«Ich werde nächstes Jahr Pop-Tarts mitbringen»
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Bessent über Essen in Davos:«Ich werde nächstes Jahr Pop-Tarts mitbringen»

«Steige lieber auf Käfer und Insekten um»
US-Finanzminister motzt über das Essen in Davos

Am Montag begann das Weltwirtschaftsforum 2026. In Davos diskutieren Staats- und Regierungschefs, Wirtschaftsvertreter und NGOs bis Ende Woche über globale Sicherheit, Wirtschaft und Klimafragen. Mit Blick bleibst du auf dem Laufenden.
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Am Montag startet in Davos das WEF 2026.
Foto: AFP
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Blick Newsdesk
vor 45 Minuten

WEF-Woche geht zu Ende – bye, bye Davos!

Von Christian Kolbe, Redaktor Wirtschaft, und Newsdesk-Team


Mit den Schlussworten von WEF-Präsident Børge Brende (60) beschliessen auch wir die Live-Berichterstattung aus Davos. Festzuhalten gilt: Der Wert des Jahrestreffen ist für die Schweiz unbezahlbar. Einmal im Jahr schaut die Welt auf unser Land, Schweizer Politiker und Wirtschaftsführer können in kürzester Zeit wichtige Kontakte pflegen oder neue knüpfen. 

Welches andere Land vergleichbarer Grösse hat US-Präsident Donald Trump (79) schon dreimal besucht? Keines! Das macht das WEF für die Schweiz so wertvoll. 

Das gilt auch für uns Journalisten: Eine Fahrt mit Finanzministerin Karin Keller-Sutter (62) im Golfwagen, eine Rauchpause mit Schweiz-Tourismus-Chef Martin Nydegger (54), eine lockerer Chat mit SNB-Präsident Martin Schlegel (49) an der Kaffeebar, ein Selfie mit dem Lieblings-Podcast-Duo – all das gibt es nur in Davos. Was gesprochen wird, bleibt in Davos. Doch es liefert Ideen für Geschichten übers ganze Jahr, eröffnet das Verständnis für komplexe Zusammenhänge und neue Perspektiven. 

Hinter den Kulissen tobt ein Kampf um die Zukunft des WEF, andere Veranstaltungsorte machen die Runde. Das WEF ist eine Perle, die die Schweiz nicht verlieren darf. Deshalb müssen die Organisatoren, der Bund und die Gemeinde Davos alles dafür tun, dass sich die Welt auch in Zukunft einmal im Jahr in der Schweiz trifft! 

Vielen Dank für euer Interesse und bis zur 57. Ausgabe des WEF im Januar 2027.

Blick-Team in Davos (von links): Céline Zahno (Politik), Raphaël Dupain (Fotograf), Christian Kolbe (Wirtschaft), Rolf Cavalli (Chefredaktor), Sandro Zulian (News). Es fehlt: Samuel Schumacher (Ausland).

vor 48 Minuten

Eidgenossenschaft räumt das Feld

Von Christian Kolbe, Reaktor Wirtschaft

Bereits am Dienstag knallen im Eisstadion wieder die Pucks an die Bande. Deshalb muss es mit dem Abbau schnell gehen. Seit dem frühen Freitagmorgen ist das Bundesamt für Bauten und Logistik dabei, das House of Switzerland abzubrechen. Dekomaterial und Möbel werden im Depot gelagert, bis das WEF-Hauptquartier im nächsten Jahr wieder in neuem Glanz erstrahlen kann.

Vier Bundesräte (Bundespräsident Guy Parmelin (66), Finanzministerin Karin Keller-Sutter (62), Aussenminister Ignazio Cassis (64) und Verteidigungsminister Martin Pfister (62)) haben die Schweiz am WEF in Davos vertreten und House of Switzerland Regierungsvertreter anderer Länder getroffen oder Medienkonferenzen abgehalten. Wie die bundesrätliche WEF-Bilanz ausgefallen ist, liest du hier.

11:11 Uhr

«Wir dürfen die Kinder nicht fallen lassen»

Von Christian Kolbe, Redaktor Wirtschaft

Den Staaten geht das Geld aus, die Schulden steigen. Das spüren humanitäre Organisatoren wie Unicef besonders stark. Deshalb muss nun die Wirtschaft die Kinder retten. Unicef-Vizedirektorin Kitty van der Heijden (61) lebt in New York, spricht die Sprache der Banker und Topmanager. Viel ist im Gespräch mit Blick in Davos die Rede von «Business Cases» und «Investments». Die Sprache, die die «Davos Men» verstehen.

«Wir sind stark im Bildungsbereich», sagt van der Heijden. «1 Dollar in Bildung investiert, lässt BIP um 20 Dollar steigen». 

Sie zählt weitere weitere «Business Cases» auf: Impfungen oder der Zugang zu sauberen Wasser. «Würde sich ihr Aktienportfolio Verzwanzigfachen, sie wären komplett am durchdrehen», sagt die geborene Holländerin und gibt zu bedenken: «Wir dürfen die Kinder nicht fallen lassen, nur weil die Welt immer mehr polarisiert ist.»

10:27 Uhr

US-Finanzminister motzt über das Essen in Davos

Von Michael Hotz, Redaktor Wirtschaft

Die Bündner Bergen sind nicht die Rocky Mountains: Ein hochrangiger Vertreter der Trump-Regierung erlitt am WF einen Kulturschock der kulinarischen Art. Dem US-Finanzminister Scott Bessent (63) hat das Essen in Davos nämlich überhaupt nicht geschmeckt.

«Ich werde nächstes Jahr Pop-Tarts mitbringen»
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Bessent über Essen in Davos:«Ich werde nächstes Jahr Pop-Tarts mitbringen»

In einem Interview mit dem rechtsgerichteten TV-Sender «Real America's Voice» zog Bessent über das Essensangebot rund ums WEF her: «Vor einigen Jahren gab es von der Davoser Elite die Vision, dass wir in Zukunft Insekten und Käfer essen. Nach ein paar Tagen mit dem Essen hier werde ich vielleicht auf Käfer und Insekten umsteigen.» Fürs WEF 2026 will er deshalb vorsorgen – mit einem bekannten US-Gebäck. «Nächstes Jahr bringe ich ein paar Pop-Tarts mit.»

Warum dem US-Finanzminister die Lust auf die Davoser Kulinarik vergangen ist und was er genau gegessen hat, ist nicht bekannt. Eigentlich ist das Angebot in den dortigen Restaurants sehr vielfältig – aber sehr teuer, wie Blick-Redaktor Sandro Zulian selber erlebt hat. Seine Erfahrungen hat er hier geteilt.

09:59 Uhr

Bleibt das WEF in Davos?

Von Robin Wegmüller, Redaktor Wirtschaft

Die Gerüchte fliegen schon seit längerem durch das Davoser Kongresszentrum. Was unter WEF-Gründer Klaus Schwab (87) noch undenklich war, ist heute eine Option: Davos – und die Schweiz – könnten das WEF verlieren. Etliche Top-Manager spielen mit dem Gedanken, das WEF zu verlegen. Auch Co-Präsident Larry Fink (73) hat in der «Financial Times» andere Austragungsorte angesprochen, die ihm durch den Kopf schwirren. Jetzt sorgt sich auch der Bundesrat. Mehr dazu im Artikel von WEF-Stammgast Christian Kolbe.

Foto: KEYSTONE
06:46 Uhr

«Lahme Ente»: Trump teilt gegen Newsom aus

Von Jessica von Duehren, Teamlead Newsdesk

Ihre Feindschaft leben US-Präsident Donald Trump (79) und Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom (58) offen aus. «Haut diesem Wahnsinnigen in die Fresse», sagte Newsom erst am Dienstag zu einer Runde Journalisten am Rand des WEF, wie mein Kollege Samuel Schumacher berichtete.

Foto: Steven Senne/AP/dpa

Jetzt hat Trump ebenfalls mal wieder zu einem Rundumschlag gegen Newsom ausgeholt. Auf Truth Social schreibt er: «Gavin Newscum (so nennt Trump seinen Kontrahenten spöttisch, Anm. d. Red.), lahme Ente und Gouverneur eines scheiternden Staats, sollte nicht in Davos herumlaufen, um die Aufmerksamkeit ausländischer Staatschefs zu erregen und unser Land in Verlegenheit zu bringen.»

Lieber solle sich der Gouverneur um seinen Bundesstaat und den Wiederaufbau nach den verheerenden Bränden vor einem Jahr kümmern. «Mit einer Bilanz wie seiner, der Zerstörung eines der schönsten Orte der Welt, den die Menschen in Scharen verlassen, ist es unvorstellbar, dass er für das Präsidentenamt kandidieren könnte, aber wer weiss, es ist eine sehr seltsame Welt!», resümiert Trump in gewohnt gehässigem Ton. 

Newsom soll planen, 2028 ins Rennen um das Präsidentschaftsamt einzusteigen. 

22.01.2026, 17:45 Uhr

Selenski: Einigung mit USA über Sicherheitsgarantien für Ukraine

Von Daniel Macher, Redaktor am Newsdesk

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski gab bekannt, dass er mit US-Präsident Donald Trump eine Vereinbarung zu Sicherheitsgarantien für die von Russland angegriffene Ukraine erzielt habe. Vor Journalisten in der Schweiz erklärte Selenski am Donnerstag, das Thema sei nun «erledigt». 

Er fügte hinzu, dass das Abkommen von beiden Präsidenten unterzeichnet werden müsse, bevor es den nationalen Parlamenten zur Prüfung vorgelegt wird. Zuvor hatte Selenski Trump in Davos getroffen.

Mehr dazu erfährst du hier.

22.01.2026, 17:30 Uhr

US-Präsident Donald Trump besteigt Air Force One in Zürich

Von Daniel Macher, Redaktor am Newsdesk

Der zweitägige WEF-Besuch des US-Präsidenten Donald Trump ist zu Ende. Am späten Nachmittag hat er die Schweiz verlassen. Seine Air Force One hob um 17.37 Uhr am Flughafen Zürich ab.

Trump verliess das Kongresszentrum in Davos am Donnerstag nach dem Treffen mit dem ukrainischen Staatschef Wolodimir Selenski.

Anders als am Mittwoch, als der US-Präsident mit dem Helikopter von Zürich nach Davos flog, reiste er am Donnerstagnachmittag mit dem Auto zurück an den Flughafen Zürich. Ein Video zeigt, wie der US-Konvoi am Flughafen ankommt. 

US-Konvoi kommt am Flughafen Zürich an
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Trump verlässt die Schweiz:US-Konvoi kommt am Flughafen Zürich an

Um 17.20 Uhr traf der Autokonvoi schliesslich in Zürich ein. Dort stieg der US-Präsident in die Air Force One um, die dann um 17.37 Uhr abhob. 

Foto: keystone-sda.ch
Foto: keystone-sda.ch
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22.01.2026, 17:25 Uhr

Alessandro del Piero rockt das Kongresszentrum

Von Christian Kolbe, Redaktor Wirtschaft

Fussball-Gipfelteffen im Kongresszentrum: Erst läuft FIFA-Boss Gianni Infantino (55) vorbei, dann Fussballegende Alessandro del Piero (51, Bildmitte). Ausser bei einem befreundeten Schweizer ist das Interesse an Infantino mässig. Das Überraschendste: Infantino wieder einmal im breiten Walliser Deutsch sprechen zu hören. Doch wirklich Aufmerksamkeit zieht Del Piero, Ex-Juve-Stürmer, auf sich. Die Handys werden gezückt, Selfies gemacht, eine junge Professorin erklärt, ihr Mann sei der grösste Del-Piero-Fan.

Der Hintergrund: Im Kongresszentrum findet gerade der Davos Kick Off for the FIFA World Cup 2026 statt. Als ob es noch mehr Publicity für diesen Megaevent bräuchte ... 

22.01.2026, 16:33 Uhr

Mit Gulfstream-Jet angereist – Kritiker Elon Musk spricht am WEF

Von Michael Hotz, Redaktor Wirtschaft

In der Vergangenheit war Elon Musk (54) einer der lautesten Kritiker des Wirtschaftstreffen in Davos. 2022 bezeichnete der reichsten Mann der Welt das WEF «scheiss langweilig».

Foto: keystone-sda.ch

Jetzt hat der Tesla-Chef seine Meinung offenbar geändert. Erstmals seit 2015 ist er wieder ans Jahrestreffen in den Bündner Bergen gereist. Und nimmt um 16.30 Uhr teil an einer Podiumsdiskussion mit Larry Fink (73), Chef des Vermögensverwalters Blackrock und Co-Präsident des WEF-Stiftungsrats. Über was die beiden sprechen, ist nicht bekannt. Künstliche Intelligenz dürfte aber ein Thema sein. Schliesslich ist Musk auch Gründer des KI-Unternehmens xAi. 

Die Podiumsdiskussion kannst du hier im separaten Ticker live mitverfolgen.

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