Darum gehts
- Russland verhindert angeblichen ukrainischen Angriff auf Putins Residenz, meldet Tass
- Kreml will Verhandlungsposition wegen «Terrorpolitik» Kiews überdenken
- 91 Drohnen wurden laut Sergei Lawrow bei Angriff zerstört
Wie die russische Nachrichtenagentur Tass berichtet, soll ein ukrainischer Angriff auf die Staatsresidenz des russischen Präsidenten Wladimir Putin (73) verhindert worden sein. Laut dem russischen Aussenminister Sergei Lawrow (75) wurden dabei 91 Drohnen zerstört. Verletzt wurde dabei niemand, auch liegen keine Kenntnisse über Verletzte vor.
«In der Nacht zum 29. Dezember 2025 verübte das Kiewer Regime einen Terroranschlag mit 91 Langstrecken-Kampfdrohnen auf die russische Präsidentenresidenz in der Region Nowgorod», so Lawrow. «Alle Drohnen wurden von den Luftverteidigungssystemen der russischen Streitkräfte zerstört.» Die angeblich anvisierte Residenz soll Putins Liebesnest sein – auf dem Luxusanwesen soll er mit Alina Kabajewa (39) und den gemeinsamen Kindern leben.
Selenski spricht von «typischer russischer Lügen»
Zeitgleich verkündet der Kreml, man werde seine Verhandlungsposition aufgrund des «Kurswechsels Kiews hin zu einer Terrorpolitik» überdenken. Eine Reaktion auf die «unüberlegten» Handlungen wurde angekündigt, die Ziele für die Vergeltungsschläge in der Ukraine seien laut Lawrow bereits festgelegt. Aus den Verhandlungen, die momentan mit den Vereinigten Staaten laufen, will man sich aber nicht zurückziehen, wie Lawrow betonte.
Erst am Sonntag telefonierte Putin noch über eine Stunde mit US-Präsident Trump. Am Montag kam es dann zu einem zweiten Telefonat zwischen den beiden Staatschefs. Wie Trumps Sprecherin Karoline Leavitt am Abend auf X bekannt gab, soll dies «positiv» verlaufen sein. «Präsident Trump hat ein positives Telefonat mit Präsident Putin über die Ukraine geführt», heisst es in der kurzen Mitteilung.
Die Reaktion aus Kiew folgt sofort. Wie der ukrainische Präsident Selenski auf X schreibt, sei die Geschichte eine «typische russische Lüge» und frei erfunden. «Russland macht es wieder einmal und untergräbt mit gefährlichen Äusserungen alle Erfolge unserer gemeinsamen diplomatischen Bemühungen mit dem Team von Präsident Trump», so Selenski.
«Diese angebliche Geschichte über einen ‹Angriff auf eine Residenz› ist eine reine Erfindung, um weitere Angriffe auf die Ukraine, einschliesslich Kiew, sowie die Weigerung Russlands, die notwendigen Schritte zur Beendigung des Krieges zu unternehmen, zu rechtfertigen. Typische russische Lügen.» Zudem hätte Russland bereits in der Vergangenheit Kiew ins Visier genommen, darunter auch das Gebäude des Ministerkabinetts.