Pike war nach zwei misslungenen Giftinjektionen schwer verletzt in eine Klinik in Tennessee eingeliefert worden. Nach mehreren Tagen im Koma hat die verurteilte Mörderin das Bewusstsein wiedererlangt. Laut ihren Anwälten spricht sie auch und erhält lebenswichtige medizinische Versorgung.
Die Anwälte schreiben in einer Mitteilung: «Entgegen allen Erwartungen ist Christa Pike wieder bei Bewusstsein. Sie ist ansprechbar und wird weiterhin intensivmedizinisch versorgt. Trotz der schweren Verletzungen an ihren Armen liegt sie nach wie vor gefesselt am Krankenbett. Ihre medizinische Erholung ist ohne Beispiel. Die weitere Prognose bleibt ungewiss, wir rechnen jedoch mit einem sehr langen Genesungsweg.»
Zugleich sprachen die Verteidiger den Rettungskräften und dem Klinikpersonal ihren Dank aus: «Sie haben Christa wie einen Menschen behandelt und ihr eine aussergewöhnliche Pflege zukommen lassen.»
Christa Pike wurde 1996 wegen des Mordes an einer Mitschülerin zur Todesstrafe verurteilt. Vergangene Woche sollte das Urteil im US-Bundesstaat Tennessee durch eine Giftspritze vollstreckt werden. Der Exekutionsversuch schlug jedoch grausam fehl: Pike überlebte zwei Dosen des verabreichten Pentobarbitals, erlitt dabei aber schwere Verletzungen an den Armen und verlor das Bewusstsein. Sie wurde umgehend auf die Intensivstation eines Krankenhauses verlegt und im Koma künstlich beatmet.