«Er hat seine Wunden selbst versorgt»
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Trump über US-Lieutenant:«Er hat seine Wunden selbst versorgt»

Deshalb konnten sie ihn finden
Kaum bekanntes US-Militärgerät rettete abgestürzten Offizier

CIA, Seal Team Six und weitere Spezialkräfte wurden für die Rettungsaktion des im Iran abgestürzten US-Waffenoffiziers mobilisiert. Doch es gibt noch einen weiteren, nahezu unbekannten Helfer, der die brenzlige Mission möglich machte.
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Der US-Waffensystemoffizier stürzte gemeinsam mit dem Piloten in einem F-15E-Kampfjet über den iranischen Zagros-Bergen ab.
Foto: AFP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • US-Offizier überlebte 24 Stunden im Iran – dank Hightech-Funkgerät
  • CSEL-Funkgerät sendet verschlüsselte Standortdaten, resistent gegen Störsignale
  • 800 Gramm, 21 Tage Batterielaufzeit, funktioniert bis 10 Meter unter Wasser
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Wiebke KöhneRedaktorin Newsdesk

Für den Waffensystemoffizier des abgeschossenen US-Kampfflugzeugs begann am Karfreitag ein Überlebenskampf, der mit einer spektakulären Rettung endete. Doch wie konnte der Offizier sich über 48 Stunden vor feindlichem Militär und vor iranischen Kopfgeldjägern verstecken? 

Wie das israelische Medium «Ynet» berichtet, ermöglichte ein spezielles Handfunkgerät dem Offizier, Kontakt mit der Rettungszentrale aufzunehmen, ohne dabei von gegnerischen Abhörsystemen erkannt zu werden. 

Für Extremsituationen entwickelt

Der Combat Survivor Evader Locator (CSEL) ist ein etwa 800 Gramm schweres und fast 20 Zentimeter hohes Überlebens- und Rettungsfunkgerät. Es wurde vom Flugzeughersteller Boeing für Extremsituationen hergestellt und läuft – mit Batterielaufzeit von 21 Tagen – sogar unter Wasser in bis zu zehn Metern Tiefe. 

Zur Kernausstattung des Geräts gehört ein hochpräziser GPS-Empfänger, der auf das verschlüsselte militärische Satellitensignal zugreift und dadurch resistenter gegen feindliche Störsignale ist als zivile Geräte. Die Aktivierung erfolgt oft automatisch beim Auslösen des Schleudersitzes.

Sofort versendet das Gerät eine erste Nachricht mit Position, Identität und dem Status der betreffenden Person. Sobald die Nachricht über den Satelliten einer Basisstation an die Rettungszentrale übermittelt wurde, können die Rettungseinheiten den Einsatz koordinieren.

Fast unsichtbar für den Feind

Um weiteren Kontakt aufzunehmen, kann der Benutzer einerseits vorgefertigte Kurznachrichten wie «Ich lebe, brauche Hilfe» verschicken oder individuelle Nachrichten verfassen. Sobald die Rettungskräfte in Sichtweite sind, können sie über Sprechfunk mit dem Nutzer Kontakt aufnehmen.

Das Gerät nutzt Techniken wie ultrakurze Impulsübertragungen und schnelle Frequenzsprünge. Seine Signale sind für andere Abhörsysteme enorm schwer erkennbar. 

Mehrere Funktionen in einem Gerät

Der Waffensystemoffizier der abgeschossenen F-15E nutzte zunächst keinen Funk, um nicht von iranischen Streitkräften entdeckt zu werden. Stattdessen schickte er alle paar Stunden eine verschlüsselte Nachricht mit seinem Standort an die Zentrale.

Erst als sich der Rettungshubschrauber näherte, stellte er das Gerät so um, dass die Piloten seinen Standort in Echtzeit erfassen und ihn punktgenau ansteuern konnten. 

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