Vorne wirds teuer – hinten günstiger
Swiss lanciert neue Sitzkategorien auf Europaflügen

Wer bei der Swiss künftig in der ersten Reihe sitzen will, muss bei der Reservation draufzahlen. Das hat der Mutterkonzern Lufthansa beschlossen. Gewisse Sitzplatzreservationen werden aber auch günstiger.
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Die Reservation der Sitze in der vordersten Reihe der Business-Klasse kostet in Zukunft mehr.
Foto: Keystone

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Die Lufthansa-Gruppe führt neue Sitzplatzgebühren auf Europaflügen ein, auch bei der Swiss
  • «First Row» kostet 40 Franken, «Back Seat» wird mit 15 Franken günstiger
  • Swiss-Tarife variieren je nach Strecke und Reisezeitpunkt
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Robin WegmüllerRedaktor Wirtschaft

Die Lufthansa-Gruppe führt neue Gebühren ein – für die besonders beliebten und unbeliebten Sitzplätze im Flieger. Konkret geht es auf allen Europaflügen um die vorderste Reihe der Business Class und die hinteren Plätze in der Economy Class. Bisher konnten Passagiere diese Sitzplätze wie alle anderen reservieren. Das ändert sich jetzt, wie das Luftfahrtportal Aerotelegraph zuerst berichtet hat.

Die Reservation der ersten Sitze im Flugzeug kostet neu als sogenannte «First Row Seats» 40 Franken. Für die hintersten Sitzreihen wird mit dem «Back Seat» dagegen eine günstigere Option eingeführt. Wer diese Sitze reservieren will, muss in Zukunft nur noch 15 Franken hinlegen – und nicht mehr 18 Franken.

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Die neuen Kategorien gelten bei allen Flügen der Lufthansa, Austrian Airlines, Brussels Airlines, Air Dolomiti, Lufthansa City Airlines – und der Swiss. Bei der Swiss-Schwester Edelweiss kommen die Gebühren aber nicht zum Einsatz. Für die Langstrecke gibt es ebenfalls keine konkreten Umsetzungspläne.

Keine einheitlichen Preise bei Swiss

Trotz der höheren Tarife in der First Row bleiben die Sitze die gleichen. Gemäss der Lufthansa profitieren Reisende von «der Exklusivität der ersten Reihe an Bord sowie den Vorteilen eines schnellen Ausstiegs nach der Landung». Daneben möchte man allgemein das Angebot innerhalb des Konzerns vereinheitlichen. Die Swiss geht trotzdem einen Sonderweg. Gegenüber Blick bestätigt die Schweizer Airline, dass die Preise nicht einheitlich bleiben. «Diese hängen von vielen verschiedenen Parametern ab, darunter zum Beispiel von der Strecke oder dem Reisezeitpunkt.»

Die Swiss und ihr Mutterkonzern – das ist so eine Sache. Seit der Übernahme der Swiss durch die Lufthansa 2005 hat der Einfluss des deutschen Riesen laufend zugenommen. Das kommt nicht überall gut an.

In den letzten Tagen haben sich Swiss-Angestellte einer Vorschrift aus Deutschland widersetzt. Denn seit Februar muss das Kabinenpersonal bei der Begrüssung der Passagiere im Flugzeug neu erwähnen, dass die Airline Teil der Lufthansa-Gruppe ist. Doch das geht regelmässig vergessen – und das offenbar mit purer Absicht. Der Grund: Das Kabinenpersonal könne sich nicht mit der Lufthansa identifizieren. Ein Swiss-Sprecher dementierte das nicht, spricht jedoch von standardisierten Bordansagen.

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