Ex-Trump-Verbündete Greene schiesst gegen US-Präsidenten
«MAGA war eine einzige Lüge!»

Die Republikanerin Marjorie Taylor Greene stand lange fest an der Seite von Donald Trump. Jetzt schiesst sie regelmässig gegen den US-Präsidenten. Die neuste Attacke hat es in sich.
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Die Ex-Kongressabgeordnete Marjorie Taylor Greene schiesst immer wieder gegen die Trump-Regierung.
Foto: IMAGO/Newscom World

Darum gehts

  • Marjorie Taylor Greene kritisiert Trumps MAGA-Bewegung öffentlich und nennt sie schädlich
  • Trump soll Spenden für einen neuen Weissen-Haus-Ballsaal gesammelt haben
  • Greene: MAGA dient nur Reichen, nicht gewöhnlichen Bürgern oder der Allgemeinheit
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Einst standen sie Seite an Seite auf der Wahlkampf-Bühne. Jetzt rechnet Marjorie Taylor Greene (51) öffentlich mit Donald Trump (79) der MAGA-Bewegung (Make America Great Again) ab.

Greene stammt aus dem US-Bundesstaat Georgia und sass bis vergangenes Jahr im US-Kongress. Nach einem Streit mit dem US-Präsidenten zog sie sich aus der Politik zurück. Nun äussert sie regelmässig ihre Meinung zu den Entscheiden der US-Regierung. 

Politik nütze nur den Reichen

«Ich denke, die Menschen erkennen, dass alles eine Lüge war. Eine grosse Lüge für die Leute», sagte sie in einem Radio-Interview mit der Moderatorin Kim Iversen (45). Die Bewegung Trumps würde nicht den Leuten dienen, sondern den Interessen der Trump-Familie und den Menschen mit genügend Geld.

Besonders kritisiert die 51-Jährige, dass Trump auch Leute begnadige und Menschen, die ihm gleichgesinnt sind, damit belohne. Seit dem Beginn seiner zweiten Amtszeit habe Trump zudem wohlhabende Geldgeber zu privaten Spenden aufgerufen. Diese Mittel seien unter anderem für den Bau von Trumps neuem Ballsaal im Weissen Haus.

«Löffelweise mit Propaganda gefüttert»

Zudem gibts Kritik für Trumps Aussenpolitik. «Es sind fremde Länder, die hier das Sagen haben, und die grossen Konzerne, die entscheiden, was am besten für die Welt ist – das ist, was MAGA bedeutet.»

Ursprünglich war Greene ausserhalb der Politik als Geschäftsfrau und Betreiberin eines Fitnessstudios tätig. Politisch engagierte sie sich intensiver im Zuge der Präsidentschaftskampagne von Donald Trump 2016 und gewann 2020 einen Sitz im Kongress. 

In dem Radio-Interview kritisierte Greene auch die Berichterstattung von Fox News, der als Trumps Lieblingssender gilt. «Die fressen diesen ganzen Mist den ganzen Tag, sie werden löffelweise mit Propaganda gefüttert», betont sie.

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