Achtung, Seuchen-Alarm!
Virus legt Dutzende Wanderer auf Kult-Route flach

Eigentlich wollten sie die unberührte, wilde Natur der USA erleben. Stattdessen leiden sie unter Brechdurchfall und üblen Krämpfen. Dutzende Wanderer steckten sich in den vergangenen Wochen auf dem berühmten Pazific Crest Trail mit dem Norovirus an.
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Auf einem Wegabschnitt in der Nähe der kalifornischen Stadt Los Angeles kam es in den vergangenen Wochen zu einem Norovirus-Ausbruch. (Symbolbild)
Foto: Shutterstock

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Norovirus-Ausbruch auf dem Pacific Crest Trail nahe Los Angeles gemeldet
  • Rentner (73) musste am 14. Mai per Helikopter ins Spital
  • 4270 Kilometer lange Route: Mindestens sieben bestätigte Fälle seit 8. Mai
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Wiebke KöhneRedaktorin Newsdesk

Jahr für Jahr zieht der Pacific Crest Trail Tausende Wanderer in seinen Bann. Die Wanderroute verläuft über 4270 Kilometer – von der mexikanischen Grenze bis nach Kanada. Jetzt sorgt ein Norovirus-Ausbruch für Alarm auf der Route.

Wie das Nachrichtenportal SFGate berichtete, wurden bereits am 8. Mai die ersten Erkrankungen gemeldet. Bald zeigten zwei Dutzend weitere Wanderer Symptome. Bei mindestens sieben wurde das Norovirus nachgewiesen. Besonders heftig traf es einen Rentner (73). Er erkrankte am 14. Mai im Camp so schwer, dass er den Notruf wählte. Daraufhin wurde er von Rettungskräften mit einem Helikopter in ein nahe gelegenes Spital geflogen.

Rätsel um Ausbruch

Der betroffene Trail-Abschnitt befindet sich mit dem Auto etwa eine Stunde von der kalifornischen Stadt Los Angeles (USA) entfernt. Der Infektionsherd konnte bis jetzt noch nicht ermittelt werden. Laut SFGate wurde vorerst ein infiziertes Wasserdepot vermutet. Später ging man aufgrund der Inkubationszeit von 48 Stunden davon aus, dass die Wanderer bereits krank waren, als sie das Depot erreichten.

Noroviren sind äusserst hartnäckige und hochansteckende Krankheitserreger. Laut dem Bundesamt für Gesundheit können bereits 10 bis 100 Viren zu einer Ansteckung führen. Blick zeigt, was das Virus ausmacht und wie du dich davor schützen kannst.

Zäher Erreger lauert überall

Das Virus löst nach 12 bis 48 Stunden heftigen Brechdurchfall, Bauchkrämpfe und Kopfschmerzen aus. Manchmal kommt Fieber dazu. Im Normalfall klingen die Symptome nach zwei bis drei Tagen ab. Ein Heilmittel gibt es nicht. Wichtig ist, dass Betroffene wegen des Flüssigkeitsverlusts viel trinken.

Prävention ist die beste Massnahme gegen den Krankheitserreger. Um sich zu schützen, sollte man seine Hände regelmässig gründlich mit Seife waschen. Für Oberflächendesinfektionen eignet sich unter anderem verdünntes Javelwasser (0,1 Prozent).

Das Problem: Die Viren sind weltweit verbreitet und anpassungsfähig. Sie lassen sich nicht nur über direkten Hautkontakt oder Tröpfcheninfektion übertragen. Sind beispielsweise Türklinken oder andere Oberflächen kontaminiert, können sie noch mehr als 12 Tage lang ansteckend bleiben. Auch in Wasser und Nahrungsmitteln können sich die Viren tagelang verstecken.

Die Pacific Crest Trail Association rät Wanderern derzeit dazu, Wasser abzukochen und keine Lebensmittel zu teilen.

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