Wie geht das denn?
Neue 3,5-Zimmerwohnung für unter 1800 Franken – und das in Zug!

In Zug entstehen in der Überbauung «Schliifi» 272 neue Wohnungen. 70 Prozent davon haben 3,5 Zimmer und kosten unter 1800 Franken im Monat. Die Korporation Zug verzichtet auf unnötigen Schnickschnack, um so günstige Apartments anbieten zu können.
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In Zug entstehen in der Überbauung «Schliifi» 272 neue Wohnungen, die deutlich unter 2000 Franken kosten.
Foto: PD

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • In Zug entstehen 272 günstige Mietwohnungen, darunter 3,5-Zimmer für 1800 Franken
  • Das Projekt «Schliifi» kostet 142,5 Millionen CHF und spart bei Parkplätzen
  • 70 Prozent der Wohnungen sind 3,5-Zimmer, Bauarbeiten starten in wenigen Monaten
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Patrik BergerRedaktor Wirtschaft

Eine 3,5-Zimmer-Wohnung für weniger als 1800 Franken – und das ausgerechnet in Zug! Was auf dem überhitzten Zuger Wohnungsmarkt fast unglaublich klingt, soll bald Realität werden. Die Korporation Zug plant an der Stadtgrenze eine Grossüberbauung mit 272 preisgünstigen Mietwohnungen und fünf Ateliers. Investiert werden 142,5 Millionen Franken, wie das Onlineportal Zentralplus berichtet.

Die Baueingabe für das Projekt «Schliifi» ist bereits erfolgt, auf einem Grundstück zwischen Nordstrasse und Bahnlinie stehen die Baugespanne für die 5-stöckigen Bauten. Läuft das Bewilligungsverfahren ohne grössere Probleme, könnten schon in wenigen Monaten die Baumaschinen auffahren.

Die Mieten sind attraktiv – nicht nur für den Grossraum Zug. «Eine Dreieinhalb-Zimmer-Wohnung wird unter 1800 Franken kosten», sagt Korporationspräsident Urban Keiser zu Zentralplus. 70 Prozent der 272 Wohnungen sollen diese Grösse haben. Daneben entstehen auch wenige 2-, 3- und 4-Zimmer-Wohnungen.

Es wird konsequent gebaut

Damit solche Mieten möglich sind, wird konsequent gespart – allerdings nicht einfach bei der Wohnqualität, wie Keiser versichert. Die Korporation verzichtet etwa auf Hochhäuser und ein zusätzliches Untergeschoss für Parkplätze, um die Kosten im Rahmen zu halten. Zudem erhält nicht jede Wohnung einen eigenen Autoabstellplatz. Statt möglichst viel Beton zu verbauen, setzt das Projekt auf Backsteinmauern und Holzdecken.

Noch bevor überhaupt gebaut wird, ist klar: Um diese günstigen Wohnungen gibts ein grosses Gerangel! Deshalb gelten strenge Vergaberegeln. Zuerst kommen Zugerinnen und Zuger zu einer Wohnung. Danach Personen, die bereits in Zug wohnen. An dritter Stelle folgen Menschen, die in Zug arbeiten.

In Zürich-Altstetten gar für 1660 Franken

Von Interessenten überrannt wurde auch die ABZ-Genossenschaft, die in Zürich mit der grossen Kelle angerichtet hat. Und eindrücklich zeigt, was selbst in einem überhitzten Umfeld in Sachen Neubau machbar ist. Auf dem Koch-Areal, dem Gelände einer alten Farbenfabrik, hat sie über 200 neue Wohnungen gebaut. 164 davon im 85 Meter hohen Tower mit 26 Etagen, im Nebengebäude mit acht Stockwerken sind es noch einmal 40 Appartements.

Die Preise sind für Zürcher Verhältnisse schon fast unverschämt günstig: Eine 3,5-Zimmer-Wohnung mit 82 Quadratmetern in einer oberen Etage gibts für 1660 Franken im Monat – inklusive Nebenkosten. Ein Apartment mit 2,5 Zimmern und 44 Quadratmetern gar schon für 1105 Franken monatlich. Für Familien spannend: 4,5-Zimmer mit 101 Quadratmetern in einer unteren Etage kosten 1955 Franken. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Miete für eine 4-Zimmer-Wohnung in Altstetten beträgt 3300 Franken. Kein Wunder, waren die Appartements flugs weg.


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