Darum gehts
- Die Ausschreitungen in Frankreich nahmen immer schlimmere Ausmasse an
- Nun verordnet der Premierminister Ausgangssperren
- Diese sollen nur teilweise und lokal gelten
Am Samstag eskalierte die Situation in Paris und vielen anderen Städten Frankreichs. Neben brutalen Strassenschlachten wurden Läden geplündert und Gebäude angezündet. Dies müsse aufhören, sagt Frankreichs Premierminister Sébastien Lecornu (40) bei einer Pressekonferenz am Montag.
Er fordert die Stadtverwaltungen auf, «ab heute Abend eine Reihe von teilweisen Ausgangssperren» umzusetzen. «Wir haben ein sehr lokales Chaos in den städtischen Zentren», bemerkt er. Zu den geplanten Ausgangssperren sagt er weiter: «Sie werden nur teilweise auftreten, sie können sehr lokal begrenzt sein».
Gewalt aus der linken Szene
Während seiner Rede wird auch klar, wen er für die Gewalt in der Verantwortung sieht: «Es gibt eine Bewegung aus dem ultralinken Spektrum, die darauf abzielt, im ganzen Land tiefgreifende Unruhen zu stiften» – und zwar bis hin zur Präsidentschaftswahl.
«Das französische Volk muss verstehen, wie die Unruhen auf eine völlig beispiellose Weise organisiert wurden, insbesondere tagsüber von der extremen Linken und abends von der allgemeinen Kriminalität», sagt er.
Hilfe für gebeutelte Unternehmen
Angesichts der Zerstörung und blinder Wut fordert er eine «entschlossene strafrechtliche Reaktion auf die Gewalt». Er versicherte weiter, dass noch am Montag eine «massive juristische Operation» beginnen werde.
Für die Unternehmen, die von den Plünderungen betroffen sind, hat er ebenfalls eine Nachricht. Er verspricht, dass ab Dienstag ein Teilarbeitslosengeld aktiviert werde. «Dies ist eine Massnahme zum Schutz von Arbeitsplätzen», sagt er.