Stadler erobert neues Land
Peter Spuhlers Zugbauer schnappt sich Auftrag auf Irland

Historischer Auftrag für Stadler: Das Unternehmen von Patron Peter Spuhler liefert acht Flirt-Züge für die Bahnbetreiber von Irland und Nordirland. Die Züge aus Thurgauer Produktion verbinden ab 2030 die Hauptstädte Dublin und Belfast.
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Stadler Rail gewinnt zum ersten Mal einen Auftrag auf der irischen Insel.
Foto: Stadler Rail

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Stadler liefert erstmals Züge nach Irland und Nordirland ab 2030
  • 580 Mio. Franken für Modernisierung der Strecke Dublin–Belfast
  • 200 Meter lange Züge, 407 Sitzplätze, barrierefrei, Hybridantrieb
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Michael HotzTeamlead Wirtschafts-Desk

Stadler gewinnt einen Auftrag auf der irischen Insel – zum ersten Mal in der gut 80-jährigen Firmengeschichte. Die Bahnen Iarnród Éireann (IE) und Translink Northern Ireland Railways (NIR) haben beim Thurgauer Zugbauer acht Flirt-Züge bestellt, wie dieser am Freitag mitteilt. Der Auftrag umfasst neben dem Bau der Fahrzeuge auch einen Wartungsvertrag über 15 Jahre. Was der Prestige-Auftrag Stadler einbringt, gibt das Unternehmen von Peter Spuhler (67) nicht bekannt.

Die Stadler-Züge sollen ab 2030 zum Einsatz kommen – auf der 180 Kilometer langen Strecke zwischen der irischen Hauptstadt Dublin und der nordirischen Hauptstadt Belfast. Die beiden Länder investieren 580 Millionen Franken, um die Verbindung zu modernisieren. Dazu kommen noch weitere 150 Millionen Franken aus einem gemeinsamen Förderprogramm der EU, Grossbritannien, Irland und Nordirland.

Züge können mit Strom und Diesel fahren

Künftig dauert die Fahrt von Dublin nach Belfast weniger als zwei Stunden – und ist deutlich komfortabler. Die Flirt-Züge aus Stadler-Produktion bieten grosszügige Sitzbereiche, WLAN im Zug und ein verbessertes Catering-Angebot, wie es in der Mitteilung heisst. Die Züge sind 200 Meter lang, verfügen über 407 Sitzplätze und ermöglichen einen barrierefreien Einstieg für Rollstuhlfahrer.

Die neuen Flirt-Züge sind mit einem Diesel-Elektro-Batterie-Antrieb ausgestattet. In Irland fahren sie komplett mit Strom. Im nicht-elektrifizierten Nordirland hingegen zuerst mit der eingebauten Batterie. Auf der Rückfahrt nach Dublin bringt dann der Dieselmotor die Fahrgäste über die Grenze. 

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