Thema Sicherheitsgarantien «erledigt»
Trump und Selenski treffen Vereinbarung – Gespräche mit Russland geplant

Selenski und Trump vereinbaren Sicherheitsgarantien für die Ukraine. Das Abkommen, das die nationalen Parlamente prüfen sollen, wurde am Weltwirtschaftsforum in Davos vorgestellt. Weitere Gespräche finden in Abu Dhabi statt.
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Selenski und Trump haben sich geeinigt.
Foto: AFP

Darum gehts

  • Selenski und Trump vereinbaren Sicherheitsgarantien für Ukraine, Treffen in Davos
  • Trumps Sondergesandter Witkoff reist nach Moskau für Putins Gespräch
  • Ukrainische Delegation umfasst fünf Mitglieder, darunter Umjerow und Budanow
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Der ukrainische Präsident Wolodimr Selenski (47) teilte mit, dass er mit US-Präsident Donald Trump (79) eine Vereinbarung über Sicherheitsgarantien für die von Russland angegriffene Ukraine erzielt habe. Vor Journalisten in der Schweiz erklärte Selenski am Donnerstag, das Thema sei nun «erledigt».

Er betonte jedoch, dass das Abkommen von beiden Präsidenten unterzeichnet werden müsse, bevor es den nationalen Parlamenten zur Prüfung vorgelegt werde. Zuvor hatte Selenski Trump beim Weltwirtschaftsforum in Davos getroffen.

Bereits zuvor hatte er angekündigt, dass Vertreter der USA, der Ukraine und Russlands in den Vereinigten Arabischen Emiraten über ein mögliches Ende des Kriegs verhandeln wollen. Die Gespräche auf Expertenebene sollen bereits am Freitag und Samstag stattfinden.

Witkoff soll auf Putin treffen

Die ukrainische Delegation wird nach Angaben Selenski aus Chefunterhändler Rustem Umjerow (43), Präsidialkanzleichef Kyrylo Budanow (40), Generalstabschef Jurij Hnatow, Fraktionschef der Präsidentenpartei David Arachamija (46) sowie Vize-Aussenminister Serhij Kyslyzja (56) bestehen. Von russischer Seite wurden die Teilnehmer bislang nicht bestätigt.

Trumps Sondergesandter Steve Witkoff (68) der zuvor ebenfalls auf die Gespräche in Abu Dhabi verwiesen hatte, soll am Abend zunächst nach Moskau reisen, um mit Russlands Präsident Wladimir Putin (73) zu sprechen.

Selenski bezeichnete das Treffen als erstes trilaterales Treffen, dämpfte jedoch die Erwartungen: Es sei eine Initiative der Amerikaner gewesen, «ich hoffe, dass die Emirate Bescheid wissen». Dennoch sei es wichtig zu prüfen, ob Russland zu Kompromissen bereit sei.

«Wir haben noch einen Weg vor uns»

Direkte offizielle Treffen zwischen den Kriegsparteien hat es seit mehreren Monaten nicht mehr gegeben; zuletzt war Istanbul dafür Schauplatz. Russische und ukrainische Militärs und Geheimdienstler nutzten jedoch Abu Dhabi bereits für informelle Gespräche, unter anderem zum Austausch von Kriegsgefangenen. Nach Kreml-Angaben war bei den Gesprächen im November auch ein US-Vertreter anwesend.

Zum kurzfristig angesetzten Treffen zwischen Trump und Selenski in Davos machten beide Seiten nur spärliche Angaben. Einen Durchbruch gab es nach Trumps Worten nicht. «Wir haben noch einen Weg vor uns», sagte er vor Reportern. Das Gespräch sei dennoch konstruktiv verlaufen, und man müsse nun abwarten, wie die Unterhändler Witkoff und Jared Kushner die Gespräche mit Putin fortsetzen. Dabei sei die Botschaft an Russland klar: «Der Krieg muss aufhören.»

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