«Das Richtige getan»
Britischer Wildpark muss ganzes Wolfsrudel einschläfern

In einem Wildtierpark in England wurde ein Wolfsrudel eingeschläfert. Die fünf Tiere mussten sterben, weil es innerhalb des Rudels zu Konflikten kam. Auch in der Schweiz mussten schon Tiere in Zoos getötet werden.
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In einem Wildpark in England wurde ein ganzes Wolfsrudel eingeschläfert. Grund waren Konflikte unter den Tieren.
Foto: Facebook/Wildwood Trust

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Das Wolfsrudel im Wildpark Wildwood Trust wurde eingeschläfert
  • Gruppendynamik brach zusammen, Konflikte führten zu lebensbedrohlichen Verletzungen
  • Drei Wölfe schwer verletzt, andere Massnahmen scheiterten laut Experten
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Angela RosserJournalistin News

Die fünf Wölfe Odin, Nuna, Tiberius, Minimus und Maximus sind tot. Sie bildeten das Wolfsrudel in dem Wildpark Wildwood Trust im Süden Englands und mussten eingeschläfert werden.

Grund für die Tötung der Tiere war, wie es der Tierpark schildert, dass die Gruppendynamik innerhalb des Rudels zusammengebrochen sei und die Konflikte eskaliert seien. Drei der Wölfe erlitten lebensbedrohliche Verletzungen, schreibt CNN.

Interventionsversuche scheiterten

«Wölfe sind hoch soziale Tiere, die in komplexen Familienstrukturen leben. Wenn diese Dynamik gestört ist, können Konflikte und Ablehnung zunehmen. In diesem Fall führte dies zu anhaltenden Tierschutzbedenken und einem inakzeptablen Risiko schwerer Verletzungen», erklärt der Generaldirektor des Zoos, Paul Whitfield.

Die Euthanasie sei nach Rücksprache mit erfahrenen Fachpersonen im Veterinärwesen beschlossen worden – und erst, als jegliche Versuche, die Konflikte zu lösen, fehlschlugen.

Enge Rudel-Bindung

«Es ist unglaublich schwer, aber letztendlich war es das Richtige, um weiteres Leid zu verhindern», so Whitfield. Eine Unterbringung in einem anderen Rudel sei ebenso wenig infrage gekommen, wie die Tiere zu isolieren. Wölfe leben in enger Bindung mit ihrem Rudel. Diese Varianten hätten zu noch grösseren Problemen geführt, so der Park.

Auch Schweizer Zoos sind immer wieder in den Medien, weil Tiere eingeschläfert werden:

Zehn Blutbrustpaviane im Zoo Zürich eingeschläfert

Zuletzt wurden am 10. März im Zoo Zürich zehn Dscheladas (Pavianart) getötet. Die Massnahme sei nötig gewesen, um Aggressionen in der Gruppe zu vermeiden und die genetische Vielfalt der bedrohten Affenart zu erhalten, erklärte Zoodirektor Severin Dressen. «Eine solche Gruppendynamik wirkt sich immer negativ auf das Wohl aller Tiere aus und darf kein Dauerzustand sein.»

Elefantenbulle Tusker stirbt in Basel

Am 9. August 2023 wurde der 31-jährige Elefantenbulle Tusker im Zoo Basel eingeschläfert. Grund dafür war, dass er an einer Tuberkulose-Infektion litt. Die Krankheit ist nicht heilbar. Weiter sollte verhindert werden, dass sich das Zoopersonal infiziere. Die Krankheit ist zwischen Elefant und Mensch übertragbar.

Tusker kam erst 2021 in den «Zolli». Er sollte für Nachwuchs sorgen. Die Tier- und Heimatschutz-Stiftung Fondation Franz Weber kritisierte den Zoo nach Tuskers Tod. Man hätte den Bullen bereits nach den allerersten Symptomen isolieren müssen, um nicht die gesamte Herde zu gefährden. Auch in Zürich starben mehrere Elefanten an einer Infektionskrankheit. Innerhalb eines Monats starben Umesh, Omysha und Ruwani an Herpes.

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Gesundes Orang-Utan-Baby getötet

Im Februar 2023 kassierte der Zoo Basel Kritik. Nachdem das Orang-Utan-Weibchen Revital tot im Gehege lag, beschloss der Zoo, ihr Junges einzuschläfern. Das Äffchen wurde nur wenige Tage zuvor geboren.

Das Junge wurde laut Zoo getötet, weil es bei den Orang-Utans in Basel kein anderes Weibchen gegeben habe, dass das Junge hätte aufnehmen und stillen können. 

SP-Grossrätin Christine Keller kritisierte, dass das Tier nicht von Menschen aufgezogen wurde. Olivier Pagan, Direktor Zoo Basel, erklärte, dass man damit schlechte Erfahrungen gemacht habe. Die Tiere hätten zurück im Gehege nicht mehr das Gefühl, nach Hause zu kommen.


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