Mädchen und junge Frauen leben in Ceuta in ständiger Angst
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Belästigung auf der Strasse:Mädchen und junge Frauen leben in Ceuta in ständiger Angst

Blick-Reporter Samuel Schumacher berichtete über Hölle in Halle 3 – jetzt reagiert Spaniens Regierung
Endet der Horror für die Ceuta-Kinder?

Nachdem Blick über die schlimmen Zustände berichtet hat, unter denen Hunderte Kinder am Stadtrand von Ceuta in einer Industrieruine hausen mussten, kommt Bewegung ins Spiel: Spaniens Regierung ergreift Sofortmassnahmen – mindestens für die Mädchen.
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Mehr als 1000 geflohene Kinder und Jugendliche harren in Ceuta aus – unter prekären Bedingungen.
Foto: Samuel Schumacher

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Spanische Regierung hilft Flüchtlingskindern in Ceuta mit 25 Millionen Euro
  • Zwei leerstehende Schulzentren als Unterkunft für gefährdete Kinder vorbereitet
  • Mindestens 1098 Kinder ohne Begleitung, viele leben in extremen Bedingungen
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Samuel SchumacherAusland-Reporter

Kaum Essen, kaum frisches Wasser, schlafen auf dem dreckigen Boden und kaum Schutz gegen Vergewaltiger und Menschenhändler: Die Zustände, unter denen Hunderte Flüchtlingskinder in einer Industrieruine am Stadtrand von Ceuta bisher ausharren mussten, sind trostlos und brutal.

Blick hatte den Horror der vergessenen Migrantenkinder von Ceuta am Montag mit dieser Geschichte publik gemacht. Der Artikel landete unter anderem auf dem Tisch eines hohen spanischen Ex-Richters, der die zuständige Ministerin für Jugend und Kinder sofort unter Druck setzte. Mit Erfolg.

Die spanische Regierung hat der Stadt Ceuta noch am Dienstag 25 Millionen Euro Soforthilfe für die Notfallversorgung der verzweifelten Kinder gesprochen. Zudem hat Jugend- und Kinderministerin Sira Rego (52) veranlasst, dass zwei aktuell leerstehende Schulzentren – das CEIP Príncipe Felipe und das CEIP Reina Sofía – für die Aufnahme der gefährdeten Kinder hergerichtet werden.

Laut Regierungsinformationen harren noch immer mindestens 1098 Kinder und Jugendliche – viele davon ohne Begleitpersonen und komplett auf sich allein gestellt – in Ceuta aus. Blick hatte mit mehreren von ihnen sprechen können. Manche kamen mit dem Migrantensturm in der falschen Hoffnung auf eine einfache Weiterreise nach Spanien. Andere rannten von Problemen mit ihren Eltern weg. Nicht wenige lebten bereits in Marokko auf der Strasse.

Flüchtlingskinder rechneten mit ganz anderem Empfang

«Ich hatte gedacht, dass wir hier wenigstens ein Dach über dem Kopf kriegen», erzählte Marwa (16), die mit ihrer Freundin Aya (16) am Sonntag nur durch grosses Glück zwei Vergewaltigern entkam. «Niemand hilft uns», sagte Amir (13), der weinend am Eingang des Industriegeländes sass und darauf hoffte, dass irgendjemand vorbeikommen und ihm etwas zu essen bringen würde.

Die beiden Schulhäuser sollen primär junge Mädchen und Teenagerinnen beherbergen. Das ist ein Anfang. Doch: Am 8. September geht in Ceuta die Schule wieder los. Bis dahin haben die Flüchtlingskinder wenigstens ein Dach über dem Kopf, zu essen und Zugang zu WCs und Duschen. Was sie danach erwartet, weiss niemand.

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