Darum gehts
- Ätna-Ausbruch auf Sizilien: Riesige Aschewolke legt Flugverkehr in Catania lahm
- Mindestens 50 Flüge betroffen, Alarmstufe Rot für den Flugverkehr ausgerufen
- Aschewolke stieg vier Kilometer hoch, Betrieb ab 22 Uhr geplant
Der Ätna sorgt auf Sizilien für Chaos: Europas aktivster Vulkan schiesst eine riesige Aschewolke in den Himmel. Das hat direkte Konsequenzen für Schweizer Feriengäste.
Bereits am frühen Morgen meldeten die Behörden eine stark erhöhte Aktivität am Vulkan. Die Warnstufe für den Flugverkehr wurde vorsorglich auf «Rot» gestuft. Mittlerweile hat die Aschewolke den Flugbetrieb massiv beeinträchtigt. Mindestens 50 Flüge fallen aus.
Alarmstufe Rot
Der Ausbruch des Vulkans begann gestern. Nach Angaben des italienischen Instituts für Geophysik und Vulkanologie (INGV) stieg die Aschewolke vier Kilometer in die Höhe. Es ist noch nicht abzusehen, wie lange die aktive Phase andauern wird.
Aus Sicherheitsgründen fallen Flüge aus oder werden auf den nahegelegenen Flughafen in Palermo umgeleitet. Denn selbst wenn die Aschewolke nicht unmittelbar auf der Flugstrecke liegt, können die winzigen Aschepartikel in den Jetstreams die Triebwerke und die Elektronik der Flugzeuge schädigen.
Schweizer Flüge betroffen
Die Aschewolke legt den Flugverkehr sowohl für ankommende als auch abfliegende Flüge lahm. Auch Schweizer Verbindungen stehen auf der Kippe. Der Edelweiss-Flug von Catania nach Zürich steht für heute Abend vorerst noch als «pünktlich» im Flugplan.
Anders sieht das beim Flug nach Basel aus: Der Easyjet-Flug von Catania nach Basel wurde gestrichen. Die Passagiere sitzen nun am Flughafen in Catania fest und müssen hoffen, dass der Betrieb bald wieder aufgenommen wird. Ab 22 Uhr soll der Flugbetrieb wieder anlaufen.
Ätna sorgt immer wieder für Flugchaos
Der Ätna ist in diesem Sommer bereits mehrfach ausgebrochen. Schon im Juli und August kam es zu Eruptionen und erheblichen Einschränkungen im Flugverkehr.
Bei einem Ausbruch im August war der Flugverkehr auf Sizilien über eine Woche lang beeinträchtigt. Mehr als 100'000 Feriengäste waren damals von den Ausfällen betroffen. Die Aschewolke zog bis nach Malta und Libyen.
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