«Die Sicht schwindet innerhalb von Augenblicken»
Erste Bilder aus Malediven-Höhle veröffentlicht

Finnische Elitetaucher haben auf Instagram erste Bilder aus der Höhle, in der fünf italienische Taucher ums Leben kamen, veröffentlicht.
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Der finnische Taucher Sami Paakarinen in dem Höhlensystem.
Foto: Instagram/DanEurope

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Drei finnische Taucher fanden vier tote Italiener in einer Malediven-Höhle
  • Leichen lagen am gleichen Ort in 60 Metern Tiefe, die Sicht war durch Korallensedimente stark eingeschränkt
  • Die Rückführung der Opfer in ihre Heimat erfolgt am 23. Mai 2026
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Janine EnderliRedaktorin News

Tiefblau, eng und dann plötzliche Dunkelheit: Am Montag suchten drei finnische Elitetaucher nach den verbliebenen italienischen Tauchern, die bei einem Tauchgang auf den Malediven am Auffahrtsdonnerstag verstorben waren. In dem dritten Abschnitt eines dreiteiligen Höhlensystems stiessen sie auf die Leichen.

Nun hat die Tauchorganisation DAN Europe Fotos von der Mission veröffentlicht. Auf Instagram erklären die Sportler: «Im ersten Abschnitt der Höhle dringt Licht hinein, bevor das System in Dunkelheit abtaucht.» Je weiter man in das System gelange, desto mehr sinke die Sichtweite aufgrund von aufgewirbelten Korallensedimenten – bis man irgendwann gar nichts mehr sieht.

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Leichen lagen nebeneinander

Am Samstag werden die Leichen von Monica Montefalcone (†51), Giorgia Sommacal (†22), Federico Gualtieri (†31) und Muriel Oddenino (†31) , vier der fünf Italiener, die in über 60 Metern Tiefe auf den Malediven eingeschlossen waren, in ihre Heimat überführt. Die Leiche des fünften Italieners, Gianluca Benedetti , war bereits in den vergangenen Tagen geborgen worden. Während einer ersten Suchaktion starb zudem ein Rettungstaucher aus den Malediven.

Die Leichen lagen alle zusammen in einem Teil der Höhle. «Wir waren sehr erleichtert, als wir sie fanden, denn wir hatten sie beim ersten Tauchgang lange nicht entdeckt und schon befürchtet, sie seien nicht mehr da. Wir waren daher erleichtert, sie bergen und an die Oberfläche bringen zu können», sagte Taucher Sami Paakkarinen nach der Suchaktion.

Führte optische Täuschung zum Tod?

«Wir haben schon längere und tiefere Höhlen erforscht. Jede Höhle birgt Risiken, aber diese hier würde ich als besonders anspruchsvoll bezeichnen», so Paakkarinen gegenüber dem «Corriere della Sera».

Die Taucher verirrten sich offenbar wegen einer optischen Täuschung in der Höhle. Strömungen lagerten Sand so ab, dass der eigentliche Ausgang verschlossen wirkte. Ein danebenliegender Tunnel erschien dagegen offen und leicht passierbar, führte jedoch in eine Sackgasse. Dort wurden am Montag die Leichen der Taucher gefunden. Niemand war eingeklemmt oder verletzt – ihnen ging offenbar die Luft aus.

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