Erster Fall seit Jahrzehnten
Fleischfressender Horror-Wurm schockt die USA

Der Albtraum aller Bauern ist zurück: In Texas wurde ein Kalb von den Larven des Neuwelt-Schraubenwurms befallen. Der Parasit frisst seine Wirte bei lebendigem Leib auf. Und auch für uns Menschen ist er eine Gefahr.
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Sieht übel aus: die fleischfressende Made der Neuwelt-Schraubenwurmfliege.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Erstmals seit Jahrzehnten befällt ein Killer-Wurm ein Nutztier in Südtexas
  • Ein erneuter Grossausbruch könnte über drei Milliarden Dollar kosten
  • USA bekämpfen Schädling mit sterilen Fliegen und Quarantäne-Massnahmen
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Johannes HilligRedaktor News

Es ist ein Schock für die US-Nahrungsmittelproduktion. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten haben Labore den Wurm-Befall bei einem Nutztier in den USA bestätigt. Betroffen ist ein drei Wochen altes Kalb aus Südtexas, wie CNN berichtet.

Für Menschen besteht laut dem US-Landwirtschaftsministerium aktuell keine direkte Gefahr. Vorerst! Denn erst vergangenes Jahr hat sich eine fleischfressende Made der Neuwelt-Schraubenwurmfliege in einem Menschen eingenistet. Der Patient hatte sich zuvor in El Salvador aufgehalten. 

Auch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) sieht keinen Grund zur Sorge. «Die Fliegen beziehungsweise ihre Larven stellen keine Gefahr für die Schweiz dar», sagt BAG-Sprecher Simon Ming zu Blick. Die Fliege komme nur auf dem amerikanischen Kontinent vor, darum bestehe keine Gefahr für uns.

Er frisst seine Opfer von innen auf

Für die Wirtschaft in den USA ist der aktuelle Fund aber eine Katastrophe: Eine Ausbreitung der Plage könnte Milliarden kosten und die Rindfleischpreise – die ohnehin schon auf einem Rekordniveau liegen – komplett explodieren lassen.

Die Methode des Schädlings ist grausam: Die weiblichen Fliegen legen ihre Eier in frische, offene Wunden von Warmblütern. Die schlüpfenden Larven fressen sich dann durch das lebendige Fleisch des Tieres. Wird der Befall nicht gestoppt, führt das zu schweren Infektionen und schliesslich zum qualvollen Tod des Wirtes. Auch Haustiere und Wildtiere sind gefährdet.

Eigentlich galt der Killer-Wurm in den USA nach einem jahrzehntelangen Kampf als ausgerottet. Die natürliche Barriere in Zentralamerika ist vor einigen Jahren jedoch zusammengebrochen – unter anderem wegen der wachsenden Migration infizierter Tiere. Die schlimmste historische Welle erlebten die USA im Jahr 1972 mit rund 90'000 Fällen. Ein erneuter Grossausbruch könnte die Region heute über drei Milliarden Dollar kosten.

Biologischer Krieg mit sterilen Fliegen

Die Behörden reagierten sofort mit drastischen Massnahmen. Um den Infektionsherd im Süden von Texas wurde eine 20 Kilometer grosse Sperrzone errichtet. Zudem gilt eine strikte Quarantäne.

Gleichzeitig starten die USA einen biologischen Gegenangriff: Millionen von im Labor gezüchteten, sterilen Fliegen werden über dem Gebiet freigesetzt. Wenn sich die wilden Weibchen mit den unfruchtbaren Männchen paaren, stirbt die Population aus. Eine gigantische neue Zuchtanlage für 750 Millionen Dollar ist bereits im Bau.

Agrar-Ministerin Brooke Rollins (54) gibt sich kämpferisch: «Wenn wir alle zusammenarbeiten und die Vorschriften einhalten, werden wir verhindern, dass sich der Schädling bei uns wieder einnistet.»

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