Darum geht es bei der Halbierungs-Initiative
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Sparmassnahmen für die SRG:Darum geht es bei der Halbierungs-Initiative

Stinkhässig nach SRF-Doku
Baufirma-Chef spendet 100'000 Franken für Halbierungs-Initiative

Unternehmer Balz Halter unterstützt die Kampagne gegen die SRG mit 100'000 Franken. Kürzlich war er Protagonist in einem SRF-Beitrag, den er als «tendenziös» einstuft.
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Der VR-Präsident der Halter Gruppe im SRF-Dokfilm «Wo-wo-Wohnungsnot – Das Zürcher Monopoly».
Foto: Screenshot SRF

Darum gehts

  • Die Halbierungs-Initiative erhielt am 2. Februar 100'000 Franken von Halter KLG
  • Spende wegen SRF-Dokfilm, den Balz Halter als tendenziös kritisierte
  • Dokfilm zeigte Halter am 22. Januar als einzigen Branchenvertreter
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Robin WegmüllerRedaktor Wirtschaft

Damit haben die Unterstützer der Halbierungs-Initiative nicht mehr gerechnet. Kurz vor Meldeschluss erhalten sie nochmals 100'000 Franken aufs Konto. Spender ist die BFG Halter KLG mit Sitz in Schlieren ZH. Sie gehört mehreren Mitgliedern der Familie Halter – ein grosser Brocken in der Immobilienbranche. Das Paradoxe daran: Auslöser war ein Dok-Beitrag von SRF, wie die «Aargauer Zeitung» berichtet. 

In der Sendung «Wo-wo-Wohnungsnot – Das Zürcher Monopoly» tritt Balz Halter, Verwaltungsratspräsident der Halter Gruppe und in der Leitung der KLG, als einer der Hauptprotagonisten auf. Er führt über 500 Mitarbeitende und ist für Projekte in der ganzen Schweiz verantwortlich. Das Problem: Der Dokfilm ist für Halter zu «tendenziös», wie es im Bericht heisst.

SRF anderer Meinung

Der VR-Präsident ist der einzige Vertreter der Immobilienindustrie im Beitrag. Die Filmemacherin setzte den Fokus auf Themen wie Profitgier, Leerkündigungen und die explodierenden Mietpreise. «Wie ist es, wenn man Hunderte von Leuten verdrängt?», lautete die erste Frage an Halter. Bürgerliche Meinungen kamen wenige vor – zu wenige für den Bauunternehmer. Im TV zu sehen war die Sendung am 22. Januar. Die Familie Halter tätigte die Spende am 2. Februar.

«Das hat tatsächlich den Ausschlag gegeben», erklärt Halter gegenüber der Zeitung. Er habe die Initiative schon vorher unterstützt. Am SRF-Bericht lässt er im Artikel kein gutes Haar: «Der Film hatte einzig zum Zweck, die Immobilienbranche zu diskreditieren», sagt Halter. Darum hat sich die Familie zur Spende entschieden.

Das SRF will von einer tendenziösen Berichterstattung nichts wissen. «Die Ausgewogenheit ergibt sich aus der Gesamtschau der vertretenen Positionen», so SRF gegenüber der «Aargauer Zeitung». Man stehe weiterhin hinter dem Beitrag.

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