Darum gehts
- Streiks an spanischen Flughäfen drohen Osterreisenden ab dem 27. März Chaos
- 20 Flughäfen betroffen, darunter Barcelona, Mallorca und Kanaren
- Proteste verursachen Verzögerungen und Flugausfälle für Millionen Passagiere
Der Winter ist zurück in der Schweiz. Viele Schweizerinnen und Schweizer sehnen sich aber nach wärmeren Temperaturen – wie sie etwa in Spanien bereits herrschen. Das verlängerte Osterwochenende kommt da gerade zur rechten Zeit. Doch jetzt droht Reisenden an beliebten Touristenzielen auf der iberischen Halbinsel ein Reisechaos.
Der Auslöser: Drei Gewerkschaften haben zu Streiks an spanischen Flughäfen über die Ostertage aufgerufen. Die Angestellten der Abfertigungsfirmen Groundforce und Menzies folgen der Aufforderung, wie verschiedene spanische Medien berichten. Die Mitarbeitenden sind an den Airports unter anderem für Aufgaben bei Check-in, Boarding, Gepäckverlad, Betankung und Reinigung zuständig. Betroffen sind 20 spanische Flughäfen, darunter Ferien-Hotspots wie Barcelona, Madrid, Mallorca, Malaga, Valencia und die Kanarischen Inseln.
Deutsches Amt warnt
Die Streiks drohen während einer der reisestärksten Zeiten des Jahres in Spanien. Konkret wollen die Mitarbeitenden des Dienstleisters Groundforce ab dem 27. März jeweils montags, mittwochs und freitags zu mehreren Zeitfenstern ihre Arbeit niederlegen. Die Handling-Firma Menzies hat Proteste am 28. und 29. März sowie vom 2. bis 6. April angekündigt.
Millionen Passagiere müssen dann mit Verzögerungen und Flugausfällen rechnen. Das Auswärtige Amt in Deutschland hat dafür extra seine Reisehinweise aktualisiert und warnt vor dem Chaos. Beim eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) heisst es weiterhin: «Bei Streiks muss mit Behinderungen und Verspätungen im Reiseverkehr gerechnet werden.» Hintergrund des Streiks sind Konflikte über Lohn und Arbeitsbedingungen. Die Gewerkschaften fordern einheitliche Tarifverträge für die gesamte Branche.
Wer bereits einen Flug in Richtung Spanien gebucht hat, darf jedoch auf einen Faktor hoffen: Ein Mindestbetrieb ist an den Airports gesetzlich vorgeschrieben. Flüge, die komplett ausfallen, sollten daher eine Ausnahme bleiben. Das Chaos ist aber trotzdem programmiert. Durch den Personalmangel am Boden verlängern sich die Abfertigungszeiten für die Flieger. Im Tagesverlauf kann sich das auf weitere Verbindungen auswirken. Reisende sind bei Problemen angehalten, sich an ihre Fluggesellschaft zu wenden.