Darum gehts
- Ein Doppelbeben in Venezuela forderte am Mittwoch mindestens 235 Todesopfer, darunter Andrea Bello
- Hector Bellos Frau opferte ihr Leben, um Tochter Alana zu retten
- Über 4300 Verletzte wurden behandelt, stärkste Beben seit über 100 Jahren
Ein tragisches Doppelbeben hat am Mittwoch Venezuela erschüttert und mindestens 235 Menschen das Leben gekostet. Besonders herzzerreissend ist das Schicksal von Hector Bello (28), einem derzeit vereinslosen venezolanischen Fussballer, der seine Frau Andrea in den Trümmern ihres Hauses in La Guaira verlor.
Ihre gemeinsame Tochter Alana, erst acht Monate alt, konnte von Rettungskräften lebend geborgen werden. La Guaira zählt zu den am schwersten betroffenen Regionen im Land.
«Dein eigenes Leben für unsere Tochter geopfert»
Hector Bello teilte seine Trauer auf Instagram: «Ich halte das nicht aus, meine Liebe, wirklich, ich halte es nicht aus.» Er versprach, dass Alana niemals vergessen werde, wie wunderbar ihre Mutter war: «Ich werde ihr erzählen, wie du sie gerettet hast, meine Liebe, wie du dein eigenes Leben für unsere Tochter geopfert hast – dass du eine mutige Frau warst, die sie selbst in ihren letzten Atemzügen nie im Stich gelassen hat.» Er betonte: «Du wirst immer unsere Lieblingsheldin bleiben, Mami.»
In seinem Post erinnerte er sich an gemeinsame Momente mit seiner Frau zurück: «Erinnerst du dich, dass ich dir immer gesagt habe, dass du mein ganzes Leben lang meine Frau sein würdest? Du hast ganz verliebt gelacht und deine Wangen sind rot geworden, Mami.»
Schwerstes Erdbeben seit über 100 Jahren
Die Familie lebte bis zu der Katastrophe in einem einfachen Haus, das den beiden aufeinanderfolgenden Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 nicht standhielt. Auch der argentinische Spieler Lucas Trejo meldete seine Familie nach den Beben als vermisst.
Laut der venezolanischen Regierung wurden bisher mehr als 4300 Verletzte in Krankenhäusern behandelt. Rettungsteams suchen weiterhin fieberhaft nach Überlebenden. Bei dem Doppelbeben handelt es sich um die schwersten Erdbeben in Venezuela seit über 100 Jahren.