Vier Lifte und drei Gasthäuser
Bündner Skigebiet steht zum Verkauf – mitten in der Saison

Der Besitzer der Fideriser Heuberge will sich von seinem Skigebiet trennen. Die Gemeinde Fideris GR will das Mini-Resort nicht übernehmen. Das Skilifte liegen auf 2000 Metern über Meer. Und haben den längsten Schlittelweg der Schweiz.
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Die Fideriser Heuberge haben vier Skilifte.
Foto: PD

Darum gehts

  • Die Fideriser Heuberge in Graubünden stehen seit 2026 zum Verkauf
  • Dazu gehören die längste Schlittelbahn der Schweiz und drei Gasthäuser
  • Der Wert der Anlagen liegt im hohen einstelligen Millionenbereich
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Patrik BergerRedaktor Wirtschaft

Die Fideriser Heuberge stehen zum Verkauf! Das bekannte Ski- und Wandergebiet gehört Unternehmer Walter Vetsch. Er hat das Gebiet 2011 für 6 Millionen Franken gekauft. 50 weitere Investoren aus dem In- und Ausland hat er damals mit seinem Millionen-Angebot ausgestochen. Jetzt will er es abgeben, wie «Südostschweiz» berichtet. An der Generalversammlung der Heuberge AG hat er diesen Entscheid bekanntgegeben.

Zu den Fideriser Heubergen gehört die längste Schlittelbahn der Schweiz. Sie ist 12 Kilometer lang, Schlittler überwinden stolze 1100 Höhenmeter. In den vergangenen Jahren war die spektakuläre Schlittelbahn aber immer wieder wegen Schneemangel geschlossen. Das Skigebiet mit seinen vier Liften liegt dagegen auf über 2000 Metern über Meer und gilt als schneesicher. Zum Verkauf stehen auch drei Berggasthäuser mit über 200 Betten. Betrieben wird das Bündner Mini-Resort derzeit noch von Henrik Vetsch, dem Sohn von Walter Vetsch.

«Nicht Aufgabe der Gemeinde»

In Fideris GR ist man ob der Verkaufsabsichten von Eigentümer Vetsch zusammengezuckt, die Heuberge sind wichtig für den Tourismus im Prättigau und ein guter Arbeitgeber. Im Winter beschäftigt das Skigebiet rund 80 Angestellte. Schlägt die Gemeinde zu und kauft sich die Heuberge? Gemeindepräsident Luca Giger winkt ab. «Uns fehlen die Mittel für den Kauf von derzeit nicht rentablen Anlagen», sagte er zu «Südostschweiz». Zudem sei es nicht Aufgabe der Gemeinde, Skilifte und Gasthäuser zu betreiben. Er betont aber: «Wir haben Interesse an einem funktionierenden Naherholungsgebiet.»

Ziel bleibe, die für Dorf, Einheimische und Gäste wichtigen Anlagen zu erhalten, heisst es aus dem Gemeindehaus weiter. Der Wert der Anlagen dürfte im hohen einstelligen Millionenbereich liegen, der Boden gehört grösstenteils der Gemeinde.

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