Darum gehts
- Putin behauptet, USA wollen AKW Saporischschja ohne Ukraine gemeinsam verwalten
- USA angeblich interessiert an Rohstoffabbau und Stromlieferungen an die Ukraine
- Saporischschja ist seit 2022 unter russischer Besatzung und Europas grösstes AKW
Was passiert, wenn es keine Lösung gibt?
Trump spricht über den Fall, wenn sich Russland und die Ukraine in den nächsten Wochen nicht einigen. «Dann geht das Töten weiter», so der US-Präsident.
Putin wolle das nicht und Selenski wolle das nicht, deshalb sei er optimistisch. Doch das schwierigste Thema – die ukrainischen Gebietsabtretungen an Russland – ist nicht gelöst.
Ausserdem gibt es keine Garantie, dass Russland irgendwelchen Fortschritten zustimmen wird, die heute zwischen Trump und Selenski erzielt wurden.
Von einer Lösung ist man also noch weit entfernt. «Wenn es wirklich gut läuft, vielleicht in ein paar Wochen», so Trump. Aber es sei auch möglich, dass nichts passiere.
Damit beenden wir den Ticker. Alles weitere zum Ukraine-Krieg findest du auf Blick.ch.
Trump spricht über Sicherheitsgarantien
«Wir werden Europa mit den Sicherheitsgarantien helfen», sagt Trump. Diese sind ein wichtiges Anliegen der Ukraine, damit Russland nicht nach einer Pause erneut angreift.
Putin wolle nicht einfach einen Waffenstillstand sondern ein Ende des Krieges (nach seinen Bedingungen). Er verstehe Putin in diesem Punkt, sagt Trump.
Ferner behauptet Trump, das alle für die Ukraine nur das Beste wollten. «Russland wünscht sich den Erfolg der Ukraine», so der US-Präsident. Darauf räumt er jedoch selber ein: «Das klingt merkwürdig». Selenski äussert sich nicht zu dieser doch sehr kontorversen Aussage.
Trump beantwortet Frage zur Arbeitsgruppe
Trump erklärt die Arbeitsgruppe, die er mit Putin vereinbart hat: Von US-Seite würden unter anderem Jared Kushner, Steve Witkoff und Marco Rubio in der Arbeitsgruppe sein. Auch Verteidigungsminister Pete Hegseth sollte teilnehmen, so Trump.
Wichtig sei, dass auch Russland an den Gesprächen in der Arbeitsgruppe teilnehme. Es sei immer einfach, nur unter sich zu diskutieren, so Trump.
Trump schiesst gegen Biden
Alle wollten den Krieg enden sehen, sagt Trump. Die schwierigste Frage seien die Gebietsabtretungen. Aber Russland würde sich das Land in den nächsten Monaten möglicherweise ohnehin nehmen. Deshalb sei es für die Ukraine wohl besser, einen schnellen Deal zum machen.
Dann spricht Trump wieder einmal über seine Wahlniederlage 2020. Wenn nicht Biden «durch Wahlbetrug» US-Präsident geworden wäre, wäre es nie zu diesem Krieg gekommen, behauptet Trump.
Der US-Präsident schweift ab. Sehr schlimme Leute wie Hillary Clinton hätten die Lüge der russischen Unterstützung für ihn im Wahlkampf verbreitet. Doch obwohl daran nichts sei, sei er immer sehr gut mit Putin ausgekommen, sagt Trump.
Trump: Frage nach Gebietsabtretungen sei noch nicht gelöst
Zur Frage nach einer Freihandelszone im Donbass gebe es noch keine Lösung, sagt Trump auf die Frage eines Reporters.
Auch die Frage nach Gebietsabtretungen sei noch nicht gelöst. Aber man bewege sich in die richtige Richtung.
Hintergrund: Die USA haben die Schaffung einer «freien Wirtschaftszone» in Teilen der Donbass-Region vorgeschlagen, aus der sich die Ukraine im Rahmen eines mit Russland ausgehandelten Friedens zurückziehen würde.
Selenski dankt Unterhändlern
Nun spricht der ukrainische Präsident. Auch er sagt, dass man sich zu 90 oder 95 Prozent einig sei. Selenski dankt den Unterhändlern Jared Kushner und Steve Witkoff sowie US-Präsident Trump. Man habe grosse Fortschritte gemacht.
Trump spricht zuerst – und startet mit Selbstlob
Das Treffen sei sehr gut gewesen sagt Trump zum Auftakt der Pressekonferenz. Er habe auch ein gutes Telefonat mit Putin gehabt, das zwei Stunden dauerte.
Selenski und er hätten auch gute Gespräche mit den europäischen Staats- und Regierungschefs gehabt. 90 Prozent der Probleme seien gelöst. Niemand anders hätte das tun können oder daran geglaubt, dass das möglich wäre.
Verhandlungen sollen beendet sein
Nach über zwei Stunden sollen die Gespräche zwischen Trump und Selenski beendet worden sein. Ob es nun bereits zu der nächsten Pressekonferenz kommt oder ob zuerst das angekündigte Telefonat mit den europäischen Staaten folgt, ist bisher nicht klar.
Nun geht es in die Verhandlungen
Dann ziehen sich Trump und Selenski für die Verhandlungen in das Anwesen zurück – auch ein Gespräch mit den Europäern steht noch auf dem Programm. Nach den Beratungen wollen sie eine erneute Pressekonferenz geben.
Lob für Selenski und Europa
Immer wieder betont Trump, dass beide Seiten es beendet sehen wollen. Es wären bereits zu viele Menschen gestorben. Dennoch fügt er etwas düster an: «Es wird entweder bald enden oder noch lange andauern.» Auch lobt er Selenski für seinen Mut und die europäischen Nationen für die gute Zusammenarbeit.
«Dieser Herr hat sehr hart gearbeitet, er ist sehr mutig, und sein Volk ist sehr mutig», so Trump an Selenski gewandt «Was sie durchgemacht haben, hat kaum eine Nation jemals durchgemacht.»
Weiter erklärt Trump, er glaube, dass Putin es dieses Mal ernst meinen würde. «Ich glaube, beide Präsidenten wollen einen Deal machen.»
Auch die eingefrorenen russischen Vermögenswerte werden angesprochen. Auf die Frage, ob diese in die Ukraine gehen, meint Trump nur: «Wir werden sehen.» Klar ist für ihn jedoch, dass die Ukraine «grosse wirtschaftliche Vorteile» davontragen soll.
Kommt jetzt doch noch neue Bewegung in die Verhandlungen? Die Russen sind plötzlich zu Zugeständnissen bereit.
Unterdessen kündigte der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski (47) auf der Plattform X ein Treffen mit US-Präsident Donald Trump (79) an. «Wir verlieren keinen einzigen Tag», schrieb Selenski zu den andauernden Verhandlungen mit Washington. Und weiter: «Noch vor Neujahr kann viel entschieden werden.» Wie aus Diplomatenkreisen gegenüber der «Kyiv Post» verlautete, soll Selenski in den kommenden Tagen nach Florida reisen und Trump in Mar-a-Lago treffen.
Selenski kündigt Treffen mit Trump an
Das US-amerikanische Nachrichtenportal «Axios» berichtete ebenso wie die «Kyiv Post» unter Berufung auf einen nicht namentlich genannten ukrainischen Insider, dass es am Sonntag zum Treffen zwischen Trump und Selenski kommen soll, später bestätigte Selenski das Datum 28. Dezember laut «Bloomberg» vor Reportern. Das Weisse Haus hat sich dazu bislang nicht geäussert. Sein 20-Punkte-Plan sei zu 90 Prozent fertig, sagte Selenski weiter.
Laut «Axios» sollen die Russen der Forderung Selenskis nach einem Waffenstillstand zur Durchführung eines Referendums über Gebietsabtretungen zugestimmt haben. Doch während die Ukraine eine 60-tägige Waffenruhe anstrebe, könnten die Russen einen kürzeren Zeitraum fordern, so der Informant.
Russlands Präsident Wladimir Putin (73) sprach bei einem Gipfel mit bedeutenden russischen Wirtschaftsbossen über einen möglichen Gebietsaustausch mit der Ukraine. Der russische Machthaber signalisierte Bereitschaft, einige russisch-kontrollierte Gebiete abzugeben, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf «Kommersant»-Berichte. Im Gegenzug fordert Putin allerdings den gesamten Donbass. Welche Gebiete Putin konkret abgeben würde, weiss man nicht.
Putin behauptet: USA wollen AKW Saporischschja ohne Ukraine verwalten
Was Kiew dagegen nicht gefallen dürfte: Putin behauptete, die USA seien daran interessiert, das Kernkraftwerk Saporischschja ohne Beteiligung der Ukraine gemeinsam zu verwalten. Putin habe während eines Treffens mit Wirtschaftsvertretern die Situation rund um Europas grösstes Atomkraftwerk erwähnt, berichtete die russische Tageszeitung «Kommersant». Der Kremlchef erklärte, dass die Gespräche mit den Vereinigten Staaten auch «die Frage der gemeinsamen Verwaltung der Anlage ohne Beteiligung der Ukraine» umfassen würden.
Das Kernkraftwerk Saporischschja ist das grösste in Europa. Es steht seit 2022 unter russischer Besatzung.
Putin behauptete ferner, die US-amerikanische Seite sei daran interessiert, das Mining von Kryptowährungen in dem Werk zu organisieren. Wie konkret dieser ablaufen soll, sagte Putin nicht. Auch Stromlieferungen an die Ukraine würden auf amerikanische Initiative hin erörtert.