es passiert überall und es sind nicht immer Deutsche. Es gibt überall schwarze Schafe.»

Auch Heinz Seyfried warnt vor Verallgemeinerungen. Es sei ein «Extrembeispiel», wie er schreibt. «Pauschalisierungen sind fehl am Platz, auch eine Hetze gegen andere Nationalitäten oder die EU macht den Fall des Ehepaars nicht besser. Hoffen wir, dass sich doch noch eine konstruktive Lösung ergeben wird.»

* Name geändert 

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