Darum gehts
- Marine One landete am Dienstag ohne Stopp des Flugverkehrs in Washington
- FAA untersucht möglichen Verstoss gegen Sicherheitsabstände
- Nach einer Kollision 2025 mit 67 Toten gelten strengere Vorschriften
Alles, was der US-Präsident macht, ist genauestens abgesichert. So auch, wenn Donald Trump (80) mit dem Helikopter Marine One vom Weissen Haus aus startet oder landet.
Dann nämlich muss der Flugverkehr am nahe beim Weissen Haus gelegenen Ronald Reagan Washington National Airport gestoppt werden.
Verstoss gegen Vorschriften
Genau das wurde am Dienstag jedoch nicht in die Wege geleitet, schreibt das «Wall Street Journal». Dass der Flugverkehr weiterlief, verstösst gegen die Sicherheitsrichtlinien.
Die US-Luftfahrtbehörde FAA untersucht nun den Fall. Im Zentrum steht die mögliche Missachtung der Standardstaffelung, die sichere Abstände zwischen Fluggeräten vorschreibt: mindestens 2,4 Kilometer horizontal und 152 Meter vertikal.
FAA-Sprecherin äussert sich
Laut einer FAA-Sprecherin habe es jedoch keinen gefährlich nahen Kontakt zwischen Marine One und einem startenden Verkehrsflugzeug gegeben. Eine Kollision sei ausgeschlossen gewesen. «Die Flüge der Marine One werden von einigen der besten Piloten der Welt durchgeführt, und der Präsident befand sich zu keinem Zeitpunkt in Gefahr», beruhigte Kush Desai, Sprecher des Weissen Hauses.
Der Vorfall erhält besondere Brisanz, da es am 29. Januar 2025 zu einer tragischen Kollision zwischen einem Black Hawk-Helikopter der US-Armee und einem Regionaljet von American Airlines am selben Flughafen kam. 67 Menschen verloren damals ihr Leben.
Seitdem hat die FAA die Vermischung von Flugzeug- und Helikopterverkehr in der Region stark eingeschränkt, so «The Wall Street Journal».