Video zeigt angeblich Drohne bei Putin-Residenz
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Beweise für Angriff?Video zeigt angeblich Drohne bei Putin-Residenz

«Erhebliche menschliche Opfer»
Ukraine warnt vor russischem False-Flag-Anschlag

Der ukrainische Auslandsnachrichtendienst warnt vor einem russischen False-Flag-Anschlag am 6. oder 7. Januar – dies, nachdem der Kreml Kiew beschuldigt hat, Putins Privatresidenz attackiert zu haben.
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Der russische Geheimdienst um Chef Igor Kostjukow (links) soll eine neue Operation planen.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • Ukraine warnt vor russischen Provokationen während orthodoxer Weihnachten am 7. Januar
  • Russland will Ukraine für mögliche Angriffe auf symbolische Orte verantwortlich machen
  • Am 30. Dezember meldete Kreml Drohnenangriff auf Putins Residenz in Nowgorod
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Natalie ZumkellerRedaktorin News

Kommt es nun zur nächsten Eskalation im Ukraine-Krieg? Dies lässt ein Post des ukrainischen Auslandsnachrichtendienstes auf Telegram befürchten: «Der Aussenaufklärungsdienst der Ukraine warnt vor einer Fortsetzung der Sonderoperation des Kremls», heisst es in dem Beitrag.

Gewarnt wird vor einer Provokation an den Tagen der orthodoxen Weihnachtsfeierlichkeiten um den 7. Januar. «Mit hoher Wahrscheinlichkeit prognostizieren wir einen Übergang von manipulativen Einflüssen zu bewaffneten Provokationen der russischen Geheimdienste mit erheblichen menschlichen Opfern.» Das Ziel sei laut Ukrainern, die von den USA vermittelnden Friedensgespräche zu sabotieren.

Reaktion auf angeblichen Putin-Residenz-Angriff

Als Ort der Provokation könne ein Kultbauwerk oder ein anderes Objekt mit hoher symbolischer Bedeutung – sowohl in Russland als auch in den vorübergehend besetzten Gebieten der Ukraine – zum Ziel werden.

Die Operation sei extrem komplex – und würde als nächster Akt nach dem angeblichen ukrainischen Angriff auf Wladimir Putins (73) Residenz verstanden werden. Am Montag meldete der Kreml einen vereitelten Drohnenangriff auf eines der Anwesen des russischen Präsidenten in der Region Nowgorod. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski (47) nannte die Anschuldigung eine «typisch russische Lüge».

Putins Chefberater Juri Uschakow (78) hat noch am Montagabend erklärt, der angebliche Angriff verändere die russische Verhandlungsposition in den Gesprächen um einen Friedensdeal entscheidend. Auch drohte man mit Konsequenzen.

Trümmer von westlichen Kampfdrohnen als Beweise platziert?

Für den Angriff gibt es keine offiziell bestätigten Beweise – Russland veröffentlichte zwar ein Beweisvideo und übergab den USA Navigationsdaten einer angeblich abgeschossenen ukrainischen Drohne, US-Präsident Trump distanzierte sich jedoch von den russischen Anschuldigungen.

In einem von Moskau veröffentlichten Video ist der russische Geheimdienstchef Igor Kostjukow (64) zu sehen, wie er einem Vertreter des US-Militärattachés in Moskau eine Mappe mit Datenausdrucken und ein Bauteil der Drohne übergibt. Kritiker sehen darin eine propagandistische Geste.

Wie bereits bei dem vermeintlichen Angriff auf Putins Residenz solle auch diese Operation Kiew in die Schuhe geschoben werden, wie der ukrainische Nachrichtendienst weiter schreibt.

«Um Beweise für eine Beteiligung der Ukraine zu fälschen, ist geplant, Trümmer von westlichen Kampfdrohnen zu verwenden, die von der Frontlinie zum Ort der Provokation gebracht werden sollen.»

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