Darum gehts
- Flixbus bringt Buslinie 666 nach Hel, Polen, zurück
- Nummer 666 als Marketing-Strategie, trotz früherer Kritik christlicher Gruppen
- Bus fährt täglich Krakau–Hel, Sommerroute mit 1 Fahrt pro Tag
Wer sich an dem Badestrand von Hel in Polen sonnen möchte, muss zuerst eine Busfahrt der besonderen Art auf sich nehmen. Nicht nur der Name des Orts erinnert an den englischen Ausdruck für die Hölle (Hell), sondern auch die Liniennummer 666 auf dem grünen Flixbus wird mit dem Teufel in Verbindung gebracht.
Ursprünglich wurde die Linie von dem örtlichen Unternehmen PKS Gdyna betrieben. Da etliche Beschwerden von christlichen Gruppen eingingen, wurde die Buslinie im Jahr 2023 auf die Nummer 669 umgetauft. Wie CNN berichtete, führte der neue Betreiber Flixbus jetzt aber die alte Nummer wieder ein.
Wie ein Sprecher von Flixbus gegenüber CNN mitteilte, sei die Zahl 666 «bewusst als Teil der Marketing-Strategie gewählt worden». Damit soll die Sichtbarkeit der Sommerroute erhöht werden. Der Bus wird einmal täglich zwischen der Stadt Krakau und der Halbinsel im Norden hin und her fahren.
Egal, ob in der Schweiz oder mitten in der Antarktis: Kuriose Buslinien findet man überall. Blick zeigt, welche Busse weit mehr als bloss Transportmittel sind.
Buslinie Null in Baden AG
In Baden fuhr ein Bus ohne Ziel: Im vergangenen Monat gab es in Baden AG einen Bus, der keine bestimmten Haltestellen anfuhr. Der Grund: Nicht die Effizienz stand im Vordergrund, sondern das Zwischenmenschliche. Das Projekt der Künstlerbrüder Riklin lud Menschen dazu ein, ihrem Alltag zu entfliehen. Wer in den Bus einstieg, hatte die Möglichkeit auf soziale Kontakte – und eine Reise ins Ungewisse.
Der Bus im Hafenbecken
In der niederländischen Stadt Rotterdam kann man eine ganz spezielle Busfahrt buchen. Der Anbieter Splashtours bietet eine Stadtrundfahrt mit einem quietschgelben «Amphibienbus» an. Wie die «Süddeutsche Zeitung» berichtete, macht der Bus seinem Namen alle Ehre. Am Ende der Rundfahrt steuert er samt Passagieren auf das Hafenbecken zu — und fährt direkt ins Wasser hinein.
Antarktis-Bus Ivan
Irgendwo findet man immer eine Bushaltestelle – sogar in der Antarktis! Dort fuhr zwischen Forschungsstationen und Landebahnen ein bekannter, roter Bus übers Eis. Bei den Forschern war dieser unter dem Namen Ivan bekannt. Der Bus wurde für den Einsatz in Polargebieten gebaut. Er ist fast 15 Meter lang, fast vier Meter hoch, hat sechs riesige Reifen auf drei Achsen und einen 250 PS starken Motor. Wie der «Tagesspiegel» berichtete, wurde er jedoch im Herbst 2025 ausser Betrieb genommen.