Darum gehts
- Burckhardt Compression entlässt 68 Mitarbeiter am Hauptsitz in Winterthur
- Die Jobs werden teilweise ins Ausland verlagert
- US-Zölle und starker Franken führten zu einem 35-Prozent-Auftragsrückgang 2025
Jetzt ist das Ausmass des Stellenabbaus beim Maschinenbauer Burckhardt Compression bekannt. Im November 2025 hiess es noch, man wolle «einige Dutzend Stellen in Winterthur» streichen. Konkrete Angaben gab es damals nicht.
Nun ist klar: 68 Angestellte verlieren ihren Job, wie Burckhardt auf Anfrage des «Landboten» bestätigt. Die betroffenen Mitarbeiter seien bereits informiert worden. Mit 14 Angestellten habe man mit der Kündigung abgewartet, bis Nachfolgelösungen gefunden wurden.
Die Jobs werden ins Ausland verlegt, etwa nach Indien. Gleichzeitig betonte Finanzchef Rolf Brändli gegenüber der Nachrichtenagentur AWP: «Winterthur bleibt der zentrale Standort des Unternehmens, und wir werden hier auch weiterhin produzieren.»
US-Zolldeal rettete Angestellte nicht vor der Kündigung
Als Gründe für die Verlagerung von Stellen ins Ausland führte Burckhardt Compression damals den starken Franken und die US-Zölle ins Feld. Im Zeitraum April bis September 2025 gab es einen Einbruch bei den Bestellungen von 35 Prozent. «Die Unsicherheit nach dem Liberation Day hatte Folgen», so CEO Fabrice Billard.
Der ausgehandelte Zolldeal zwischen dem Weissen Haus und der Schweiz habe keinen Einfluss auf die Entlassungen gehabt, so das Unternehmen gegenüber dem Tages-Anzeiger. Man habe diese Massnahme ergreifen müssen, um die eigene Wettbewerbsfähigkeit in einem unsicheren Marktumfeld zu stärken.