Trumps Mega-Baustelle vor dem Weissen Haus
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Aufnahmen vom Januar 2026:Trumps Mega-Baustelle vor dem Weissen Haus

«Es wird prächtig»
Jetzt explodieren die Kosten für Trumps Protz-Ballsaal

Beim neuen Ballsaal von Donald Trump drohen die Kosten zu eskalieren. Und nun müssen wohl auch noch US-Steuerzahler bis zu eine Milliarde Dollar zahlen.
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Donald Trump will der Welt etwas hinterlassen.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Donald Trump plant prunkvollen Ballsaal im Weissen Haus für Veranstaltungen.
  • Projektkosten stiegen von 200 auf knapp 400 Millionen Dollar.
  • Steuerzahler könnten bis zu 1 Milliarde Dollar für Sicherheit zahlen.

Über den neuen Prunkbau im Ostflügel des Weissen Hauses wird seit Monaten diskutiert und hitzig gestritten. US-Präsident Donald Trump (79) will sich mit dem neuen Ballsaal des Weissen Hauses ein Monument für seine Präsidentschaft setzen. Ausserdem soll der Ballsaal als Veranstaltungsstätte für allerlei Events genutzt werden.

Dass ein solches Unterfangen nicht günstig ausfällt, war von vornherein klar. Frühe Schätzungen lagen etwa bei 200 Millionen Dollar. Jüngste Schätzungen gehen jedoch von 400 Millionen Dollar aus. Trump rechtfertigt dies auf Truth Social mit der Grösse des Saals. Dieser werde nämlich «etwa doppelt so gross» und von «weitaus höherer Qualität» sein, als ursprünglich vorgeschlagen. 

«Prächtig und sicher»

Der Platz hätte für die geplanten Veranstaltungen und Sitzungen gar nicht ausgereicht, schreibt er. «Der ursprüngliche Preis betrug 200 Millionen Dollar, das doppelt so grosse, in höchster Qualität fertiggestellte Projekt wird etwas weniger als 400 Millionen Dollar kosten. Es wird prächtig, sicher und geschützt sein», schreibt Trump. Diese Preissteigerung sei bereits länger bekannt gewesen, nur habe niemand darüber berichtet, schreibt Trump in seinem Post.

Von wegen privat finanziert

Trump kündigte ursprünglich an, dass der Ballsaal privat finanziert werden sollte. Nun soll das Projekt Steuerzahlerinnen und Steuerzahler trotzdem bis zu eine Milliarde Dollar kosten. Nach dem mutmasslichen Attentatsversuch auf Donald Trump am Korrespondenten-Dinner des Weissen Hauses fordern republikanische Senatoren, dass rund eine Milliarde an Steuergeldern für «Sicherheitsmassnahmen» in das Projekt Ballsaal investiert werden sollen, schreibt Sky News.

Der demokratische Senator Richard Blumenthal sagte gegenüber NBC: «Das war ein Lockvogelangebot: Zuerst wurde versprochen, dass es privat finanziert würde, und jetzt sollen offenbar die Steuerzahler dafür aufkommen.» Auch Parteikollege Chris Coons ist nicht glücklich über die Wendung, die das Projekt zu nehmen scheint. «Dies ist ein weiteres tragisches Beispiel dafür, wie Präsident Trump das eine verspricht und das andere tut.»

Klare Kante bei den Republikanern

Der republikanische Senator Kevin Cramer hingegen verteidigt das Projekt und rechtfertigt die Mehrausgaben. «Solange Liberale darauf bestehen, Präsidenten zu erschiessen, wird es wohl viele Ressourcen kosten, Präsidenten zu schützen», sagte er.

Wie genau diese Milliarde für die Sicherheit des Ballsals verwendet werden soll, ist den Berichten zufolge noch unklar. Klar ist nur, das Ganze wird um einiges teurer und für die Menschen in den USA keineswegs das «grosse Gratisgeschenk» sein, wie es Trump anfänglich versprochen hatte.

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