«Will Davos zeigen, wie gut es uns geht»
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Trump vor WEF-Besuch:«Will Davos zeigen, wie gut es uns geht»

Trump plant Treffen mit allen beteiligten Parteien im Grönland-Konflikt
«Es gibt kein Zurück. Darin sind sich alle einig!»

Am Montag begann das Weltwirtschaftsforum 2026. In Davos diskutieren Staats- und Regierungschefs, Wirtschaftsvertreter und NGOs bis Ende Woche über globale Sicherheit, Wirtschaft und Klimafragen. Mit Blick bleibst du auf dem Laufenden.
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Am Montag startet in Davos das WEF 2026.
Foto: AFP
vor 6 Minuten

Parmelin: «Vielleicht ein Grund für Trump, mit uns zu sprechen»

Von Céline Zahno, Redaktorin Politik

Bundespräsident Parmelin im Gespräch mit Blick Redaktorin Céline Zahno.

9.40 Uhr, Dienstagmorgen: Bundespräsident Guy Parmelin (66) trifft im Kongresszentrum am WEF in Davos ein. Zwischen bilateralen Treffen findet er kurz Zeit für ein Gespräch mit Blick. Parmelin betont vor allem eins: An diesem WEF muss er flexibel bleiben. Bis in den letzten Minuten kann es offen bleiben, ob es zu einem Gespräch mit US-Präsident Donald Trump (79) kommt. «Das ist nicht nur bei den Amerikanern so, sondern bei allen Staatsvertretern.» Allerdings habe die Schweiz ein Schutzmandat im Iran. «Vielleicht ist das für ihn schon ein Grund, mit uns zu sprechen. Wie werden sehen.»

Man sei bereit über verschiedenste Themen zu sprechen – von den Zöllen bis zu der internationalen Situation. «Für mich ist vor allem der direkte Kontakt mit ihm wichtig.» Zum letzten Mal sei er am WEF im Jahr 2020 mit der damaligen Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga (65) auf Trump getroffen. Damals konnte Parmelin nicht direkt mit Trump reden. «Hier ist es wahrscheinlich sehr eng. Das ist eine bessere Diskussionsbasis.»

Ein Durchbruch bei den Zöllen ist am WEF allerdings nicht zu erwarten. Trump hat klar gemacht: Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer ist für den Zoll-Deal mit der Schweiz zuständig. Zwar braucht es am Schluss die Unterschrift von Trump, bis dann muss der Deal allerdings noch finalisiert werden. Greer ist auch am WEF. 

vor 37 Minuten

«Wie ein pubertierendes Kind behandeln»

US-Präsident Donald Trump reist am Mittwoch ans WEF in Davos und steht schon im Vorfeld im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Viele sprechen von einer «Trump-Show». Doch passt seine Politik überhaupt zum Geist des WEF und was bedeutet sein Auftritt für die Schweiz und Europa? «Man muss ihn wie ein pubertierendes Kind behandeln», sagt Verhandlungsexperte Manfred Elsig im Podcast zu «Durchblick»-Host Jasmin Wernli. Für ihn ist klar: Das WEF ist für Donald Trump vor allem eine grosse Showbühne – vergleichbar mit den Oscars. Eine Ausladung sei keine Option. Man müsse Trump zuhören und ihm die Bühne geben. Die Podcast-Folge findest du hier.

09:14 Uhr

Trump nutzt WEF für Grönland-Diskussion

Das Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos soll auch Schauplatz des Grönland-Konflikts werden. US-Präsident Donald Trump hat auf seiner Onlineplattform Truth Social ein Treffen der beteiligten Parteien angekündigt.

Den avisierten Gesprächen sei ein Telefonat mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte vorangegangen. Trump bekräftigte, dass die zu Dänemark gehörende Insel Grönland «von entscheidender Bedeutung» für die internationale Sicherheit und die nationale Sicherheit der USA sei. «Es gibt kein Zurück. Darin sind sich alle einig!», schrieb Trump. 

Er will Dänemark dazu bringen, die Arktisinsel an die USA zu verkaufen. Deutschland und weitere Staaten hatten daraufhin als Zeichen der Solidarität mit Dänemark Soldaten zu einer Erkundungsmission nach Grönland geschickt. Wie die Haltung der Schweiz zu dieser Thematik aussieht und die Frage, wie sich die Schweiz positionieren soll, hat unser Kollege Joschka Schaffner separat zusammengefasst.

06:24 Uhr

Weisses Haus veröffentlicht Trumps WEF-Agenda

Von Angela Rosser, Redaktorin am Newsdesk

Der Besuch des US-Präsidenten Donald Trump (79) ist für Mittwoch angesetzt. Nun gibt das Weisse Haus auch bekannt, wie der Zeitplan des Präsidenten aussehen wird. Am Dienstagabend wird er die Reise in die Schweiz antreten. Am Mittwoch um 14.10 Uhr findet in Davos eine Begrüssung statt, bevor er kurz danach, um 14.30 Uhr, seine Rede halten wird.

Später geht es weiter mit bilateralen Gesprächen. Um 17.25 Uhr wird zum grossen Empfang geladen. Am Donnerstag wartet noch ein Task auf Trump. Er soll um 10.30 Uhr die grundlegenden Regeln für seinen Friedensrat präsentieren. Danach geht es wieder nach Hause.

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02:14 Uhr

Sachbeschädigungen bei Anti-WEF-Demo in Zürich

Von Daniel Kestenholz, Redaktor Nachtdienst

Anfangs tolerierte die Stadtpolizei Zürich eine unbewilligte Nachdemonstration in der Limmatstadt – nach einer längeren Blockade wurde sie jedoch aufgelöst. Die Trump- und WEF-Gegner sorgten für noch unbezifferte Sachbeschädigungen.

Ausschreitungen bei der Demo in Zürich.
Foto: keystone-sda.ch

Der Protestzug unter dem Motto «Trump still not welcome!» startete kurz vor 19 Uhr bei der Stadthausanlage und führte bis zum Helvetiaplatz. Unterwegs wurden Böller und Rauchpetarden gezündet, Fassaden mit Farbe beschmiert und Schaufensterscheiben an der Ecke Bahnhofstrasse/Uraniastrasse eingeschlagen. Auch an einer Tramhaltestelle entstanden Schäden. Mehrere Abfallcontainer wurden angezündet, sodass die Berufsfeuerwehr ausrücken musste.

Ein anderer Teil der Demonstrierenden, darunter Mitglieder des schwarzen Blocks, ging nach Ende der bewilligten Kundgebung nicht zum Helvetiaplatz, sondern formierte eine unbewilligte Nachdemonstration in der Militär- und Kasernenstrasse. Nachdem sie dort eine Blockade errichtet hatten, löste die Polizei diese kurz nach 21.30 Uhr mit einem Wasserwerfer auf.

Dabei wurden die Einsatzkräfte mit Steinen und Feuerwerk angegriffen, woraufhin die Polizei Reizstoff und Gummischrot einsetzte. Zwei Polizisten wurden getroffen, blieben aber unverletzt. Die Demonstration löste sich schliesslich kurz vor 23 Uhr auf.

Trotz grosser Polizeipräsenz kam es zu Sachbeschädigungen in noch unbekannter Höhe.
Foto: keystone-sda.ch
19.01.2026, 23:12 Uhr

Planen USA eine grosse Friedensinitiative in Davos?

Von Christian Kolbe und Céline Zahno

Die Schweiz wurde von US-Präsident Donald Trump eingeladen, dem sogenannten «Board of Peace» beizutreten. Das bestätigt das Aussendepartement (EDA) auf Anfrage von CH Media. Die neue Initiative hat das erklärte Ziel, einen Waffenstillstand in Gaza zu unterstützen, den Wiederaufbau zu überwachen und allgemein den Frieden zu fördern. 

Zwar stehe die Schweiz Initiativen zur Friedensförderung grundsätzlich offen gegenüber, doch müsse das EDA den Vorschlag «sorgfältig» prüfen. Zuerst sollen Gespräche mit betroffenen Akteuren klären, ob und in welcher Form sich die Schweiz engagieren könne, erklärt EDA-Sprecherin Mélanie Gugelmann.

In Davos machen derweil Gerüchte die Runde, dass die USA eine noch viel umfassendere Friedensinitiative plane. Derzeit werden in Davos Räumlichkeiten gesucht, in denen die amerikanische Delegation mit eingeladenen Gästen den Grundstein zu diesem globalen Friedensprojekt legen können. Ob auch Donald Trump (71) an diesem Event teilnehmen wird, ist offen. Trump sieht sich in seinem Selbstverständnis als den grossen Friedensstifter unserer Zeit. Selbst wenn Trump nicht dabei sein wird, so befinden sich in seinem Tross mit Steve Witkoff (68) oder seinem Schwiegersohn Jared Kushner (45) Leute, die sich schon um Lösungen in diversen Konflikten bemüht haben. 

Neben der Schweiz und weiteren rund 60 Nationen soll auch Russland eine Einladung in den Friedensrat erhalten haben. Hier der Bericht dazu.

Foto: Getty Images
19.01.2026, 22:38 Uhr

Bilder nach Anti-WEF-Demo in Zürich

Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk

Nach den Ausschreitungen am Rande der Anti-WEF-Demo in Zürich zeigen Bilder der Nachrichtenagentur BRK NEWS die Verwüstungen. Es sind brennende Müllsäcke zu sehen, auf den Gleisen beim Stauffacher liegen Abfalleimer, die aus ihren Verankerungen gerissen wurden. 

Die Polizei war mit einem Grossaufgebot vor Ort und setzte Wasserwerfer ein. Mittlerweile hat sich die Lage beruhigt. 

19.01.2026, 20:39 Uhr

Anti-WEF-Demo eskaliert

Von Jan-Niklas Reinhardt, Social Media Manager

Rund zwei Stunden nach Beginn der Demo gegen das WEF ist die Stimmung zunehmend aggressiv. Bei der Ecke/Kaserne Europaallee zünden die Beteiligten Pyros. Im Hintergrund sind ununterbrochen Sirenen zu hören. 

Offenbar droht die Polizei auch mit Gummischrot. Journalisten, die sich am Rande der Demonstration aufhalten, werden gebeten Abstand zu halten. 

Videos zeigen hitzige Anti-WEF-Demo
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Pyros und Gummischrot:Videos zeigen hitzige Anti-WEF-Demo

Auf der Höhe der Militärkaserne kommt es zur Blockade. Die Polizei drohte mit Wasserwerfern. 

Um 21.15 Uhr scheint sich die Lage langsam zu beruhigen. Bilder vom Zürcher Hauptbahnhof zeigen, dass die Treppe auf der Seite der Europaallee gesperrt wurde. 


19.01.2026, 18:59 Uhr

Anti-WEF-Demo in Zürich: Über 1000 Menschen versammeln sich

Hunderte demonstrieren in Zürich gegen Trump
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Polizei vor Ort:Über 1000 Menschen bei Anti-Trump-Demo in Zürich

Von Jan-Niklas Reinhardt, Social Media Manager

Am Montagabend versammeln sich über 1000 Menschen in Zürich um gegen das WEF – und hauptsächlich gegen die Reise von Donald Trump – zu protestieren. Die Kundgebung ist bewilligt. 

Auf dem Zürcher Bürkliplatz ist die Lage unübersichtlich. Vertreten ist eine breite Allianz aus linken Organisationen. Derzeit ist die Bahnhofstrasse in Zürich gesperrt. Die Route führt voraussichtlich vom Bürkliplatz via Limmatquai und Rudolf-Brun-Brücke weiter in Richtung Kreis vier.

Auf der Münsterbrücke zünden die Demonstranten rote Rauchpetarden. Die Polizei ist mit einem Grossaufgebot vor Ort. 

Bislang verläuft alles soweit friedlich. An der Bahnhofsstrasse seien einzelne Scheiben beschmiert worden. Vor allem den Cadillac-Showroom hat es getroffen. 

Polizisten halten sich bereit. (Credit: Jan-Niklas Reinhardt)
Demonstranten zünden Feuerwerk
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Auf der Münsterbrücke:Demonstranten zünden Feuerwerk
19.01.2026, 18:52 Uhr

Stimmung der Schweizer Bosse ist im Keller

Von Christian Kolbe, Redaktor Wirtschaft

Bislang zeigten sich die Schweizer CEOs sehr widerstandsfähig: Jahr für Jahr blickten die Schweizer Chefs im globalen PwC CEO Survey optimistischer in die Zukunft als ihre Kollegen rund um die Welt. Das hat sich in diesem Jahr dramatisch geändert. Nur noch ein Viertel der Schweizer CEOs glauben daran, dass 2026 der Umsatz ihrer Firmen steigen wird.

Auch die Zuversicht bezüglich der Schweizer Wirtschaft insgesamt ist so tief wie noch nie. 37 Prozent der Schweizer Chefs glauben, dass die Wirtschaftsleistung hierzulande zulegen wird, während global gut die Hälfte der CEOs an Wachstum in ihrem Land glaubt.

«Die Schweiz zeigt sich im Umgang mit Zöllen widerstandsfähig. Viel mehr Sorgen bereiten uns das langsame wirtschaftliche Wachstum und vor allem die grundsätzlichen Fragen, wie wir mit dem technologischen Wandel – insbesondere KI – umgehen», sagt Gustav Baldinger (53), CEO von PwC Schweiz. Die drohende Konsequenz in der Schweiz: Die Arbeitslosigkeit wird steigen.

Gustav Baldinger, CEO PwC Schweiz.
Foto: Christian Kolbe
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