Kehrtwende des US-Präsidenten zum angeblichen Drohnenangriff – «Russland steht Frieden im Weg»
Trump distanziert sich von Putin

Kehrtwende im Weissen Haus: US-Präsident Donald Trump distanziert sich überraschend von Wladimir Putin. Trump stellt die Kreml-Version eines angeblichen ukrainischen Drohnenangriffs offen infrage. Erstmals schlägt er öffentlich deutlichere Töne gegen Moskau an.
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Überraschende Kehrtwende von US-Präsident Donald Trump. Er suggeriert erstmals, dass Russland dem Frieden in der Ukraine im Weg steht.
Foto: Keystone

Darum gehts

  • Trump distanziert sich von Putin nach angeblichem Drohnenangriff auf Russland
  • US-Präsident verbreitet Artikel, der Russland als Hindernis für Frieden kritisiert
  • Russland präsentierte unverifizierbares Video mit angeblichen Drohnenresten im Wald
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Daniel KestenholzRedaktor Nachtdienst

Bislang stand US-Präsident Donald Trump (79) beim angeblichen Drohnenangriff der Ukraine auf die Waldai-Residenz des russischen Präsidenten Wladimir Putin (73) eher auf der Seite des Moskauer Defacto-Diktators. Jetzt schlägt Trump deutliche Töne gegen den Kreml an.

Trump distanziert sich plötzlich von Putin und widerspricht damit auch der Kreml-Version, wonach Kiew den russischen Präsidenten auszuschalten versucht habe.

Auf Truth Social postete Trump am späten Mittwoch einen Leitartikel der «New York Post» mit dem Titel: «Putins ‹Angriffs›-Rhetorik zeigt, dass Russland dasjenige ist, das dem Frieden im Wege steht.» Trump wiederholt den Titel und verlinkt kommentarlos zum Leitartikel – ein mächtiges Signal des US-Präsidenten, der die Ukraine zunächst zum angeblichen Angriff kritisierte.

Trump-Kehrtwende

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski (47) hatte sofort von einer Kreml-Lüge gesprochen und einem Vorwand für Putin, den Krieg noch zu verschärfen. Bei einem Auftritt in Mar-a-Lago dagegen sagte Trump, Putin habe ihn persönlich informiert, er sei «angegriffen worden». Trump: «Ich war sehr wütend darüber.» Jetzt sei «nicht der richtige Zeitpunkt», Putins «Haus anzugreifen».

Nun folgt die Wende: Mit dem «New York Post»-Artikel bricht Trump klar mit früheren Aussagen, in denen Trump Putin noch Friedensbereitschaft attestierte. Seine jüngste Aussage ist so deutlich wie nie – und richtet sich nun direkt gegen den Kreml. Dieser hatte dann doch noch ein Video veröffentlicht, das den angeblichen Angriff in der Nacht auf Montag mit 91 Drohnen beweisen soll. Das «Beweisvideo» zeigt Drohnenreste in einem verschneiten Waldgebiet. Es ist jedoch völlig unklar, wann und wo es aufgenommen wurde. Kiew tut das Material als Propaganda zur Störung von Friedensgesprächen ab.

Drohnen während Putins Neujahrsrede

Nicht distanzieren tat sich Kiew von Drohnenangriffen am 31. Dezember auf Moskau – just zum Zeitpunkt, als Putin gerade seine traditionelle Neujahrsansprache begann.

Moskaus Bürgermeister Sergei Sobjanin (67) meldete, zwei ukrainische Langstreckendrohnen seien beim Anflug auf Moskau von der russischen Luftabwehr abgeschossen worden. Es habe weder Opfer noch Schäden gegeben.

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