Darum gehts
- Drei Hurrikane über dem Pazifik: Lowell, Karina, Marie seit Mittwoch aktiv.
- Starker El Niño begünstigt seltenes Auftreten mehrerer Tropenstürme gleichzeitig.
- Hurrikan Lowell könnte laut Meteorologen am Wochenende Hawaii bedrohen.
Ein starker El Niño, warmes Meerwasser und als Ergebnis gleich drei Hurrikane über dem Pazifik: Die Hurrikane Lowell, Karina und Marie ziehen gerade über den Pazifik. Marie verstärkte sich gestern am späten Abend von einem Tropensturm zu einem Hurrikan und machte so das Trio der Hurrikane komplett. Ein solches Ereignis ist äusserst ungewöhnlich, der starke El Niño begünstigt das Zusammenkommen der Tropenstürme. Das musst du zu den Wirbelsturm-Drillingen wissen.
Was ist ein Hurrikan?
Ein Hurrikan entsteht aus einem tropischen Wirbelsturm auf offenem Meer. Kommen dazu noch die richtige Wassertemperatur und Windrichtung, so kann der Wirbelsturm Windgeschwindigkeiten von über 118 Kilometern pro Stunde erreichen. Sobald diese erreicht sind, spricht man von einem Hurrikan.
Wie kam die besondere Konstellation zustande?
Dass drei Hurrikane zur gleichen Zeit auftreten, ist selten. Zuletzt geschah das im September 2025. Damals entwickelten sich zeitgleich drei Hurrikane zu Kategorie-4-Hurrikanen – der zweithöchsten Stufe. Hurrikan Lowell und auch Karina haben diese Stufe am Mittwoch bereits erreicht. Entscheidend für das Auftreten der drei Hurrikane ist El Niño – ein Phänomen, das alle sieben Jahre auftritt. Beim El Niño erwärmt sich die Meeresoberfläche überdurchschnittlich stark. Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) hat deshalb eine Warnung vor einem starken El Niño ausgesprochen. Uno-Generalsekretär António Guterres (77) spricht davon, dass dieser El Niño «Super-Ausmasse» annimmt.
Besteht eine Bedrohung für das Festland?
Meteorologen warnen, dass Hurrikan Lowell sich am Wochenende Richtung Norden bewegen und somit auf Hawaii zusteuern könnte. Hurrikan Karina könnte laut National Hurricane Center für starke und lebensbedrohliche Strömungen entlang der Küste Kaliforniens und Mexikos sorgen. Eine akute Bedrohung für das Festland liegt jedoch momentan nicht vor.