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Schockierte Journalistin berichtet:«Sie hob den Kopf und sah sich um»

Gescheiterte Hinrichtung
Floss das Gift in Christa Pikes Gewebe?

Warum überlebte Christa Pike ihre Hinrichtung? Laut einer Analyse könnte das Gift statt in die Blutbahn ins Gewebe gelangt sein. Die 50-Jährige liegt in Tennessee nach Angaben ihrer Anwälte in kritischem Zustand im Spital.
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Christa Pike überlebte ihre Hinrichtung.
Foto: PLANET PHOTOS

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Christa Pikes Hinrichtung in Tennessee ist gescheitert
  • Gift floss wohl ins Gewebe, nicht in die Blutbahn
  • Pike liegt im Spital
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Mattia JutzelerRedaktor News

Sieben Nadelstiche, eine stundenlange Suche nach einem intravenösen Zugang und eine mit dem Tod ringende Mörderin. Die Schilderungen aus der Todeskammer von Christa Pike (50) klingen schaurig. Die Anwälte der verurteilten Mörderin nannten die gescheiterte Hinrichtung ihrer Klientin am Donnerstagabend «ineffizient, grausam und qualvoll».

Eigentlich hätte Pike am Donnerstag sterben sollen. Der US-Bundesstaat Tennessee hatte sie vor über 30 Jahren zum Tode verurteilt. Zwei Injektionen mit dem tödlichen Mittel Pentobarbital hätten ihr Leben beenden sollen. Stattdessen wurde Pike lediglich bewusstlos. Aktuell wird sie im Spital behandelt. Laut ihren Anwälten befindet sich die 50-Jährige in kritischem Zustand.

Gift in Gewebe anstatt Blutbahn

Noch ist unklar, warum genau die Hinrichtung fehlschlug. Die «New York Times» hat nun jedoch die Aussagen der Anwälte und weiterer Augenzeugen analysiert. Pike habe Blasen und Verbrennungen im Bereich der intravenösen Einstichstellen davongetragen, hiess es etwa in der Pressekonferenz am Donnerstagabend. Die verantwortlichen Beamten hätten ausserdem mindestens sieben Nadeln bei dem Versuch verbraucht, eine Vene am Körper der Verurteilten zu finden.

Diese Umstände deuten laut der «New York Times» darauf hin, dass Pike das Verfahren überlebte, weil das Gift wahrscheinlich in das Gewebe rund um die Einstichstellen floss, anstatt in die Blutbahn zu gelangen. In diesem Fall hätte das Pentobarbital nicht die nötige Konzentration erreicht, um die Atmung der Verurteilten zu stoppen.

«Schlimmer als die Todesstrafe»

Obwohl die Hinrichtung gescheitert ist, könnte Pike durch den entstandenen Sauerstoffmangel trotzdem bleibende Verletzungen erleiden. Laut medizinischen Experten sind beispielsweise bleibende Hirnschäden möglich.

Pikes Anwälte versuchen derweil, das Urteil der Mörderin zu kippen. Der Gouverneur von Tennessee, Bill Lee (66), wurde aufgefordert, Pikes Todesurteil in eine lebenslange Haftstrafe umzuwandeln. Die gescheiterte Hinrichtung sei «schlimmer als die Strafe jeder anderen Person in der Geschichte der amerikanischen Todesstrafe».

Einzigartiger Fall

Wie realistisch ist aber dieses Vorhaben? «Fälle, in denen Menschen eine Hinrichtung überleben, stellen das Rechtssystem vor ein echtes Dilemma», erklärt Rechtsexperte Austin Sarat gegenüber CNN.

In der Vergangenheit wurden in den USA verurteilte Personen, die ihren ersten Hinrichtungsversuch überlebten, erneut hingerichtet. Pikes Fall sei allerdings aussergewöhnlich, da das tödliche Gift tatsächlich in ihren Körper gelangte. «Wir befinden uns mit Pike in gewisser Weise auf beispiellosem Terrain», so Sarat. Es sei also schwer vorherzusagen, wie es mit der verurteilten Mörderin weitergeht.

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