Tausendsassa, Tüftler, Träumer
Wie Patron Karl Locher seine Brauerei auf Trab hält

Er hat die Brauerei Locher mit zehn Angestellten zum grössten unabhängigen Produzenten gemacht. Work-Life-Balance? Für Karl Locher «ein Pfupf».
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Die Brauerei Locher kämpfte vor 30 Jahren ums Überleben. Mit frischen Ideen sorgte Karl Locher für Aufsehen.
Foto: Samuel Trümpy für BILANZ

Darum gehts

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Erich Bürgler
Bilanz

Als Karl Lochers Familie aus den Ferien zurückkam, erlebte sie eine Überraschung. Während ihrer Abwesenheit hatte Locher den Garten komplett umgestaltet: Wo vorher Blumen blühten, schwammen nun Felchen in einem Fischweiher. Dem Inhaber der Brauerei Locher, die das Appenzeller Bier produziert, war eine Idee gekommen, die er sofort umsetzen wollte. Mit einem Bagger liess er ein 40 Kubikmeter grosses Becken ausheben und richtete im eigenen Garten eine kleine Fischzucht ein.

Als Futter verwendete er anfallende Nebenprodukte aus dem Brauprozess. «Meine Familie hatte keine grosse Freude daran», sagt Locher heute verschmitzt. Selbst das Auto in der Garage musste weichen. Dort gediehen nun Gemüsebeete, denn das Wasser des Teichs diente als Dünger für Zucchini und Brokkoli. Später entstand daraus, ausserhalb von Lochers Garten, eine professionelle Aquakultur, die bis heute Felchen züchtet – nachhaltig gefüttert.

Artikel aus der «Bilanz»

Dieser Artikel wurde erstmals in der «Bilanz» publiziert. Weitere spannende Artikel findest du unter bilanz.ch.

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Einst mit zehn Mitarbeitenden gestartet

Wer Locher kennt, wundert sich nicht wirklich darüber. Während andere Firmen eine Abteilung für Forschung und Entwicklung haben, kann das Appenzeller Unternehmen auf seinen Inhaber zählen. «Er ist der kreative Kopf im Betrieb», sagt Aurèle Meyer, CEO der Brauerei Locher. Vom Vollmondbier, das nur in Vollmondnächten gebraut wird, bis zum Naturtrüben aus der Bügelflasche: Karl Locher hat einen guten Riecher für Innovationen. Nicht nur beim Bier, auch bei der sinnvollen Verwendung von dem, was beim Brauen übrig bleibt. Daraus entsteht mittlerweile alles Mögliche, von Chips aus Biertreber über Tiefkühlpizza bis zum Hackfleischersatz. «Vieles davon beginnt mit Experimenten von Karl Locher in seiner Küche», sagt Meyer.

Unter dem Patron, dem mittlerweile 100 Prozent des Unternehmens gehören, entwickelte sich die Brauerei Locher vom Betrieb mit zehn Mitarbeitenden Anfang der 1990er-Jahre zum mit Abstand grössten unabhängigen Bierproduzenten der Schweiz. Appenzeller Quöllfrisch gehört zu den bekanntesten Biermarken. Auf den Flaschen prominent zu sehen sind Sujets wie der Seealpsee mit dem Säntis im Hintergrund, und auch Männer und Frauen in der Appenzeller Tracht dürfen nicht fehlen. Damit verkauft das Unternehmen ein Stück Heimat. Eine grosse Marketingabteilung braucht es dazu aber nicht.

Männer und Frauen in der Appenzeller Tracht und idyllische Berglandschaften dürfen auf den Appenzeller-Flaschen nicht fehlen. Damit verkauft das Unternehmen ein Stück Heimat.
Foto: Samuel Trümpy für BILANZ

Dabei war der Weg zum Erfolg alles andere als klar vorgespurt. Das 1886 von Karl Lochers Ururgrossvater gegründete Unternehmen stand 1991 vor existenziellen Bedrohungen. Das seit 1935 geltende Bierkartell fiel. Die Brauerei Locher verkaufte ihre Produkte bis dahin ausschliesslich in Appenzell Innerrhoden. Im Vergleich zur Ostschweizer Sonnenbräu, wo Karl Locher seine Brauerlehre absolviert hatte, und zur St. Galler Schützengarten war die Brauerei Locher ein Zwerg. Während des Kartells teilten sich die Brauereien die Verkaufsregionen klar auf. Restaurants bekamen ihre Biermarke zugeteilt und hatten keine Wahl.

Nun standen plötzlich die Aussendienstmitarbeiter der Konkurrenten auf der Matte der Appenzeller Restaurants. «Wir wussten, entweder gehen wir unter oder wir lassen uns etwas einfallen», sagt Karl Locher. «Und wir sagten uns, okay, wir haben zwar kein Geld, aber Motivation und Arbeitskraft.» Es war eine intensive Zeit. «Ich habe sieben Tage die Woche gearbeitet, von morgens bis abends», sagt Locher, der 1996 die Leitung der Brauerei von seinem Vater und dessen Bruder übernahm. Sein Aufgabengebiet reichte vom Fässerabfüllen übers Bierausliefern bis zum Toilettenputzen. In Sachen Marktexpansion Richtung Süden ging er eher unkonventionelle Wege. Er fuhr in der Nacht mit ein paar Kisten Bier ins Tessin und gleich wieder zurück.

Bier als Medizin

Wurde ihm das Ganze zwischendurch auch mal zu viel? «Man hat einfach gemacht», sagt Locher und schiebt gleich nach: «Der grösste Pfupf, den man in den letzten 30 Jahren erfunden hat, ist der Ausdruck Work-Life-Balance.» Life stehe sozusagen für Happiness und Work demnach für das Gegenteil. «Dabei hört mein Leben nicht auf, wenn ich zur Arbeit gehe, es fängt für mich so richtig an.»

Er führte die Marke Appenzeller Quöllfrisch ein. Vorher wurden die Biere unter dem Namen der Familie vertrieben. Neue Produkte wie das Naturtrübe stiessen allerdings nicht überall auf Anhieb auf Begeisterung. Kundinnen und Kunden beschwerten sich beim Anblick der Trübung, weil sie dachten, das Bier sei verdorben. Im Restaurant konnte man das den Gästen noch erklären, im Supermarkt nicht. Das war auch der Grund, wieso das Appenzeller Quöllfrisch erst im Coop und dann bei anderen Händlern als herkömmliches Lager in die Regale kam und das Wachstum des Unternehmens beschleunigte.

Was beim Brauen übrigbleibt, wird bei Karl Locher weiterverwertet: Aus den Nebenprodukten entstehen unter anderem Pizza und Fleischersatz.
Foto: Samuel Trümpy für BILANZ

Dabei war das trübe Bier kein Marketing-Gag von Locher. Der Verzicht auf die Filterung verringert zwar die Haltbarkeit, bringt aber klare Vorteile bezüglich der Nährstoffe: «Ein naturtrübes Bier bringt alles mit, was der Mensch zum Überleben braucht, wie Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien.» Bis zur Industrialisierung habe man Bier gar ärztlich verschrieben bekommen. «Bier war ein Heilmittel, auch Paracelsus hat es eingesetzt.»

Schweizer trinken weniger Bier

Heute rücken die Schattenseiten stärker in den Fokus. Alkohol gilt zunehmend als Zellgift, Gesundheitsbehörden und Öffentlichkeit schauen genauer hin, und der Konsum sinkt. 2014 tranken die Schweizerinnen und Schweizer pro Kopf noch über 56 Liter alkoholhaltiges Bier im Jahr. 2025 waren es nur noch 47 Liter. Allein gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Rückgang von fast fünf Prozent. Besonders Jüngere bleiben öfter abstinent, aber Faktoren wie der zunehmende Leistungsdruck im Job und bewusste Ernährung sorgen für zunehmenden Alkoholverzicht in breiten Bevölkerungsschichten. Der Brauereipatron sieht den Aufstieg alkoholfreier Alternativen pragmatisch: «Als Unternehmen ist es unsere Aufgabe, den Konsumenten anzubieten, was sie nachfragen, und nicht, ihnen zu erklären, Alkohol sei eigentlich gar nicht so problematisch.»

Das Sortiment an alkoholfreien Bieren hat das Unternehmen in den letzten Jahren stark erweitert. Dank neuen Rezepturen mit speziellen Hefen und Aroma-Hopfen sowie verbesserten Produktionsverfahren schmecken sie besser und kommen dem herkömmlichen Bier näher. Der Anteil am Gesamtmarkt in der Schweiz liegt mittlerweile bei über sieben Prozent, 2010 waren es noch rund zwei Prozent.

Locher hat auch alkoholfreie Biermischgetränke mit Yuzu- oder Grapefruitsaft im Sortiment. Doch die zunehmende Abstinenz der Kundschaft konnte das zuletzt nicht ganz wettmachen. «Unser Umsatz war letztes Jahr zum ersten Mal seit 30 Jahren leicht rückläufig», sagt CEO Aurèle Meyer. Allerdings habe sich Locher besser als der Markt entwickelt. Das Unternehmen spricht ohnehin nicht gern über seine Grösse. Der Titel der grössten unabhängigen Schweizer Brauerei scheint den Appenzellern eher unangenehm. Bescheidenheit gehört zur DNA. Dass Karl Locher einen Toyota Yaris fährt, ist dabei nur ein Detail.

CEO Aurèle Meyer und Karl Locher trennen Strategisches nicht strikt vom Operativen. Entscheidungen fallen so schneller.
Foto: Samuel Trümpy für BILANZ

Occasionen von Hürlimann

Die Kapazitäten in der Produktion baute man immer erst dann aus, wenn der Betrieb aus allen Nähten platzte. Oft kamen dabei auch Occasionen zum Einsatz. Tanks und Leitungen von Brauereien, die geschlossen wurden, rissen die Locher-Leute heraus und schweissten sie im Appenzell wieder zusammen. Sogar ein Teil des Mobiliars in den Büros der Geschäftsleitung stammt noch von der ehemaligen Zürcher Brauerei Hürlimann, die nach der Übernahme durch Feldschlösschen dichtmachte. Dabei konnte Locher auf die Unterstützung und die Erfahrung von Hans Sonderegger zählen, dem ehemaligen Leiter Technik der Brauerei Hürlimann. Der 86-Jährige ist bis heute im Verwaltungsrat der Brauerei Locher, aber nicht mehr am Unternehmen beteiligt.

Die mittlerweile zum Carlsberg-Konzern gehörende Feldschlösschen ist mit einem Marktanteil von rund 40 Prozent die uneinholbare Nummer eins in der Schweizer Bierlandschaft. Seit Jahren auf Rang zwei liegt der Multi Heineken, dem in der Schweiz Marken wie Calanda und Eichhof gehören. Besonders erfolgreich waren die Niederländer hierzulande zuletzt mit Moretti, das mit viel Italianità vermarktete Bier, das Heineken für den Schweizer Handel mehrheitlich in Chur braut. Doch seit Kurzem hat Locher zur Nummer zwei aufgeschlossen; dies durch die Übernahme der Winterthurer Chopfab, der Brauerei, die in finanziellen Nöten steckte und zu der auch die Westschweizer Boxer gehört.

Im Gegensatz zu Locher expandierte Chopfab forsch und investierte viel Geld in neue Anlagen. Dazu kamen die Coronakrise in der Gastronomie und das Ende des Craftbier-Booms. Irgendwann erhielt Locher einen Anruf von Philip Bucher, Chef und Mitgründer von Chopfab. «Er sagte mir am Telefon: ‹Karl, wir haben ein Problem.›» Nun ist Chopfab-Boxer Teil von Locher.

Das blieb nicht ohne Folgen: Die Produktionsanlagen in Winterthur werden stark verkleinert, die umsatzstärksten Chopfab-Biere in Appenzell gebraut, wo Locher zwei Brauereien betreibt. Die Logistik steuert ebenfalls das Mutterhaus. Doch ein wie grosses Risiko bedeutet die Übernahme für die sparsame Brauerei Locher? «Wenn etwas in die Hose geht, dann heisst es immer gleich, alles sei schlecht. Dabei hat Chopfab einen super Job gemacht, Craftbier schweizweit bekannt zu machen», sagt Locher. Er sieht in der Übernahme eine gute Ergänzung. «Die Trinker von Chopfapf und von Appenzeller sind nicht unbedingt die gleichen.» Die Kundschaft von Chopfab sei progressiver und urbaner.

Bestellungen per Fax

Zwar haben die Appenzeller mit «Locher Craft» auch eine eigene Craftbier-Linie im Angebot, doch die richtet sich eher an ein Publikum im alpinen Raum. Dieses Segment der speziellen, oft obergärigen Biere wachse innerhalb des Unternehmens weiterhin überdurchschnittlich stark, sagt CEO Aurèle Meyer. Schlussendlich sei das auch eine Frage des Preises. Die Spezialbiere von Kleinbrauereien kamen auch unter Druck, weil ihre Produkte viel teurer sind als die von grösseren Anbietern. Das Prinzip der Wiederverwertung wendet Locher derweil auch in Winterthur an. Ein Teil der abgebauten Anlage kommt nach Worb bei Bern, wo Locher eine neue kleine Brauerei baut für Egger Bier, die mittlerweile ebenfalls zum Locher-Reich gehört.

Über dessen Grösse schweigt sich das Unternehmen weiterhin aus. Zu Schätzungen, wonach der Ausstoss des fusionierten Unternehmens rund 600’000 Hektoliter pro Jahr beträgt, gibt es keinen Kommentar. «Für unsere Kundschaft spielt unsere Grösse keine Rolle», sagt Aurèle Meyer. Neben den Konsumentinnen und Konsumenten im Supermarkt sind das auch Getränkehändler, die Gastronomiebetriebe beliefern.

Dieser Bereich macht immerhin ein Drittel des Geschäfts aus, und die Brauerei Locher pflegt den Kontakt zu diesen KMUs. «Bei uns kann man auch noch telefonisch oder mit Fax bestellen. Einige rufen mich sogar direkt an», so CEO Meyer. Die Unternehmen schätzten, dass Locher im Gegensatz zu Konkurrenten Restaurants und Bars nie direkt beliefert und damit den Händlern kein Geschäft wegnimmt. Auch das Entgegenkommen während Covid stärkte die Kundenbindung. Bier, das während der Lockdowns das Ablaufdatum erreichte, stellte die Brauerei nicht in Rechnung. Sie nahm es zurück und stellte daraus Desinfektionsmittel her. Die hauseigene Whisky-Produktion rüstete man dafür spontan um.

In den Abgesang auf Spezialbiere wie IPAs will die Brauerei Locher nicht einstimmen. Das Segment entwickelt sich innerhalb des Konzerns überdurchschnittlich.
Foto: Samuel Trümpy für BILANZ

Beim Whisky, den die Brauerei seit 1999 produziert und damit auch zur Destillerie wurde, zeigt sich die philosophische Seite von Locher. Als die bis zu 140 Jahre alten Holzfässer zur Lagerung von Bier Stahlbehältern weichen mussten, kam für ihn Wegwerfen nicht in Frage. Er verwendete sie, um darin Whisky zu lagern. «Das ist wie eine Zeitreise zurück zu meinen Vorfahren», sagt Locher. «Ich wollte die Geschichte extrahieren. In jedem Glas Whisky habe ich auch das, was Generationen vor mir produziert haben.»

Lieber Tüfteln als Reden

Der 66-Jährige tüftelt eigentlich lieber an neuen Ideen herum, als mit Journalisten über das Geschäft zu sprechen. Aurèle Meyer soll das Gesicht der Brauerei Locher sein und mit den Medien sprechen. Der 45-jährige CEO ist zwar Appenzeller – nur eben aus Ausserrhoden, wie er selber scherzhaft ergänzt – in der Region ist das für viele kein Detail. «Wir arbeiten nicht strikt nach Lehrbuch und trennen Strategisches vom Operativen. Die Grenzen sind eher fliessend, die Wege kurz, und so bleiben wir agil», sagt Meyer.

Patron Locher habe einen guten Riecher für den Markt und dessen Potenziale, sagen Weggefährten. Er verstehe es, Netzwerke aufzubauen und die richtigen Leute einzubinden. Zum Beispiel wenn es darum geht, die Verwendung der Überreste des Brauprozesses auf ein neues Level zu heben. Dafür spannte Locher mit dem Start-up Upgrain zusammen und beteiligte sich auch daran. Gemeinsam haben die Firmen vor bald zwei Jahren die grösste Anlage Europas zur Verarbeitung von Treber, den festen Rückständen des Malzes, die beim Bierbrauen übrig bleiben, in Betrieb genommen. Helene Budliger Artieda, Direktorin des Staatssekretariats für Wirtschaft, war bei der Einweihung dabei und lobte die Anlage als vorbildlich. Das Produkt kommt als Teilersatz von Mehl in der Herstellung von Brot, Brownies, Pasta und anderen Nahrungsmitteln zum Einsatz. Dabei ist eine solche Kreislaufwirtschaft gemäss Locher nichts Neues: «Nachhaltigkeit ist ein modernes Wort für sparen», sagt er. Ein schonender Umgang mit Ressourcen sei früher selbstverständlich gewesen, weil man sich eine Verschwendung gar nicht leisten konnte.

Neue Ideen kommen ihm manchmal auch, wenn er einfach dasitzt und ein wenig vor sich hinträumt. Deshalb macht ihm auch der steigende Smartphone-Konsum Sorgen. «Man verlernt das Träumen, wenn man ständig auf das Handy starrt», sagt Locher. Dabei sei es wichtig, seine Gedanken schweifen zu lassen, um auf gute Einfälle zu kommen. Den Kopf brauche man nur, wenn man sich nicht vom Smartphone ablenken lasse. «Die Idee ist der Samen, und darum herum entsteht ein Netzwerk – eine eigene Welt im Kopf.»

Offene Nachfolge

«Bierideen» bekommen dank Locher eine andere Bedeutung. Auch dank seiner Kreativität wuchs die Kleinbrauerei Locher zum wichtigen Player. Eine Nachfolgeregelung ist derweil noch nicht aufgegleist. Sein Cousin Raphael Locher, der den Betrieb seinerzeit gemeinsam mit Karl übernommen hatte, ist schon länger aus dem Unternehmen ausgeschieden. Karl Lochers 21-jähriger Sohn hat Lebensmitteltechnologe gelernt, seine Tochter (19) studiert an einer Fachhochschule. Ob sie in seine Fussstapfen treten werden? «Es ist offen, ob meine Kinder das berufliche Glück dort finden, wo ich es gefunden habe», sagt Locher. Darüber diskutiert hat die Familie aber schon. «Papi, warte mal», war die Antwort seiner Kinder.

Aktuell gibt es genug, was ihn und CEO Aurèle Meyer auf Trab hält: die sich rasch verändernden Konsumgewohnheiten, aber auch die Integration von Chopfab-Boxer. In die Zukunft blickt Karl Locher mit nüchterner Gelassenheit: «Man muss innovativ sein, um den Betrieb in die neue Zeit zu führen. Aber auch ein Familienunternehmen ist nichts Ewiges. Es kann auch etwas Neues daraus entstehen.»

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