«Dritte Gruppe scheint vernünftiger zu sein»
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Trump über Regimewechsel:«Dritte Gruppe scheint vernünftiger zu sein»

«Besser kann man es kaum machen»
Trump spricht von «Regimewechsel» im Iran

Die USA und Israel führen Krieg gegen den Iran. Der Nahe Osten steht unter Beschuss. Im Ticker halten wir dich über die neusten Entwicklungen auf dem Laufenden.
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Blick Newsdesk
vor 29 Minuten

Trump erwägt Uran-Militäroperation

Von Marian Nadler, Redaktor am Newsdesk

Braucht er dafür die Bodentruppen? Wie das «Wall Street Journal» am Sonntagabend berichtete, erwägt US-Präsident Donald Trump (79) eine Militäroperation, um dem Iran fast 500 Kilogramm Uran abzunehmen. Die Mission dürfte mindestens Tage, vielleicht sogar Wochen in Anspruch nehmen, schreibt die US-Zeitung.

Trump soll seine Berater zudem angehalten haben, Druck auf den Iran auszuüben, damit dieser der Herausgabe des Materials als Bedingung für ein Kriegsende zustimmt. Trump habe in Gesprächen mit politischen Verbündeten deutlich gemacht, dass die Iraner das Material nicht behalten dürfen, und er hat die Möglichkeit einer gewaltsamen Beschlagnahmung erörtert, sollte der Iran es am Verhandlungstisch nicht herausgeben, berichtet das «Wall Street Journal» weiter.

US-Präsident Donald Trump will an das iranische Uran – militärisch oder diplomatisch.
Foto: keystone-sda.ch

Gegenüber Reportern erklärte Trump am Sonntagabend: «Sie werden uns den nuklearen Staub liefern.» Der Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA), Rafael Grossi (65), vermutet, dass sich das Uran hauptsächlich an zwei der drei Standorte befindet, die die USA und Israel im Juni angegriffen haben: einem unterirdischen Tunnel im Atomkomplex in Isfahan und einem Lager in Natans. Experten zufolge verfügen die Iraner über Zentrifugen zur Urananreicherung und die Fähigkeit, eine neue unterirdische Anreicherungsanlage zu errichten.

Die Bergung des Materials im Rahmen einer Miltäroperation müsste wahrscheinlich von einem Elite-Spezialeinsatzkommando durchgeführt werden, das speziell für die Entfernung radioaktiver Stoffe aus Konfliktgebieten ausgebildet ist. «Das ist keine Sache, die man mal eben schnell erledigt», sagte der Ex-US-General Joseph Votel (68), ehemaliger Kommandant des US Central Command und des US Special Operations Command dem «Wall Street Journal». Wie mein Kollege Daniel Kestenholz in seinem Artikel schreibt, weiss Teheran bereits über Trumps Überlegungen Bescheid

05:28 Uhr

Trump spricht von De-facto-«Regimewechsel» im Iran

Von Daniel Kestenholz, Redaktor Nachtdienst

An Bord der Air Force One hat US-Präsident Donald Trump keinen Zweifel: Die Liquidierung von Revolutionsführer Ali Chamenei und Dutzenden weiterer Spitzenbeamter komme einem vollständigen Regimewechsel im Iran gleich. «Das eine Regime wurde dezimiert, zerstört – sie sind alle tot», sagte Trump gegenüber mitreisenden Journalisten am späten Sonntag. «Das nächste Regime ist so gut wie tot, und beim dritten Regime – da haben wir es mit anderen Leuten zu tun als je zuvor, und ehrlich gesagt, die sind sehr vernünftig.»

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Trump über Regimewechsel:«Dritte Gruppe scheint vernünftiger zu sein»

Es sei «wirklich ein Regimewechsel», so Trump laut der «Times of Israel». «Besser kann man es kaum machen.» Ein Abkommen zur Beendigung des Krieges «könnte bald zustande kommen». Iran habe zugestimmt, 20 weitere Schiffe durch Hormus passieren zu lassen.

Die Realität dagegen scheint komplizierter: Die Islamische Republik als solche steht noch. Washington versucht nun, mit Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf zusammenzuarbeiten. Dabei gilt der enge Vertraute der Revolutionsgarden als ebenso kompromisslos wie seine Vorgänger.

Chameneis Sohn Modschtaba, von iranischen Geistlichen zum neuen Revolutionsführer bestimmt, soll schwer verletzt sein und ist laut Trump nicht erreichbar. «Er ist vielleicht am Leben, aber offensichtlich sehr schwer verwundet», so der US-Präsident. Modschtaba Khamenei soll bereits am ersten Kriegstag getroffen und verletzt worden sein.

01:26 Uhr

Fotos zeigen zerstörtes US-Spionageflugzeug

Von Daniel Kestenholz, Redaktor Nachtdienst

Ein iranischer Raketen- und Drohnenangriff auf den Prince Sultan Air Base in Saudi-Arabien hat eines der wertvollsten Aufklärungsflugzeuge der US-Luftwaffe zerstört. Bilder vom Angriff am Freitag zeigen das völlig zerstörte Wrack einer E-3G-Sentry – das Rumpfmittelteil wurde förmlich aufgerissen, die Elektronik liegt offen im Schutt. Besonders verheerend: Der Angriff zielte offenbar gezielt auf das rotierende Radardom am Heck des Flugzeugs, das Herzstück des Aufklärungssystems. Mindestens zwölf US-Soldaten wurden verletzt, fünf davon schwer.

Das bei einem iranischen Angriff in Saudi-Arabien zerstörte US-Spionageflugzeug E-3G Sentry.

Die E-3G-Sentry ist kein gewöhnliches Flugzeug. Sie ist das Auge der US-Streitkräfte am Himmel – in der Lage, Drohnen, Raketen und Flugzeuge über Hunderte von Kilometern zu verfolgen. Luftwaffenexperte Colonel John Venable spricht gegenüber dem «Wall Street Journal» von einem «riesigen Problem»: Die USA besitzen nur noch 16 solcher Maschinen, die Produktion wurde bereits 1992 eingestellt. Jedes zerstörte Exemplar ist unwiederbringlich verloren. «Es schwächt unsere Fähigkeit erheblich, die Lage im Golf zu überblicken», warnt Venable.

Teheran hat mit einem einzigen Angriff nicht nur ein Dutzend US-Soldaten ausser Gefecht gesetzt, sondern auch ein strategisch unersetzliches Aufklärungssystem eliminiert. Der Ersatz – die Boeing E-7 Wedgetail – kostet 700 Millionen Dollar pro Stück und ist noch nicht einsatzbereit. Teheran machte damit unmissverständlich klar: Der Iran weiss offenbar, wo die verwundbarsten Punkte der US-Militärmaschinerie liegen.

29.03.2026, 22:13 Uhr

USA zerstören Atomanlage im Iran

Von Johannes Hillig, Redaktor am Newsdesk

Die USA und Israel haben am Freitag die Atomanlage Chondab angegriffen. Der Schaden: immens! Laut der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) wurde die Anlage schwer beschädigt und ist nicht mehr betriebsfähig. Das teilte die IAEA auf X mit. 

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Im Iran-Krieg halten sich die Huthi-Rebellen auffällig zurück. Aber warum? Und wieso wäre ihr Einsatz im Krieg fatal. Dazu hat mein Kollege Samuel Schumacher eine Analyse geschrieben. Du findest sie hier

29.03.2026, 19:40 Uhr

Gespräche zwischen USA und Iran angekündigt

Von Johannes Hillig, Redaktor am Newsdesk

Pakistan hat angekündigt, in den kommenden Tagen Gespräche zwischen den USA und dem Iran auszurichten. «Pakistan ist sehr erfreut, dass sowohl der Iran als auch die USA ihr Vertrauen in Pakistans Vermittlungsrolle ausgedrückt haben», erklärte Aussenminister Ishaq Dar am Sonntag in einer TV-Ansprache.

Pakistans Aussenminister Ishaq Dar.

Die Gespräche sollen nach einem Treffen hochrangiger Diplomaten aus der Türkei, Ägypten und Saudi-Arabien in Islamabad stattfinden. Das berichtet die Nachrichtenagentur Associated Press. Die pakistanische Regierung äusserte sich nicht zu Details oder zur Art der Gespräche, ob sie direkt oder indirekt geführt werden sollen.

29.03.2026, 16:03 Uhr

Wichtiges Treffen in Pakistan

Von Johannes Hillig

Wie lange geht der Iran-Krieg noch? In Islamabad haben Ägypten, Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan über den Konflikt USA-Israel-Iran und eine mögliche Deeskalation beraten. Pakistans Premier Sharif führte ausserdem ein privates Gespräch mit Saudi-Arabiens Aussenminister Prinz Faisal bin Farhan Al Saud.

Pakistan, das enge Beziehungen zu Washington und Teheran hat, agiert als Vermittler. So wurde zum Beispiel ein 15-Punkte-Friedensplan der USA über Pakistan an den Iran übermittelt. Am Montag werden die Verhandlungen in der pakistanischen Hauptstadt fortgesetzt.

29.03.2026, 12:54 Uhr

«Unsere Entschlossenheit und unser Glaube sind gewachsen»

Von Natalie Zumkeller, Redaktorin am Newsdesk

Vor genau 29 Tagen schlugen die ersten Bomben in Teheran ein – der iranische Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf markiert die Monatsmarke im Krieg mit einer Rede an die Nation. Klar schlägt dabei vor allem ein drohender Ton durch.

Mohammad Bagher Ghalibaf droht den Vereinigten Staaten.
Foto: IMAGO/ZUMA Press Wire

Im Vorhinein haben Berichte der «Washington Post» angedeutet, es könne nun doch zu den heiss diskutierten Bodentruppen-Einsätzen kommen. Auch im Iran bleibt diese Entwicklung aus dem Pentagon nicht unbemerkt. «Die iranischen Streitkräfte warten auf die Ankunft amerikanischer Bodentruppen, um sie in Brand zu setzen und ihre regionalen Partner für immer zu bestrafen», so Ghalibaf laut «The Guardian».

«Unser Beschuss geht weiter. Unsere Raketen sind bereit. Unsere Entschlossenheit und unser Glaube sind gewachsen», erklärt der Parlamentssprecher zudem. Was auch irritiert: In seiner Ansprache bezeichnete er den laufenden Konflikt als einen «Weltkrieg».

«Die Vereinigten Staaten bringen ihre Wünsche in einer Liste mit 15 Punkten zum Ausdruck und verfolgen das, was sie im Krieg nicht erreicht haben. Wir befinden uns in einem grossen Weltkrieg, und wir müssen uns auf den beschwerlichen und schwierigen Weg vorbereiten, der vor uns liegt, bis wir den Gipfel erreichen.»

Reaktionen aus Israel oder den USA auf die Statements von Ghalibaf blieben bisher aus.

29.03.2026, 10:50 Uhr

US-Bildungsstätten in Gefahr

Von Natalie Zumkeller, Redaktorin am Newsdesk

Der Konflikt im Nahen Osten eskaliert zunehmend, auch zivile Ziele werden immer wieder von Raketen getroffen. Zu Beginn des Konflikts wurde eine Mädchenschule in einer südiranischen Stadt bombardiert – 165 Menschen starben. Laut mehreren amerikanischen Medienberichten sollen die USA für den Angriff verantwortlich sein. Auch zwei iranische Unis sollen kürzlich zum Ziel von Raketen geworden sein.

Die Texas A&M University in Qatar könnte zum Ziel eines iranischen Luftschlags werden.

Ein Sprecher des iranischen Aussenministeriums, Esmaeil Baghaei, schrieb auf X, die USA und Israel würden «die wissenschaftlichen Grundlagen und das kulturelle Erbe unseres Landes zerstören, indem sie systematisch Universitäten, Forschungszentren, historische Denkmäler und prominente Wissenschaftler ins Visier nehmen».

Nun will der Iran aus Vergeltung amerikanische und israelische Bildungsstätten in der Region zu einem möglichen Ziel für Angriffe machen. Die USA unterhalten mehrere Ableger heimischer Unis im Nahen Osten, darunter ein Campus der Texas A&M University in Qatar. In den USA verzeichnet die Uni nahe Houston die zweitgrösste Anzahl Studierender des Landes. In den Vereinigten Arabischen Emirate gibt es zudem Gebäude der New York University.

Wie die iranische Nachrichtenagentur Farsa unter Berufung auf eine Elitestreitmacht der Revolutionsgarde schreibt, stellen Offizielle den USA und Israel nun ein Ultimatum: Bis Montag müssen die beiden Länder die Bombardierung der Universitäten öffentlich verurteilen – ansonsten würden ihre Unis ebenfalls angegriffen werden.

29.03.2026, 07:53 Uhr

Laut Medienberichten: Pentagon soll Einsätze von Bodentruppen vorbereiten

Von Natalie Zumkeller, Redaktorin am Newsdesk

Immer wieder heisst es aus offiziellen Kreisen der US-Politik, dass es zu einem Einsatz von amerikanischen Bodentruppen im Iran kommen werde. Bisher blieben solche Operationen aus – wie die «Washington Post» nun berichtet, sollen die Vorbereitungen im Pentagon jedoch auf Hochtouren laufen.

Plant das Pentagon Bodeneinsätze?
Foto: keystone-sda.ch

Eine «wochenlange Bodenoperation im Iran» soll im Fokus der nächsten Kriegsschritte stehen. Dafür sollen Tausende US-Soldaten in den Nahen Osten versetzt werden, was den Konflikt auf eine neue Eskalationsstufe anheben könnte. Der Vorschlag des Pentagon soll jedoch noch nicht offiziell von US-Präsident Trump erlaubt worden sein.

Die Beamten, auf die sich die Zeitung in ihrem Bericht beruft, erklärten, die Massnahme würde nicht den Umfang einer vollständigen Invasion haben. Stattdessen soll es zu Razzien durch Spezialeinheiten und Infanterietruppen kommen.

Karoline Leavitt, die Pressesprecherin des Weissen Hauses, hielt sich in einem Statement bedeckt. «Es ist die Aufgabe des Pentagon, Vorbereitungen zu treffen, um dem Oberbefehlshaber ein Maximum an Handlungsoptionen zu bieten. Das bedeutet nicht, dass der Präsident eine Entscheidung getroffen hat.»

29.03.2026, 00:48 Uhr

Russen fotografierten US-Basis – kurz darauf griff der Iran an

Von Gabriel Knupfer, Redaktor Nachtdienst

Wie stark hilft Russland dem Iran? Offenbar stärker als bisher bekannt. Das geht aus einem ukrainischen Geheimdienstbericht hervor, den Präsident Wolodimir Selenski dem Sender NBC News zuspielte.

Wolodimir Selenski war in Katar, um das ukrainische Wissen zur Drohnenabwehr weiterzugeben.
Foto: IMAGO/APAimages

Dem Bericht zufolge hatten russische Satelliten am 20., 23. und 25. März Bilder der Prince Sultan Air Base in Saudi-Arabien aufgenommen. Am 26. März griff der Iran den Stützpunkt an, auf dem sowohl US-Streitkräfte als auch saudische Truppen stationiert sind. Mehrere US-Soldaten wurden dabei verletzt.

Für Selenski ist «zu hundert Prozent» klar, dass Russland den Iranern mit Informationen hilft. «Wir wissen: Wenn sie ein Mal Bilder machen, bereiten sie sich vor. Wenn sie ein zweites Mal Bilder machen, ist es eine Simulation. Beim dritten Mal bedeutet es, dass sie in ein oder zwei Tagen angreifen werden.»

Beweise für seine Anschuldigungen legte Selenski allerdings nicht vor. Doch es gab auch von anderen Seiten immer wieder Aussagen, dass Russland dem Iran mit Satellitendaten und Drohnentechnologie hilft. Der russische Präsident Wladimir Putin hat ein grosses Interesse daran, den Krieg zu verlängern. Mehr dazu liest du in diesem Artikel.

Die US-Regierung und Donald Trump spielten solche Berichte in der Vergangenheit aber herunter. So sagte der US-Präsident, dass Moskau den Iran möglicherweise «ein bisschen» unterstütze. Eine Sprecherin des Weissen Hauses stellte damals jedoch klar: «Nichts, was dem Iran von einem anderen Land zur Verfügung gestellt wird, beeinträchtigt unseren Erfolg.»

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